VW kündigt ID. Polo, ID. Polo GTI und ID. Cross für 2026 an
VW gibt ihnen neue Namen aus der Verbrennerwelt und zeigt erste Bilder von den (getarnten) Serienversionen.
Neue Namensstrategie bei Volkswagen: Aus der Studie ID. 2all wird in der Serie ein ID. Polo. Auch kommende ID-Modele sollen diesem neuen Schema folgen und altbekannte Modellnamen statt Ziffern im Namen tragen. Die entsprechenden Verbrenner sollen unter den gewohnten Namen parallel angeboten werden, aber natürlich ohne den Zusatz "ID.".
VW-Markenchef Thomas Schäfer sagte: "Unsere Modellnamen sind in den Köpfen der Menschen fest verankert. Sie stehen für eine starke Marke und verkörpern Eigenschaften wie Qualität, zeitloses Design und Technologie für alle. Daher werden wir unsere bekannten Namen in die Zukunft führen. Der ID. Polo ist nur der Anfang." Schäfer hatte bereits Anfang August neue Modellnamen angekündigt, ohne allzu sehr ins Detail zu gehen. Die Automobilwoche hatte bereits im Februar über Namen wie ID Polo oder ID Golf berichtet.
Bildergalerie: VW ID. Polo (2026)
"Mit dieser Strategie bringt Volkswagen Elektro- und Verbrennerwelt zusammen und macht es den Kundinnen und Kunden so künftig deutlich einfacher, sich im Produktangebot der Marke zu orientieren", schreibt VW. Gemeint ist wohl, dass mit den neuen Benennungen unmittelbar klar wird, dass ein ID. Polo etwa so groß ist wie der Verbrenner-Polo, was bei ID.2 nicht unbedingt der Fall gewesen wäre.
Vertriebsvorstand Martin Sander ergänzt, der Name Polo stehe für "Verlässlichkeit, Persönlichkeit und Geschichte. Genau deshalb geben wir auch unseren ID. Modellen wieder Namen, die Emotionen wecken und im Alltag der Menschen verankert sind. Elektromobilität soll nicht nur fortschrittlich, sondern auch nahbar und persönlich sein."
Bildergalerie: VW ID. Polo GTI (2026)
Als erstes Auto mit neuem Namen startet der ID. Polo – im Jahr 2026, also zum 50. Jubiläum des Verbrennermodells. Die Weltpremiere findet im Mai 2026 statt. Die Markteinführung ist für Herbst 2026 geplant. Der Einstiegspreis des stets fünftürigen Modells soll wie versprochen unter 25.000 Euro liegen.
| Länge | Breite | Höhe | |
| VW ID. Polo | 4.053 mm | 1.816 mm | 1.530 mm |
| VW Polo (Verbrenner) | 4.074 mm | 1.751 mm | 1.451 mm |
Der VW ID. Polo wird laut Autocar 4.053 mm lang, 1.816 mm breit und 1.530 mm hoch sein. Damit ist er ähnlich lang wie das Verbrennermodell, aber höher und breiter. Die Akkus sollen 38 bzw. 56 kWh speichern, wobei die größere Batterie für etwa 450 km Reichweite sorgen soll. Aufgeladen werden beide Energiespeicher mit DC-Ladeleistungen von bis zu 125 kW. Wenn man den 166 kW starken ID. Polo GTI mitrechnet, werden vier Leistungsstufen angeboten. Mit dem Kürzel GTI wird ein weiteres traditionelles Verbrenner-Kürzel wiederverwendet; der ID. Polo GTI soll ebenfalls 2026 starten.
Innen bekommt der ID. Polo ein 10,9-Zoll-Instrumentendisplay sowie einen 12,9-Zoll-Touchscreen. Bilder vom Cockpit gibt es noch keine, aber angeblich wird es für die Audio- und Klimasteuerung physische Bedienelemente geben.
Technische Basis ist laut Hersteller MEB+, also ein weiterentwickelter Modularer Elektrobaukasten. Bisher sprach VW von MEB Small oder MEB Entry. Für uns wäre MEB+ Small eigentlich treffender. Zum Technikpaket gehören der neueste Travel Assist inklusive automatischem Spurwechsel und Ampelerkennung, der Park Assist Plus mit Memory-Funktion und das Rundumsichtsystem Area View.
Beide Modelle, der ID. Polo wie der ID. Polo GTI, werden auf der IAA in getarnter Form vorgestellt. Bereits am Vortag der Messe, dem 7. September, wird Volkswagen die Studie eines elektrischen Kompakt-SUV enthüllen. Erste Skizzen postete ein VW-Sprecher bereits gestern. Die Studie heißt ID. Cross Concept; die Serienversion ID. Cross soll Ende 2026 als elektrisches Pendant des T-Cross auf den Markt kommen.
Unter dem Strich
VW krempelt seine Elektroauto-Bezeichnungen um: Es bleibt bei dem Kürzel ID mit dem Punkt dahinter, aber dann folgt keine Ziffer mehr, sondern ein vertrauter Verbrenner-Namen wie Polo. Nach der gleichen Logik dürfte die für 2027 angekündigte Serienversion des ID.Every1 den Namen VW ID. Up bekommen, der Elektro-Golf dann ID. Golf und der ID.7 irgendwann in ID. Passat umbenannt werden.
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