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Munro Series M: Wie geht es dem schottischen Elektro-Offroader?
Vier Exemplare wurden schon ausgeliefert, aber der Serienstart steht offenbar noch bevor

Bild von: Munro
Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
11. Jul. 2025 um 09:00 Uhr
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Was ist eigentlich mit dem Munro, dem kantigen Elektro-Offroader aus Schottland? In unserem letzten Artikel zum Thema, vom Herbst 2023, hieß es, Munro wolle das Serienfahrzeug ab Mitte 2024 ausliefern. Nun haben wir Mitte 2025, aber der Wagen ist offenbar noch immer nicht auf dem Markt. Nach einem umfangreichen Testprogramm stünden die Validierungs-Prototypen nun kurz vor der Abnahme, lesen wir in der neuesten Pressemeldung.
Man habe ein 18-monatiges Testprogramm zur Haltbarkeit abgeschlossen, das fast ausschließlich im Gelände stattgefunden habe. Vier Exemplare von dem Geländewagen wurden allerdings schon im Jahr 2024 verkauft und ausgeliefert, so die Firma. Für 246 weitere Fahrzeuge habe man Vorbestellungen im Wert von über 17 Millionen Pfund. Diese sollen offenbar bis 2027 ausgeliefert werden.
Bildergalerie: Munro Series M (2025)

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Quelle: Munro
Außerdem wird gemeldet, die Munro-Gründer Russ Peterson (CEO) und Ross Anderson (Leiter Antriebsstrang) hätten Avinash Rugoobur zum Vorsitzenden (chairman) des Unternehmens ernannt. Rugoobur hat ein abgeschlossenes Mechatronik-Studium und hatte zuvor Führungspositionen bei Arrival und General Motors inne. Er bringt also Erfahrungen aus dem globalen Automobil- und Technologiesektor mit und hat auch schon mehrere Unternehmen gegründet.
Der Munro Series M ist straßenzugelassen und alltagstauglich, aber anders als bei den allermeisten Elektro-SUVs hatte die Geländegängigkeit absolute Priorität bei der Entwicklung. Der Wagen übertreffe die besten Diesel-Geländewagen bei Steigungen, Kipp- und Böschungswinkeln, verspricht das Unternehmen. So sollen die Anforderungen der Kundschaft aus Bergbau, Verteidigung, Rettungsdienste und Versorgungsunternehmen erfüllt werden.
Der Munro Series M wurde im Oktober 2023 vorgestellt. Der rein batterieelektrisch angetriebene Wagen ist ab 63.000 Pfund netto (rund 73.000 Euro) erhältlich und wird mit zwei Antriebssträngen angeboten. Die Basisversion M170 besitzt einen Allradantrieb mit 170 kW und 600 Nm. Der Strom fließt aus einer 85-kWh-Batterie mit LFP-Chemie. Damit bietet das Fahrzeug eine Anhängelast von 2,25 Tonnen und eine Nutzlast von 1.050 Kilo. Die leistungsstärkere Variante M280 besitzt den gleichen Akku, leistet aber 280 kW und bringt 700 Nm Drehmoment. So steigt die Anhängelast auf 3,5 Tonnen, während die Nutzlast identisch ist.
Drei Karosseriekonfigurationen werden angeboten. Das Utility-Modell mit geschlossener Ladefläche soll die Insassen samt Ausrüstung mühelos, sicher und komfortabel zu den entlegensten Orten transportieren. Der Truck mit offener Ladefläche kombiniert viel Platz mit außergewöhnlicher Lade-Praktikabilität. Das Fahrgestell-Modell schließlich wurde entwickelt, um der Kundschaft spezifische Aufbauten zu ermöglichen.
Munro Vehicles wurde 2019 von Russell Peterson und Ross Anderson gegründet. Ende 2022 präsentierten sie den Munro MK-1; weitere Informationen folgten im Februar 2023. Damals sollte der Wagen noch Antriebe mit 220 oder 280 kW sowie zwei verschiedene Batterien mit 57 bzw. 76 kWh bekommen. Der Basispreis wurde mit 60.000 Pfund angegeben. Im Oktober 2023 schwenkte Munro dann auf die neue Version Series M um.
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Unter dem Strich
Ein neues Elektroauto auf den Markt zu bringen, ist kein Kinderspiel. Zahlreiche Hürden sind zu überwinden, bis hin zur "Produktionshölle", über die Tesla-Chef Elon Musk immer wieder sprach. Beim Geländewagen Munro geht es offenbar nur um kleine Stückzahlen, die wohl in einer Manufaktur hergestellt werden, aber einfach ist auch das nicht. Das zeigt die Ankündigungs-Historie, die mit ihren Verzögerungen an Elon Musk erinnert.
Quelle: Munro (per E-Mail)
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