VW ID. California Cruise: Elektro-Camper auf ID. Buzz-Basis
VW zeigt Ende August den ID. California Cruise. Der Elektro-Camper basiert auf dem ID. Buzz
VW bringt nun doch eine Campingversion des VW ID. Buzz: Der VW ID. California Cruise ist auf dem Caravan Salon 2026 zu sehen, der am 28. August beginnt. Er ist das erste Mitglied einer neuen elektrischen Campervan-Familie, die ab 2028 ausgerollt werden soll, so VW Nutzfahrzeuge (VWN).
Ansonsten teilt VWN noch nichts zu dem Modell mit. Das beigefügte Bild zeigt eine Version mit zwei Schiebetüren und einem eingebauten Bett. Eine Campingversion des VW ID. Buzz ist schon lange in der Diskussion – sie begann schon vor der Weltpremiere des ID. Buzz im Jahr 2022.
Zuerst hieß es, VW plane einen Elektro-Camper, dann wurde kolportiert, eine Campingversion des ID. Buzz würde zu schwer werden. Ein solches Fahrzeug mit einer Ausstattung wie beim California Ocean (dem Camping-Bus auf Basis des Verbrennermodells VW T6.1) würde mindestens drei Tonnen wiegen. Wegen der Begrenzung des normalen Autoführerscheins blieben nur noch 500 Kilogramm Zuladung übrig – nach Einschätzung von VWN zu wenig für Passagiere und Gepäck.
Nun hat man sich offenbar doch für die Realisierung entschieden. Möglicherweise zeigt die zweite VW-Neuheit auf dem Campingsalon, wie man das Gewicht niedrig halten will: Man könnte die weltweit erste aufblasbare Campingküche nutzen, die von der Allgäuer Firma Stuff Bubble entwickelt wurde. Gemeinsam hat man sie für den California Beach angepasst, also einen VW-Bus mit Verbrennungsmotor auf Basis des Multivan.
Die Küchenmodule können auch einzeln verwendet werden (hier die Spüle) und lassen sich an verschiedenen Stellen einsetzen
Auch ein modulares Bett in Leichtbauweise für den California Beach wurde entwickelt. Die neue Lösung soll nicht nur leicht sein, sondern zudem die Vorteile eines herausnehmbaren Systems bieten.
Die Küche verschwindet nachts unter dem Bett
VWN-Chef Stefan Mecha sagte: "Dabei greifen wir auf Entwicklungen aus anderen Bereichen zurück – etwa aus dem Kite- und Gleitschirmsport oder auf Luftschlauchkonstruktionen, die im Zeltbau moderner Standard sind. Unser strategischer Ansatz ist es, den klassischen Campervan von schweren Materialien und starren Einbauten zu befreien und stattdessen auf flexible, modulare Lösungen zu setzen."
Die aufblasbare Küche kann auch außerhalb des Campers genutzt werden
Die neuen Module sollen sich in wenigen Minuten von einer Person einbauen und ebenso schnell wieder entfernen lassen. Sie verschwinden dann platzsparend im Keller oder in der Garage, sodass man den California Beach im Alltag nutzen kann.
Die aufblasbare Küche wurde speziell für die Gepäck-Board-Auflage des California Beach entwickelt und bietet trotz ihres geringen Gewichts einen vollwertigen Funktionsumfang mit integriertem, geschlossenem Wasserkreislauf. Mit Abmessungen von rund 120 x 44 x 47,5 Zentimetern wiegt die Küche unter 10 Kilogramm.
Das Bett bietet eine Liegefläche von rund 200 x 134 Zentimetern und kann sowohl als Doppelbett (12 kg schwer) als auch als Einzelbett (6 kg) genutzt werden. Selbst bei aufgebautem Bett soll ausreichend Platz zum Wohnen, Kochen oder Verstauen von Gepäck bleiben. Damit bietet der California Beach dann bis zu vier Schlafplätze. Küche und Bett sind voneinander unabhängig nutzbar, teilbar und flexibel kombinierbar.
Unter dem Strich
VW hat wohl doch eine Möglichkeit gefunden, einen elektrischen Campingbus auf Basis des ID. Buzz zu entwickeln. Das Ergebnis, der VW ID. California Cruise, wird Ende August vorgestellt. Ein Problem bei der Realisierung war bisher das Gewicht der Einbauten, die wenig Nutzlast übrig gelassen hätten, wenn das Modell mit einem normalen Autoführerschein gefahren werden sollte.
Ob es sich bei der Messepremiere noch um eine Studie oder schon ein Serienmodell handelt, ist noch offen, genauso wie die weiteren Daten: Wird es die Normalversion und die mit langem Radstand geben oder nur eine davon? Und werden verschiedene Akkus und Antriebe eingebaut? All das wird sich wohl Ende des Monats zeigen.
Quelle: VW Nutzfahrzeuge
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