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Hyundai Ioniq 3: Übersicht mit allen Daten und Preisen
Der Hyundai Ioniq 3 startet mit 42-kWh-Akku und 344 km Reichweite. Die Long-Range-Version schafft bis zu 497 km

Bild von: Hyundai
Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
Aktualisiert: 2. Sep. um 12:42 Uhr
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Der Hyundai Ioniq 3 ist nun bestellbar. Die Preise beginnen bei 28.950 Euro, die Varianten mit großer Batterie beginnen bei 32.950 Euro. Fünf verschiedene Ausstattungsvarianten und acht Außenfarben sind verfügbar.
Der Ioniq 3 startet als 4,16 Meter langer Elektro-Kleinwagen. Technische Basis ist die Plattform E-GMP in der Version mit Frontantrieb und 400 Volt, die Akkus und Antriebe scheinen mit dem Kia EV2 übereinzustimmen. Beim Ioniq 3 ergeben sich bis zu 497 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm.
Die Optik des "Aero-Hatch", wie Hyundai das neue Modell bezeichnet, fällt erwartungsgemäß ähnlich aus wie bei der Studie, die auf der IAA debütierte. Damit ist der Neuling deutlich kürzer als das im Herbst vorgestellte Concept 3, das 4,29 Meter maß. Zu den wichtigsten Neuheiten zählt das "Pleos-Connect"-Bediensystem. Bisher nicht bekannt war, dass das kleine Instrumentendisplay nahe der Scheibe nicht serienmäßig ist.
Exterieur | Interieur | Antriebe/Akkus | Preise/Ausstattung | Konkurrenten

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Quelle: Hyundai
Exterieur
Mit knapp 1,51 Metern Höhe ist der Ioniq 3 nach unserer Definition noch kein SUV; man kann ihn mit Fug und Recht als Schräghecklimousine bezeichnen. Die Länge von etwas weniger als 4,16 Metern spricht für einen (allerdings recht großen) Kleinwagen.
Länge Breite Höhe Radstand Kofferraum Hyundai Ioniq 3 4.155 mm 1.800 mm 1.505 mm 2.680 mm 441–1.213 Liter
incl. 119 Liter Megabox VW ID.3 Neo 4.265 mm 1.809 mm 1.561 mm 2.769 mm 383–1.336 Liter Kia EV2 4.060 mm 1.800 mm 1.575 mm 2.565 mm bis 403–1.201 Liter
+ 15 Liter Frunk
Der Kofferraum sollte ursprünglich 322 Liter fassen, das große Unterbodenfach (die "Megabox") zusätzlich 119 Liter bieten. In der Preisliste werden 441 bis 1.213 Liter angegeben. Da 322 Liter plus 119 Liter genau 441 Liter ergeben, sind dabei offenbar die 119 Liter der Megabox schon enthalten. Ähnliche Unterbodenfächer bieten auch der Cupra Raval, der Skoda Epiq und der Ford Puma Gen-E.

Die "Megabox" unter dem Kofferraumboden
Bild von: Hyundai
Der Ioniq 3 ist laut Hyundai für die Stadt gedacht, aber nicht nur für sie. Zu den wichtigsten Entwicklungszielen zählten eine hohe aerodynamische Effizienz und ein möglichst gutes Innenraumangebot. Optisch erinnert die Front mit der schlitzartigen Lichtsignatur an den gelifteten Ioniq 6. Das markentypische Pixel-Thema findet sich in Form von vier Lichtpünktchen. Diese sollen an die vier kurzen Signale erinnern, die im Morsealphabet für das "H" von Hyundai stehen.

Die Seitenansicht der N-Line-Version
Bild von: Hyundai
Die Seitenansicht des Ioniq 3 ist von einer niedrigen Front gekennzeichnet, welche die Luft zur flach liegenden Frontscheibe leitet. Es folgt eine Dachlinie, die bis über die Rücksitze fast parallel zum Boden verläuft, wodurch der Innenraum maximiert wird. Zum Heck fällt sie zunächst sanft ab. Wo sie in die Senkrechte übergeht, ist ein schwarzer Spoiler integriert. Insgesamt ergibt sich ein cW-Wert von 0,263; die für die Aerodynamik ebenso wichtige Stirnfläche gibt Hyundai nicht an. Acht Außenfarben inklusive Rot- und Blautönen, vier verschiedene Innenausstattungen und Felgen von 16 bis 19 Zoll stehen zur Wahl.
Interieur
Erstmals baut Hyundai das neue Pleos-Connect-Bediensystem ein. Es basiert auf Android Automotive. Zur Displayausstattung gehört serienmäßig ein 12,9-Zoll-Touchscreen. Bisher nicht bekannt war: Die kleine Instrumentenanzeige (9,9 Zoll, aber eher zeilenartig) nahe an der Scheibe kommt erst ab der Trend-Version hinzu. Ab N Line wird ein 14,6-Zoll-Touchscreen eingebaut.

