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Xpeng P7+: Große 800-Volt-Limousine ab 46.600 Euro bestellbar

Der kleinere P7 mit 400-Volt-Technik wurde dagegen aus dem Konfigurator genommen.

Xpeng P7+ (2026)
Bild von: Xpeng

Auf der IAA im Herbst konnte man den Xpeng P7+ bereits im Open Space besichtigen, wir saßen sogar schon drin. Doch die offizielle Europapremiere der großen Elektrolimousine mit 800-Volt-Technik und großer Heckklappe findet erst jetzt auf dem Brüsseler Autosalon statt. Gleichzeitig ist der offiziell als Fastback-Limousine bezeichnete Wagen schon konfigurierbar. Bei 46.600 Euro geht es los. Ausgeliefert wird ab April.  

Der bekannte Xpeng P7 mit kleinem Kofferraumdeckel und 400-Volt-Technik ist offenbar nicht mehr verfügbar; während wir an diesem Artikel arbeiteten, verschwand er von der Website. Der neue Xpeng P7+ ist dagegen im Konfigurator enthalten, wenn auch noch mit vorläufigen Daten. Anders als die bisherigen Xpeng-Modelle, die aus China kamen, wird der Neuling bei Magna Steyr im österreichischen Graz gefertigt.

Bildergalerie: Xpeng P7+ (2026)

Hier sind die technischen Daten aus dem Konfigurator; die Netto-Speicherkapazitäten haben wir aus vorausgegangenen Presseinformationen:

  Xpeng P7+ RWD
Standard Range
Xpeng P7+ RWD
Long Range
Xpeng P7+ AWD
Performance
Antrieb RWD 180 kW, 450 Nm RWD 230 kW, 450 Nm AWD 370 kW
(140 + 230 kW)
0-100 km/h / Höchstgeschw. 6,9 Sek. / 200 km/h 6,2 Sek. / 200 km/h 4,3 Sek. / 200 km/h
WLTP-Verbrauch 15,2 kWh 16,4 kWh 17,4 kWh
Akku netto / brutto  61,1 / 61,7 kWh (LFP) 74,9 / 76,8 kWh (LFP) 74,9 / 76,8 kWh (LFP)
WLTP-Reichweite 455 km 530 km 500 km
Max. Ladeleistung DC 350 kW 446 kW 446 kW
DC-Ladedauer (10-80 %) 12 min 12 min 12 min
Preis 46.600 Euro 49.600 Euro 53.600 Euro

Auffällig ist, dass sich der Sprintwert der Basisversion im Vergleich zu den Informationen vom September um eine Sekunde verbessert hat. Auch die anderen beiden Varianten sollen schneller sprinten, obwohl die gleichen Leistungsdaten genannt werden.

Beide Batterien haben wie bei den neuen Versionen von Xpeng G6 und G9 eine LFP-Chemie und lassen sich mit 5C laden – das heißt, eine volle Ladung dauert eine "Fünftelstunde" oder 12 Minuten. Die maximale Ladeleistung beträgt beim kleinen Akku 350 kW, beim großen 446 kW. Bei beiden soll ein Ladevorgang von 10 auf 80 % in 12 Minuten, ein Hub von 20 auf 80 % in zehn Minuten beendet sein.

Aus der Nettokapazität und den 12 Minuten errechnet sich für die Long-Range-Version eine Ladegeschwindigkeit von 74,9 kWh x 0,7 /12 min = 4,4 kWh/min. Das reicht derzeit für Platz 5 in unserer Top-Ten-Liste. Analog ergibt sich ein Wert fürs Nachladen von Reichweite von 530 x 0,7 / 12 min = 30,9 km/min. Das ist derzeit der zweitbeste Wert überhaupt.

Was die Außenmaße angeht, so ist der P7+ fast 20 cm länger als der P7; auch Breite und Höhe sind größer, während der Radstand fast identisch ist: 

  Länge Breite Höhe Radstand Kofferraum
Xpeng P7+ 5.071 mm 1.937 mm 1.512 mm 3.000 mm 573-1931 Liter
Xpeng P7 4.888 mm 1.896 mm 1.450 mm 2.998 mm 440 Liter

Xpeng hebt besonders den verbauten "Turing AI Chip" hervor, der die Basis für die fortschrittliche Technik bei Fahrwerk, Antrieb und Cockpit sowie die Assistenzsysteme sei. Der gleiche Chip arbeitet auch im humanoiden Roboter von Xpeng namens Iron.

Gedacht ist der Xpeng P7+ vor allem für Familien, denen ein "schnittiges Design", ein großer Kofferraum sowie ultraschnelles Laden wichtig ist. Ein Xpeng-Manager auf der IAA sagte uns im September, dass man besonders an Taxi-Anwendungen gedacht habe – den ähnlich großen Nio ET7 sieht man in München öfter als Taxi.

Dazu passt, dass Xpeng 2026 seine ersten Robotaxis auf die Straße schicken will, allerdings zunächst in China. Welches Modell dabei zum Einsatz kommt, verrät Xpeng noch nicht, aber der P7+ bietet sich an. Die Produktion des Autos in Graz hat offenbar – nach einem erfolgreichen Pilottest – schon begonnen. Seit Kurzem werden auch der G6 und der G9 in Graz gebaut

Im vergangenen Jahr hat Xpeng weltweit 429.445 Fahrzeuge ausgeliefert, mehr als doppelt so viele wie 2024. Davon wurden 45.008 außerhalb von China verkauft, was gegenüber dem Vorjahr fast eine Verdoppelung darstellt. In Deutschland wurden laut KBA-Statistik fast 3.000 Autos verkauft. Hier waren es im Vorjahr nicht einmal 400 Stück gewesen. Bisher wurden fast ausschließlich der G6 und der G9 verkauft, während der P7 verschmäht wurde; mit dem P7+ könnte sich das ändern.

Unter dem Strich

Auf der IAA haben wir ihn schon in Augenschein genommen, und nun ist er bestellbar: der Xpeng P7+. Mit der großen Heckklappe und dem 800-Volt-System sowie ultraschnellem Laden hat er gute Voraussetzungen für einen Erfolg in Deutschland.

Dafür dürfte er aber auch gern etwas handlicher sein; BMW zum Beispiel verkauft natürlich den i4 viel besser als den großen i7. Daran dürften aber auch die Preise nicht ganz unschuldig sein: Der i7 kostet deutlich über 100.000 Euro. Den Xpeng gibt es schon für weniger als die Hälfte, und das mit 800-Volt-Technik. Nicht ganz so begeistert sind wir bei Xpeng von der Reichweite: 530 km sind hierzulande nicht einmal Mittelmaß, schon gar nicht bei einer großen Limousine für die Autobahn. Aber irgendwas ist halt immer ... 

Letzte Änderung am 28. März 2026: Werte für Ladegeschwindigkeit und Reichweite-Nachladen eingefügt.