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Für eine persönlichere Erfahrung

Mercedes GLA gegen VW ID.4: Welches Elektro-SUV ist besser?

Reichweite, Laden, Preise und Technik im Vergleich zwischen Mercedes GLA 250+ und VW ID.4 Pro

Collage: VW ID.4 und Mercedes GLA elektrisch
Bild von: Hersteller/InsideEVs

Der neue Mercedes GLA ist mit 4,57 Meter Länge praktisch genauso groß wie der VW ID.4, der nach wie vor zu den beliebtesten Elektro-SUVs gehört. Wir vergleichen die Daten und Preise der beiden elektrischen Kompakt-SUVs. Dabei beziehen wir uns auf die Modelle mit der größten Reichweite.

Beginnen wir bei den Abmessungen. Hier sind die Unterschiede nicht nennenswert. Beim Kofferraum hat der VW die Nase vorn, allerdings gilt das nur, wenn man den Frunk nicht einbezieht:

  Länge Breite Höhe Radstand Kofferraum
Mercedes GLA 4.565 mm 1.873 mm 1.604 mm 2.790 mm 410–1.400 Liter
107 Liter Frunk
VW ID.4 4.584 mm 1.852 mm 1.634 mm 2.771 mm 533–1.565 Liter
kein Frunk
VW ID.4 (2024) Modellpflege: Das Exterieur

Der VW ID.4 hat ein eher nüchternes Exterieur und kleinen echten Grill

Mercedes GLA elektrisch (2026)

Beim GLA sticht der riesige Grill hervor 

Weiter zu Antrieb und Akku. Wir vergleichen, wie erwähnt, die reichweitenstärksten Versionen. Der 200 kW starke Mercedes GLA 250+ schafft im WLTP-Zyklus bis zu 657 Kilometer. Der ID.4 mit dem größten Aktionsradius ist die Version Pro mit bis zu 572 Kilometern – hier liegt der Mercedes also klar vorn. Der Grund dafür ist eindeutig die größere Batterie, denn die Verbräuche sind fast identisch:

  VW ID.4 Pro Mercedes GLA 250+
Antrieb RWD 210 kW, 545 Nm RWD 200 kW, 335 Nm
0–100 km/h / Vmax 6,7 Sek. / 180 km/h 7,3 Sek. / 210 km/h
WLTP-Verbrauch 15,3–17,6 kWh  15,1–17,3 kWh
Akku netto 79 kWh 85 kWh
WLTP-Reichweite 504–572 km 577–657 km
Leergewicht mind. 2.136 kg 2.155 kg
Max. Anhängelast 1.200 kg 1.500 kg

Die Motorleistung der beiden Modelle ist ebenfalls fast gleich, aber das Drehmoment der VW-Maschine APP550 ist deutlich größer – das dürfte sich im Direktvergleich bemerkbar machen, denn für den Fahreindruck ist unserer Erfahrung nach eher das Drehmoment als die Leistung entscheidend. Aber auch beim Sprint ist der VW schneller. Der Mercedes bietet allerdings eine höhere Endgeschwindigkeit.

  VW ID.4 Pro Mercedes GLA 250+
Max. Ladeleistung AC / DC 11 kW / 165 kW 11 kW (optional 22 kW) / 320 kW
DC-Ladedauer (10–80 %) 29 min 22 min
DC-Ladegeschwindigkeit 1,9 kWh/min 2,7 kWh/min
Reichweite-Nachladen bis 13,8 km/min bis 20,9 km/min

Beim Laden hat der Mercedes durch sein 800-Volt-System einen Vorteil. Das zeigt sich nicht nur an der maximalen Ladeleistung, sondern auch bei der angegebenen Ladedauer, die bei Mercedes trotz des größeren Akkus um sieben Minuten kürzer ist. Das bestätigen auch die von uns berechneten Werte für die Ladegeschwindigkeiten (Rechenweg beim GLA: 85 kWh × 0,7 / 22 min = 2,7 kWh/min) und fürs Reichweite-Nachladen (GLA: 657 km × 0,7 / 22 min = 20,9 km/min).

VW ID.4 und ID.5 (2024) Modellpflege

Das Cockpit des ID.4 bietet nach wie vor nur ein kleines Display

Mercedes GLA elektrisch (2026)

Das GLA-Cockpit prunkt mit riesigen Displays (wobei serienmäßig nur zwei Displays an Bord sind)

Vergleichen wir zum Schluss noch die Preise. Den VW ID.4 Pro gibt es laut Konfigurator ab 49.160 Euro. Zieht man noch die ID.-Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro ab, bleiben rund 45.000 Euro. Der Mercedes ist erst ab 54.978 Euro zu haben, mit dem Mercedes-Rabatt ergibt sich ein Endpreis von etwas mehr als 52.000 Euro. Das sind etwa 7.000 Euro mehr, als der VW kostet.

  VW ID.4 Pro Mercedes GLA 250+
Listenpreis 49.160 Euro 54.978 Euro
Herstellerrabatt 4.000 Euro 2.749 Euro
Endpreis 45.160 Euro 52.229 Euro

Die Ausstattung wollen wir nicht unberücksichtigt lassen. Beim VW ID.4 Pro (mit Infotainment-Paket) umfasst sie 19-Zoll-Stahlräder, LED-Licht, elektrisch einstell-, anklapp- und beheizbare Außenspiegel, eine Klimaautomatik, das 5,4-Zoll-Instrumentendisplay und den 12,9-Zoll-Touchscreen samt Navigationssystem. Auch ein Abstandstempomat (ACC), ein Spurhalteassistent und ein Totwinkelwarner sind immer an Bord.

Der Mercedes GLA 250+ besitzt größere Displays, denn hier werden serienmäßig ein 10,25-Zoll-Instrumentendisplay sowie ein 14-Zoll-Touchscreen verbaut. Die Räder sind mit 18 Zoll kleiner, dafür sind es serienmäßig Aluräder. Zur Serienausstattung gehören außerdem ein Glasdach, ein Fernlicht-Assistent, eine Wärmepumpe und eine Rückfahrkamera. Auch wenn die Ausstattungsliste im Konfigurator nicht vollständig zu sein scheint, dürfte der GLA etwas besser ausgerüstet sein als der VW. Eine Sitzheizung ist übrigens bei keinem der beiden Modelle serienmäßig.

VW ID.4: Kofferraum

Der Kofferraum des ID.4: Die Rücksitzlehnen lassen sich nur im Verhältnis 40:60 geteilt umklappen

Mercedes GLA elektrisch (2026)

Beim GLA lassen sich die Lehnen im Verhältnis 40:20:40 umlegen

Unter dem Strich 

Zugegeben, unser Vergleich ist nicht hundertprozentig fair. Der VW ID.4 ist schon reichlich angejahrt, die letzte Modellpflege liegt schon etwas zurück und ein Facelift soll noch 2026 starten. Danach wird das Modell nach den bisherigen Informationen wohl VW ID. Tiguan heißen. Der Mercedes GLA dagegen ist ganz neu und verfügt über 800-Volt-Technik – deswegen lädt er deutlich schneller. Auch die fast 100 km größere Reichweite macht den GLA zum besseren Langstreckenauto.

Überraschend ist jedoch das deutlich niedrigere Drehmoment des Mercedes-Antriebs und dass der Verbrauch praktisch identisch ist. Beim Preis ist alles wie erwartet: Der Mercedes ist deutlich teurer, aber auch etwas besser ausgestattet. Alles in allem ist der GLA wohl das bessere Auto.