Das Cockpit des Ioniq 3, hier mit dem optionalen Instrumentendisplay und dem optionalen, großen Touchscreen
Bild von: Hyundai
Mit der neuen Displayausstattung geht Hyundai weg von den bekannten, gleich großen Zwillingsbildschirmen, die in fast allen bisherigen Elektromodellen der Marke (und der Schwestermarke Kia) verbaut wurden.
Ansonsten verfolgte das Design-Team ein "Furnished Space"-Konzept: Das Interieur sollte wirken wie ein Wohnraum mit Möbeln. Je nach Ausstattung bietet der Ioniq 3 "Relaxation Seats" mit Sitzheizung und -belüftung, ein Audiosystem von Bose, eine Zweizonen-Klimaautomatik und eine Ambientebeleuchtung.
Antriebe und Batterien
Die Akkus scheinen die gleichen zu sein, die auch im Kia EV2 zum Einsatz kommen. Der EV2 hat einen deutlich kürzeren Radstand, dafür ist das Modell höher. Vermutlich nutzt die Batterie im Ioniq 3 also die Länge nicht voll aus. Die kleinere Batterie weist eine LFP-Chemie auf, die größere arbeitet mit NMC-Kathoden. Die Motorleistungen entsprechen denen beim EV2; auch hier ist die Version mit kleiner Batterie etwas stärker. Die Verbrauchsdaten haben sich gegenüber der Vorstellung nochmal leicht verändert, auch leistet die Long-Range-Version nicht 100, sondern nur 99 kW. Die Sprintdaten beider Varianten sind ebenfalls etwas besser.
Hyundai Ioniq 3
Standard Range Hyundai Ioniq 3
Long Range Antrieb FWD 108 kW, 250 Nm FWD 99 kW, 250 Nm 0–100 km/h 8,7 Sek. / 170 km/h 9,5–9,6 Sek. / 170–171 km/h WLTP-Verbrauch 14,1–14,4 kWh 13,7–15,8 kWh Akku netto / brutto ca. 41 / 42,2 kWh LFP ca. 58 / 61,0 kWh NMC WLTP-Reichweite 340–344 km 434–497 km
Mit Wechselstrom erreicht man serienmäßig 11 kW; ab der Variante Trend gibt es einen 22-kW- Bordlader, der zum Technik-Paket für 1.650 Euro gehört. Aufgeladen wird serienmäßig mit 11 kW je nach Batterie mit bis zu 119 bzw. 110 kW. Die Ladezeiten sind ebenfalls recht ähnlich, die Ladegeschwindigkeiten unterscheiden sich deutlicher:
Hyundai Ioniq 3
Standard Range Hyundai Ioniq 3
Long Range Max. Ladeleistung AC / DC 11 (optional 22) kW / 119 kW 11 (optional 22) kW / 110 kW DC-Ladedauer 10-80 % 29 min 30 min Ladegeschwindigkeit 10-80 % ca. 1,0 kWh/min ca. 1,4 kWh/min Durchschn. DC-Ladeleistung
10-80 % ca. 59 kW ca. 81 kW Reichweite-Nachladen 8,3 km/min 11,6 km/min
Die DC-Ladegeschwindigkeit haben wir aus den Herstellerdaten errechnet. Bei der großen Batterie ergeben sich etwa 58 kWh × 0,7 / 30 min = 1,4 kWh/min. Die durchschnittliche Ladeleistung erhält man daraus, indem man mit 60 min/h multipliziert. Aus der maximalen WLTP-Reichweite errechnet sich außerdem ein Wert fürs Nachladen von Reichweite; bei der Long-Range-Version ergeben sich: 497 km × 0,7 / 30 min = 11,6 km/min.
Beim Laden ist der Ioniq 3 nicht wirklich schnell, aber für ein kleineres Fahrzeug reicht es vielleicht. Der VW ID.3 Neo mit 125 kW und 58-kWh-Batterie ist mit 1,6 kWh/min bzw. 13,2 km/min etwas besser. Der Ioniq 3 unterstützt außerdem Plug & Charge sowie Vehicle-to-Load (V2L). Auch ein Elektroauto-Routenplaner ist integriert.
Preise und Ausstattung
Der Ioniq 3 mit kleiner Batterie wird nur in den Ausstattungen Select und Trend angeboten. Die Variante mit großem Akku gibt es außerdem als N Line, Prime und N Line Evo. Hier sind die Preise im Einzelnen:
Hyundai Ioniq 3
Standard Range Hyundai Ioniq 3
Long Range Select 28.950 Euro 32.950 Euro Trend 31.950 Euro 35.950 Euro N Line — 39.650 Euro Prime — 40.950 Euro N Line Evo — 42.450 Euro
Die Basisversion Select bietet 16-Zoll-Alufelgen, LED-Licht, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, Parksensoren vorn und hinten, Rückfahrkamera, Zweizonen-Klimaautomatik, Smart-Key-System, einen Abstandsregeltempomaten (ACC) und einen Totwinkelassistenten. Eine Sitzheizung ist für diese Version nicht erhältlich.
