Xpeng P7+: Erste Daten und Fakten zur geräumigeren P7-Version
Neuling stand auf der IAA und soll 2026 in Deutschland starten.
Eine offizielle deutsche Pressemeldung zum neuen Xpeng P7+ gibt es noch nicht, doch der Neuling stand kürzlich auf der IAA, wo wir das Modell fotografiert haben. Es handelt sich um eine geräumigere Variante des P7. Am IAA-Stand erfuhren wir auch, dass das Auto bereits 2026 in Deutschland auf den Markt kommen soll – dem Vernehmen nach sogar schon im Frühjahr. Zudem finden sich auf der deutschen Xpeng-Website bereits die wichtigsten Daten des Fahrzeugs.
Auf dem IAA-Stand von Xpeng am Münchner Odeonsplatz erregte das in schlichtem Weiß-Schwarz lackierte Modell nicht viel Aufmerksamkeit. Möglicherweise dachte sich das Publikum "Das ist der P7, den kennen wir schon". Aber es handelt sich um eine neue Variante der großen Elektro-Limousine, die vor allem mehr Platz bieten soll. In China ist das Modell vor allem für Taxidienste gedacht, sagte uns Xpeng-Produktplaner Giovanni Grimaldi am IAA-Stand.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | |
| Aktueller Xpeng P7 (Deutschland) | 4.888 mm | 1.896 mm | 1.450 mm | 2.998 mm |
| Neuer Xpeng P7 (China) | 5.017 mm | 1.970 mm | 1.427 mm | 3.008 mm |
| Xpeng P7+ (Deutschland) | 5.071 mm | 1.937 mm | 1.512 mm | 3.000 mm |
Der Xpeng P7+ hat wie die kommende P7-Generation eine große Heckklappe und 800-Volt-Technik. Er ist auch etwas länger: In China misst der P7+ 5,06 Meter, in Deutschland wird er nach den vorläufigen Daten auf der Xpeng-Website noch etwas größer sein.
Der Kofferraum des Xpeng P7+
Das Kofferraumvolumen wird mit 725 bis 2.221 Litern angegeben. Das ist deutlich mehr als die 440 bis 915 Liter, die der aktuelle P7 bietet. Die große Heckklappe des P7+ schwingt weit nach oben auf und durch Umklappen der Fondsitze soll sich eine 2,1 Meter lange, ebene Fläche ergeben, auf der man es sich auch liegend gemütlich machen kann, wie Xpeng schreibt. Allerdings ist das Gepäckabteil wegen der Karosserieschräge nicht optimal nutzbar, wie wir bei unserer kurzen Begegnung mit dem P7+ feststellten.
Im Fond ist die Beinfreiheit dagegen wirklich groß. So groß, dass wir die Beine übereinanderschlagen konnten. Das Messemodell hatte ein ausklappbares Tischchen für den Insassen rechts hinten; bei der deutschen Version soll ein weiteres auf der linken Seite hinzukommen, sagte uns Giovanni Grimaldi. Das Cockpit unterscheidet sich nicht wesentlich von den anderen Xpeng-Modellen: Es gibt zwei quer eingebaute Displays; zusätzlich ist hier jedoch ein Head-up-Display serienmäßig an Bord.
Wie bei allen Xpeng-Modellen gibt es drei Antriebsvarianten mit den Bezeichnungen RWD Standard Range, RWD Long Range und AWD Performance. Die Daten unterscheiden sich jedoch von denen der bekannten Modelle:
| RWD Standard Range | RWD Long Range | P7+ Performance | |
| Antrieb | RWD 180 kW | RWD 230 kW | AWD 370 kW (140 + 230 kW) |
| 0-100 km/h / Höchstgeschw. | 7,9 Sek. / 200 km/h | 7,4 Sek. / 200 km/h | 5,1 Sek. / 200 km/h |
| Akku netto | 61,1 kWh | 76,8 kWh | 76,8 kWh |
| WLTP-Reichweite | 450 km | 550 km | 500 km |
| Max. Ladeleistung DC | 470 kW | 470 kW | 470 kW |
| DC-Ladedauer (10-80 %) | 10 min | 10 min | 10 min |
Ob LFP-Akkus eingesetzt werden wie beim neuen G6 und G9, bleibt offen. Die maximale Ladeleistung wird mit 470 kW angegeben, was ähnlich viel ist wie bei den neuen Versionen der beiden SUVs. Damit soll ein Standard-Ladevorgang nur zehn Minuten dauern. Das setzt aber wohl eine entsprechend schnelle Ladesäule voraus, und die gibt es in Deutschland wohl höchstens vereinzelt.
Die Preise stehen offenbar noch nicht fest, doch die Ausstattung wird bereits aufgezählt. Standard sind unter anderem ein Panoramaglasdach, eine elektrisch bediente Heckklappe, eine Wärmepumpe, ein 360-Grad-Rundumsicht-System sowie Nappaleder-Sitze mit Heizung, Belüftung und Massagefunktion – und zwar vorne wie hinten. Die Basismotorisierung hat 19-Zoll-Alufelgen, die anderen beiden Varianten bekommen 20-Zöller. Optional gibt es außerdem eine elektrisch ausfahrbare Anhängerkupplung, mit der man bis zu 1,5 Tonnen schwere Anhänger an den Haken nehmen kann.
Unter dem Strich
Xpeng startet offenbar eine neue Produktoffensive in Europa. Nachdem man sich längere Zeit auf das Trio P7, G6 und G9 beschränkt hat, kommen nächstes Jahr weitere Modelle wie der P7+ und der X9 hinzu. Es handelt sich allerdings ausschließlich um größere Modelle.
Doch Firmenchef He Xiaopeng sagte kürzlich dem US-amerikanischen Nachrichtensender CNBC, dass auch eine globale Einführung der Submarke Mona für 2026 geplant sei. Die Modelle sollen günstiger sein als Xpeng-Fahrzeuge wie der G6. Der Mona 03 ist eine 4,78 Meter lange Mittelklasse-Limousine, die offenbar gegen das Tesla Model 3 positioniert ist, aber eine große Heckklappe besitzt.
Quelle: Xpeng-Website, CNBC (Mona)
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