Hyundai Ioniq 3: Die Normalversion im Video-Check
Nach der Vorstellung des Ioniq 3 N-Line zeigen Videos nun die Normalversion. Auch das Platzangebot im Fond und Kofferraum ist zu sehen.
Vor einer Woche wurde der Hyundai Ioniq 3 enthüllt. Das gezeigte rotschwarze Fahrzeug hatte die sportliche N-Line-Ausstattung. Nun gibt es Videos von der Normalversion. Abgesehen von den Unterschieden zur Sportversion gewähren die Filme auch neue Einsichten in das Design allgemein, zum Platz im Fond und zum Kofferraum.
Wir haben uns das englischsprachige YouTube-Video von Nevo Review (oben) sowie das koreanische Video von Shorts Car (unten) angesehen. Auch das koreanische ist verständlich, wenn man über das Zahnrad rechts oben den englischen Audiotrack auswählt.
Exterieur
Der Film zeigt ein weißes Testfahrzeug. Wie wir fühlt sich der Kollege an den Ioniq 6 erinnert. Die Front mit den schlitzartigen Tagfahrlichtern und den ebenso schmalen Scheinwerfern darunter sieht wirklich sehr ähnlich aus wie beim Ioniq-6-Facelift. Die vier Pixel in der Mitte gibt es beim Ioniq 6 aber nicht – die stammen vom Brennstoffzellen-SUV Nexo, der ebenfalls der neuen Designsprache Art of Steel folgt.
Das Heck erinnert an den Nexo: Die vier Pixel in der schwarzen Partie unter der Heckscheibe, die beiden schrägen Linien von dort zu den Radkästen bzw. zur Seite und die waagerechte schwarze Linie mit den Blinkern an den Enden sind sehr ähnlich – auch wenn uns das Heck des Ioniq 3 um Längen besser gefällt als das hässliche Nexo-Hinterteil.
Hyundai Nexo (2026)
Hyundai Ioniq 3 (2026) auf der Milan Design Week
Die schwarzen Partien an der Seite des Ioniq 3 sind (wie beim Kia EV3) matt, während die A-Säule, die Außenspiegel und die unteren Fensterleisten schwarzglänzend sind. In der folgenden Ausschnittsvergrößerung ist das deutlich zu sehen:
Die schwarzen Partien an den Türen (außer die Fensterleisten) sind matt, was nicht so recht zum glänzenden Finish von Dachsäulen und Außenspiegel passt.
Bei der koreanischen Normalversion handelt es sich nur um Folierungen, aber womöglich ist das noch nicht der Serienstand. Bei der Korea-Version sind auch die schwarzen Radlaufverkleidungen matt, während Nevo Review eine Variante mit glänzenden Leisten zeigt – möglicherweise ist das ausstattungsabhängig.
Die Außenspiegel sind in beiden Fällen nicht in Schwarz, sondern in Wagenfarbe gehalten. Sie zeigen auf der Außenseite wieder die vier Pixel, die an das Morsezeichen für das "H" in Hyundai erinnern sollen. Die Türgriffe sind als Muldengriffe ausgeführt, während sie beim Ioniq 5, 6 etc. sowie beim Kia EV2 bis EV6 noch bündig waren – möglicherweise eine Reaktion auf das bevorstehende Verbot elektrisch ausfahrender Griffe in China. Der Video-Kommentator hebt auch die Rillen auf der Fronthaube hervor, die man schon beim matt lackierten N-Line-Modell gut sehen konnte:
In den Videos ist auch die Schürze des Normalmodells gut zu sehen. Sie fällt deutlich schlichter aus als beim N-Line-Modell. Von den drei Elementen dort verbirgt die mittlere den Radarsensor, die beiden äußeren sind offenbar aktive Luftklappen, die sich bei erhöhtem Kühlluftbedarf öffnen. Bei der N-Line-Version gibt es nur den Radarsensor, die Lufteinlässe sind offenbar stets geöffnet.
Der Heckspoiler liegt bei der N-Line-Version nicht überall an der Karosserie an
Am Heck hat die Normalversion einen etwas kleineren Ducktail-Spoiler als die N-Line-Variante, bei der dieses Element zudem durchbrochen ist. Die Partie darunter besteht nicht aus schwarzem Plastik, sondern aus dunkel getöntem Glas. Wie das N-Line-Modell besitzt auch die Normalversion keinen Heckscheibenwischer.
Interieur
Das Interieur wird im Video von Derek oben besser erklärt. Wie beim Ioniq 3 N-Line gibt es hier ein kleines Instrumentendisplay (9,9 Zoll, aber mehr lang als hoch) und einen großen Touchscreen (je nach Version 12,9 oder 14,6 Zoll). Die Icons sowie die Restreichweiten-Anzeige auf dem Touchscreen sehen recht klein aus, aber es gibt ein paar physische Tasten darunter für die Einstellung der Klimaanlage und mehr.
Das Lenkrad zeigt in der Mitte die vier Pixel statt des N-Line-Emblems. In der Mittelkonsole gibt es eine Schale zum kabellosen Laden des Handys sowie zwei Becherhalter. Entfernt man den Boden des vorderen, entsteht dort ein Loch, in das wohl auch eine hohe Thermoskanne passen dürfte. Der linke Lenkstockhebel für die Scheibenwischer zeigt die gewählte Einstellung in Form von blauen Punkten. Rechts findet sich der Hebel für die Fahrmodi P, N, R und D. Die Rekuperation wird über Wippen eingestellt.
Im Fond hat die gezeigte Version eine Sitzheizung auf den äußeren Sitzen sowie zwei Isofix-Befestigungen. Derek als 1,88-Meter-Mann hat gerade noch Platz dort. Sowohl vor den Knien als auch über dem Kopf bleiben nur wenige Zentimeter.
Der Ioniq 3 verfügt als Fronttriebler über keinen Frunk. Der hintere Kofferraum wirkt im Video nicht sehr groß. Unter dem Ladeboden gibt es jedoch noch eine riesige "Megabox", in die ein wirklich großer Koffer passt. Dieser Platz wird dadurch frei, dass der Ioniq 3 statt einer Mehrlenkerachse eine Verbundlenkerachse besitzt, wie im Video erklärt wird. Ebenfalls bemerkenswert: Beim Umlegen der Rücksitze ergibt sich ein fast ebener Ladeboden. Der Ioniq 3 kommt im Herbst 2026 auf den Markt. Alles zu Antrieben und Akkus sowie zu den Maßen erfahren Sie in unserer Modellvorstellung.
Unter dem Strich
Zwei Videos von Kollegen aus Irland und aus Korea zeigen das Design des Ioniq 3 genauer. Damit wird deutlicher, wo die Gemeinsamkeiten zwischen dem Nexo und dem Ioniq 3 als den ersten "Art of Steel"-Fahrzeugen liegen. Auch ist der Platz im Fond und im Kofferraum im Video einfacher zu erkennen als auf den Bildern. Auch kleine Details wie die thermoskannenfähigen Becherhalter oder die aktiven Luftklappen vorn sind zu sehen. Wenn Sie des Englischen mächtig sind, sehen Sie sich die beiden Filme ruhig an, es lohnt sich. Ansonsten empfehlen wir das Video zur N-Line-Version von Bernd Conrad von Autonotizen:
Quelle: Nevo Review auf YouTube via Korean Car Blog, Shorts Car auf YouTube via Electrek
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