Honda Super-One: Kompakter Elektrowürfel mit Handschaltung
Neue Version mit ausgestellten Radhäusern und Boost-Modus könnte den ausgelaufenen Honda e ersetzen.
Honda stellt auf der Japan Mobility Show 2025 den Super-One vor. Zu den Besonderheiten gehört eine simulierte Schaltung mit passenden Motorsounds. Der Prototyp eines kleinen Elektroautos mit würfelartiger Form und markig ausgestellten Kotflügeln erinnert vage an den Honda e und könnte als Ersatz für diesen 2026 in Europa auf den Markt kommen.
Der Super-One basiert offenbar auf dem N-One e, der in Japan schon seit September angeboten wird. Diese Version ist ein nur 3,40 Meter langer Viersitzer und hat einen 47 kW starken Elektromotor sowie 295 km WLTP-Reichweite. Dass das Auto nach Europa kommen wird, legte schon der Auftritt in Großbritannien im Juli 2025 nahe: Damals wurde das Super EV Concept beim Goodwood Festival of Speed präsentiert. Diese Studie war die Vorgängerin des nun gezeigten Super-One.
Neben hoher Alltagstauglichkeit verspricht Honda auch sportlichen Fahrspaß, wie ihn nur kleine Elektrofahrzeuge bieten, so der Hersteller. Dazu trägt die Leichtbauplattform bei, welche für die N-Serie entwickelt wurde, aber auch die breite Spur und insbesondere der Boost-Modus mitsamt der Möglichkeit, per hand zu schalten.
Bildergalerie: Honda Super-One (Prototyp)
Optisch gehören die ausgestellten Radhäuser und die breiten Reifen sowie Lufteinlässe an Front und Heck zu den Besonderheiten. Technisch bietet die neue Version einen eigens entwickelten Boost-Modus, ein simuliertes Siebengang-Getriebe und den dazu passenden Motorsound des Active Sound Control Systems. Im Boost-Modus soll der Super-One "die Sinne stimulieren". Das schließt den Seh- und Hörsinn genauso wie das Gefühl von Beschleunigung und Vibration ein. So stehen im Boost-Modus auch spezielle Einstellungen für das Instrumentendisplay und das Ambientelicht zur Verfügung.
Das Cockpit des Super-One mit simuliertem Schaltgetriebe hat zwar keinen Schlatknüppel, aber Lenkradwippen.
Der Innenraum wurde so gestaltet, dass man sich voll und ganz auf das Fahren konzentrieren kann, so Honda. Das Armaturenbretts ist streng horizontal ausgerichtet, was optische Ablenkungen reduzieren soll. Die exklusiv für dieses Modell entwickelten Sportsitze sollen guten Halt bieten, die asymmetrische Anordnung der blauen Elemente dem Ganzen eine spielerische Note geben.
Honda will auf dem Super-One-Prototyp basierende Serienmodell ab 2026 in Japan auf den Markt bringen, schreibt die Marke. Andere Regionen mit starker Nachfrage nach kompakten Elektrofahrzeugen, wie Großbritannien und verschiedene asiatischen Länder sollen folgen. Das Modell bekommt dabei unterschiedliche Namen: In Japan und anderen asiatischen Ländern soll es Super-One heißen, in Großbritannien aber Super-N.
Unter dem Strich
In Großbritannien soll dieser kleine Elektrowürfel schon 2026 als Super-N auf den Markt kommen. Vom Rest Europas ist in der Pressemeldung keine Rede, aber vielleicht ist das nur eine Frage der Zeit. Das Modell könnte gegen den Renault Twingo Electric und den VW ID. Cross antreten.
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