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Fiat Panda Fastback als Erlkönig: Eher Coupé-SUV als Fastback

Die Serienversion der Studie von 2024 scheint recht konventionell zu werden, die Technik dürfte von Opel Frontera & Co. kommen.

Fiat Panda Fastback als Erlkönig
Bild von: Automedia

Die Smart Car Platform trägt bisher kleine SUVs wie den Citroën e-C3 oder den Fiat Grande Panda Elektro, aber auch Kompakt-SUVs wie den e-C3 Aircross und den Opel Frontera. Doch damit ist noch nicht Schluss. Bereits vor zwei Jahren präsentierte Fiat weitere Modelle als Studien oder besser gesagt als Rendering. Darunter ein Fastback, der unseren Erlkönig-Fachleuten jetzt vor die Linse fuhr.

Insgesamt wurden im Februar 2024 vier Modelle gezeigt: ein Fastback, ein SUV, ein Pick-up und ein Freizeitfahrzeug. Der Fastback und das SUV sollten 2025 und 2026 in Serie gehen, wobei die Reihenfolge noch nicht klar war. Offenbar hat sich die Sache verzögert. Doch jetzt scheint es etwas zu werden mit dem Fastback. Das zeigen die neuen Fotos aus Nordskandinavien. 

Fiat Panda Fastback-Konzept

Fiat Panda Fastback als Studie

Bild von: Fiat
Fiat Panda Fastback als Erlkönig

Fiat Panda Fastback als Erlkönig

Bild von: Automedia

Die Silhouette stimmt gut mit der Studie überein. Fiat bezeichnete das Modell als Panda Fastback, und so dürfte auch das Serienmodell heißen – auch wenn der Neuling größer sein dürfte als der "Grande" Panda. Die kantigen Formen ähneln ein wenig dem BMW iX2, Peugeot E-4008, Volvo C40, Ford Capri. Oder natürlich dem Kia EV4 Fastback.

Fiat Panda Fastback-Konzept
Bild von: Fiat
Fiat Panda Fastback als Erlkönig
Bild von: Automedia

Das fotografierte Testfahrzeug hat vier Türen und eine große Heckklappe. Letzteres ist an den Fugen zu erkennen. Durch die flach liegende Heckscheibe dürfte man im Innenspiegel wenig sehen, aber eine nach hinten gerichtete Kamera ist nicht zu erkennen. Das untere Ende der Heckklappe scheint weit oben zu enden, noch weiter oben als bei der Studie. Am Karosserieende gibt es offenbar einen kleinen Ducktail-Spoiler.

Die Rückleuchten erinnern an die Pixel-Optik des Concept Cars. Insgesamt wirkt der Wagen auf den Erlkönigbildern ein wenig pummelig, nicht mehr so flach und kantig wie die Studie. Ein weiterer Unterschied ist, dass es an den Radkästen offenbar schwarzes Kratzschutz-Plastik geben wird, wie am linken Hinterrad zu sehen. Auch die Schweller werden solche Leisten bekommen.

Der Panda Fastback ist kein Fastback im strengen Sinne, denn da müsste die Karosserie am Heck vom Dach bis zum Stoßfänger eine durchgehende Neigung aufweisen (Beispielfotos siehe englische Wikipedia). Aber das Gleiche gilt auch schon für den in Brasilien angebotenen Fiat Fastback.

Fiat Panda Geländewagen

Ein Bild des Fastback-Studie von schräg vorne gibt es nicht, doch die Front dürfte aussehen wie bei der SUV-Version.

Fiat Panda Fastback als Erlkönig

Der Erlkönig wirkt im Vergleich deutlich konventioneller, die Frontscheibe steht steiler.

Die Frontscheibe liegt bei unserem Erlkönig nicht mehr so flach wie bei der Studie und die A-Säule wird nicht mehr hinter dunklem Glas verborgen. Auch ist der Ausschnitt der Fondtüren nicht so avantgardistisch wie bei der Studie. An den Türen gibt es traditionelle Bügelgriffe und statt kamerabasierter Außenspiegel hat die Serienversion ganz normale. Alles in allem ergibt sich eine deutlich konventionellere Optik. 

Fiat Panda Fastback als Erlkönig

Die Frontleuchten bestehen aus mehreren rechteckigen und quadratischen Elementen.

Bild von: Automedia
Fiat Grande Panda (2024)

Beim Grande Panda ist die Pixel-Optik nur das Tagfahrlicht, die Scheinwerfer liegen darunter.

Bild von: Fiat

Die Frontleuchten sehen ähnlich aus wie bei der Studie: Sie bestehen offenbar aus mehreren eckigen Elementen. Es ist anzunehmen, dass es zwischen den Scheinwerfern Pixel-Elemente gibt wie beim Grande Panda. Die Lufteinlässe sehen ebenfalls ähnlich aus wie beim Grande Panda: In der Mitte der Front gibt es einen dünnen Schlitz, weiter unten im Stoßfänger einen rechteckigen Einlass.

Von hinten ist ein Auspufftopf am rechten Unterboden zu sehen. Das heißt, bei dem fotografierten Exemplar handelt es sich um die Version mit Verbrennungsmotor. Diese wird es beim Panda Fastback genauso geben wie beim Grande Panda. Doch die Elektroversion dürfte nicht viel anders aussehen. Vermutlich erhält diese den gleichen 83-kW-Motor wie die bisherigen Smart-Car-Modelle. Dazu dürften die bekannten LFP-Batterien mit 44 und 54 kWh kommen. Wenn wir recht haben, dann ist der Fiat Panda Fastback nichts anderes als ein Schwestermodell des Opel Frontera und Citroën e-C3 Aircross mit einer eher coupéhaften Karosserieform.  

Bildergalerie: Fiat Panda Fastback als Erlkönig

Unter dem Strich

Mit der Studie des Panda Fastback machte Fiat Lust auf ein unkonventionelles Fahrzeug mit vielen Ecken und Kanten. Doch sie war sehr serienfern, wie wir jetzt sehen. Das Serienauto scheint ein recht normales Coupé-SUV zu werden. Dabei kommt die Technik wohl von den Schwestermodellen Opel Frontera und Citroën e-C3 Aircross. Also ist der Fastback letztendlich nichts anderes als ein Frontera, dem ein anderer "Hut" aufgesetzt wurde, wie man in der Branche sagt. Enttäuschend.