Mercedes GLA EQ wird offenbar am 29. Juli vorgestellt
Nachfolger des EQA startet mit 800-Volt-Technik, bis zu 320 kW Ladeleistung und hoher Reichweite
Der neue Mercedes GLA EQ wird offenbar am 29. Juli vorgestellt, und zwar in Warschau. Das meldeten übereinstimmend die beiden inoffiziellen Mercedes-Portale MBPassion und JesMB. Der Nachfolger des EQA basiert auf der Mercedes Modular Architecture (MMA), die bisher den CLA, den CLA Shooting Brake und den GLB EQ trägt; der GLA EQ ist also das vierte Derivat. Wir stellen zusammen, was bisher bekannt ist.
Exterieur
Motor1 hat bereits ein Rendering des Modells entwickelt, das Sie oben als Titelbild sehen. Demnach erhält der Wagen den neuen Grill im Stil des GLC EQ – während der GLB EQ noch einen überwiegend schwarzen Grill mit (mehr oder weniger dicken) horizontalen Chromstreben besitzt:
Als Erlkönig wurde der neue GLA bereits im August 2025 von Automedia fotografiert – und dann noch einmal im vergangenen Herbst. Bei den neueren Bildern wurde auch klarer, wie die Rücklichter aussehen werden: Sie erhalten offenbar eine rundliche Umrahmung. In der Mitte der Leuchten wird wohl der vom CLA bekannte dreizackige Mercedes-Stern prangen, aber darum herum zeigen die Bilder einen spangenförmigen Bogen. Dieser Bogen war auf den älteren Bildern nur zu erahnen.
Bildergalerie: Mercedes GLA EQ als Erlkönig (9/2025)
Die Silhouette des neuen Kompakt-SUVs ähnelt dem Vorgänger EQA und dem aktuellen GLA mit Verbrenner. Die Länge soll laut JesMB auf etwa 4,50 Meter steigen, der Radstand soll wie beim CLA 2,79 Meter lang sein. Vielleicht wird die Karosserie auch etwas flacher als beim 1,62 Meter hohen aktuellen Verbrenner und beim 1,61 m hohen EQA. Die Türgriffe sind den Erlkönigbildern nach wie beim CLA, GLB und GLC plan integriert.
Mercedes GLA (2023) als Verbrenner: Die Front
Mercedes GLA EQ als Erlkönig (August 2025)
Schon 2023 gelangen WalkoArt erste Videoaufnahmen eines Erlkönigs. Doch die Bilder von Automedia zeigen mehr, insbesondere bei den Leuchten. Die Scheinwerfer erinnern mit ihrer Tropfenform an den Smart #1 und #3; über den Leuchten ist jeweils ein LED-Strich zu erkennen, der auch als Blinker dient. Ansonsten erhält der GLA eine sternförmige Lichtsignatur wie der CLA. Die Radläufe sind mit schwarzem Hartplastik ausgekleidet.
Mercedes CLA 250+ EQ mit vielen Sternen an der Front
Mercedes GLA EQ als Erlkönig mit LED-Lidstrich
Interieur
Das Interieur wird ähnlich aussehen wie beim CLA und GLB. Das heißt, es wird serienmäßig ein 10,25-Zoll-Instrumentendisplay und einen 14-Zoll-Touchscreen geben, optional wird der MBUX-Superscreen im Cockpit prangen, bei dem noch ein 14-Zoll-Beifahrermonitor dazukommt.
Das Cockpit des Mercedes CLA 250+ mit drei Bildschirmen
Antriebe und Akkus
Technisch sind keine großen Überraschungen mehr zu erwarten, denn Antriebe und Akkus werden wohl von den Schwestermodellen übernommen. Das heißt, der Neuling bekommt 800-Volt-Technik und ein Zweigang-Getriebe an der Hinterachse. Als Energiespeicher werden die LFP-Batterie mit 58 kWh und der NMC-Akku mit 85 kWh eingesetzt.
Zunächst dürfte es die Motorisierungen geben, die auch beim CLA den Anfang machten: einen 250+ mit 200 kW und einen 350 4Matic mit 260 kW, beide mit der 85-kWh-Batterie. Als günstigere Varianten werden dann wohl ein GLA 200 mit 165 kW und der kleinen Batterie sowie ein GLA 250 (ohne Plus) mit 200 kW und 71-kWh-Akku nachgeschoben. Bei dem letztgenannten Akku handelt es sich offenbar um die 85-kWh-Batterie, bei der die nutzbare Speicherkapazität per Software auf 71 kWh begrenzt wird. Diese vier Varianten werden auch beim CLA und GLB angeboten, wogegen die 250er-Version beim CLA Shooting Brake (noch) fehlt.
Während der CLA mit der 85-kWh-Batterie fast 770 km schafft, sind beim GLB maximal 632 km möglich. Der kleinere GLA wird wohl irgendwo dazwischen liegen. Die 800-Volt-Architektur wird für schnelles Laden mit bis zu 320 kW beim großen Akku sorgen. Damit lässt sich die Batterie in 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen.
Die Produktion soll wie gehabt im modernisierten Werk Rastatt erfolgen, wo auch der CLA EQ vom Band läuft. Kurz nach der Premiere Ende Juli soll der GLA mit EQ-Technologie auch schon auf den Markt kommen. Zu den Rivalen dürften der Mini Countryman Electric (4,43 m lang), der BMW iX1 (4,50 m lang), der Volvo EX40 (4,44 m) und der Audi Q4 e-tron (4,59 m) gehören.
Bildergalerie: Mercedes GLA EQ als Erlkönig (8/25)
Unter dem Strich
Der Mercedes GLA mit EQ-Technologie erhält eine ähnliche Karosserie wie der Vorgänger EQA, aber substanziell verbesserte Technik. Dazu gehören Batterien mit bis zu 85 kWh – statt 70 kWh beim EQA. Der sparsame Antrieb dürfte für Reichweiten um die 700 km sorgen, während es beim EQA maximal 561 km waren.
Von den Rivalen wird sich der Mercedes mit seiner hohen Reichweite und schnellem Laden absetzen – zumal Audi, BMW/Mini und Volvo im Segment bislang nur 400-Volt-Technik bieten. Insofern ist dem GLA EQ eine Sonderstellung gewiss. So würde es uns wundern, wenn der GLA EQ nicht ebenso erfolgreich würde wie der Vorgänger EQA, der lange Zeit der Elektro-Bestseller von Mercedes war.
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