Ab Trend gibt es größere Felgen (17 Zoll), das Instrumentendisplay, Sitz- und Lenkradheizung, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Regensensor, Batterieheizsystem, getönte Scheiben und kabelloses Laden fürs Smartphone. Die bei Select und Trend fehlende Wärmepumpe sowie das Typ-2-Ladekabel gibt es für 1.000 Euro Aufpreis. Die fehlende Navigationsfunktion samt größerem Touchscreen kann bei Trend für 850 Euro bestellt werden.
Bei N Line sind die Räder nochmals größer (18 Zoll), es gibt ein anderes Exterieur- und Interieurdesign und innen den 14,6-Zoll-Touchscreen samt Navigationssystem. Auch die Wärmepumpe ist erst hier verbaut. Zudem gibt es hier ein Rundumsichtsystem, die von den größeren Modellen bekannten eingeblendeten Bilder der Rückkameras und ein Einparkassistent samt fernbedientem Einparken.
Die Prime-Version baut nicht auf N Line, sondern auf Trend auf. Die Ausstattung ist ähnlich wie bei N Line, aber statt der N-Line-Designs gibt es hier Matrix-LED-Scheinwerfer, ein Bose-Soundsystem und den Digital Key 2. N Line Evo schließlich setzt noch 19-Zoll-Räder, einen künstlichen Motorsound für den Innenraum ("Active Sound Design") drauf.
Für 1.100 Euro gibt es elektrisch einstellbare Vordersitze für die Topversionen Prime und N Line Evo. Der Fahrersitz verfügt dann sogar über eine Memory-Funktion, beide vorderen Sitze haben eine Belüftung und eine Relax-Funktion, während es hinten außen eine Sitzheizung gibt.
Der erwähnte Digital Key 2 ermöglicht den schlüssellosen Zugang per Smartphone oder Wearable mit NFC-Technologie. Funktionen wie der Highway Driving Assist 2 unterstützen das Fahren auf der Autobahn, während der Remote Smart Parking Assist das ferngesteuerte Einparken ermöglicht. Ein Totwinkelwarner und ein Rundumsichtsystem verbessern die Sicht im Stadtgetümmel. Die Ausstattung wird durch LED-Scheinwerfer mit "Intelligent Front Lighting"-System ergänzt, welches das Licht an die jeweilige Fahrsituation anpasst.
Konkurrenten
Zu den Konkurrenten des Hyundai Ioniq 3 gehören kleine Elektroautos wie der Cupra Raval, der Renault 4, der Opel Mokka Electric und der Ford Puma Gen-E sowie Kompaktwagen wie der Renault Megane, der VW ID.3 Neo oder der MG4 EV. Hier eine kleine Vergleichstabelle:
Länge Antrieb Reichweite Basispreis Hyundai Ioniq 3 42 kWh 4,16 m FWD 108 kW 344 km 28.950 Euro Kia EV2 42 kWh 4,06 m FWD 108 kW bis 317 km
26.600 Euro
Ford Puma Gen-E 4,26 m FWD 124 kW bis 417 km
36.900 Euro
- 5.000 Euro Rabatt
VW ID.3 Neo 125 kW 4,27 m RWD 125 kW bis 417 km 33.995 Euro
- 4.000 Euro Rabatt Renault 4 Urban Range 4,14 m FWD 90 kW 308 km 29.500 Euro Hyundai Ioniq 3 61 kWh 4,16 m FWD 99 kW bis 497 km 32.950 Euro Kia EV2 61 kWh 4,06 m FWD 100 kW bis 453 km 33.490 Euro VW ID.3 Neo 140 kW 4,27 m RWD 140 kW bis 492 km 39.195 Euro
- 4.000 Euro Rabatt
Der Ioniq 3 wurde in Europa entwickelt und wird nicht in Korea, sondern im Werk von Hyundai Motor Türkiye in İzmit (etwa 100 Kilometer südöstlich von Istanbul) produziert. Wann das Modell ausgeliefert wird, hat Hyundai noch nicht genau bekannt gegeben.
Mehr kleine Elektroautos:
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Unter dem Strich
Ist der Hyundai Ioniq 3 nun ein Klein- oder ein Kompaktwagen? Hyundai spricht einfach von einem Fließheckmodell und hat uns zur Einordnung an das ausgelaufene Verbrennermodell Veloster erinnert. Da unsere Kleinwagen-Übersicht bis 4,20 Meter reicht, entscheiden wir uns für die Einordnung als Kleinwagen.
Der neue Ioniq 3 bietet jedenfalls eine erfrischend neue Form. Dazu kommt das brandneue Pleos-Connect-System. Damit ist offenbar nicht die Displayausstattung, sondern die Software gemeint, und die werden wir künftig wohl häufiger bei Hyundai (und vielleicht auch bei Kia) sehen. Akkus und Antriebe waren bereits vom Kia EV2 bekannt, nun gibt es auch die Preise. Wie erwartet liegen sie etwas höher als beim Kia EV2.
Letzte Änderung am 21. September 2026: Einige Ausstattungsdetails ergänzt
Quelle: Preisliste (PDF), Hyundai (Bestellstart), Hyundai (Vorstellung)
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