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Elektro-Prämie: 33.000 Anträge in der ersten Woche

47 Prozent der Antragsteller mit Haushaltseinkommen unter 45.000 Euro

Skoda Epiq (2026): Exterieurdetail
Bild von: Skoda

Die neu eingeführte staatliche Kaufprämie für Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb hat unmittelbar nach ihrem Start eine signifikante Nachfrage ausgelöst. Wie das Bundesumweltministerium auf Anfrage der Fachzeitschrift auto motor und sport mitteilte, gingen in der ersten Woche nach dem offiziellen Start – im Zeitraum vom 19. bis zum 26. Mai – knapp 33.000 Anträge auf die finanzielle Unterstützung ein.

Die amtlichen Zahlen verdeutlichen dabei eine klare Tendenz bei den Technologiepräferenzen der Antragsteller: Mit einem Anteil von fast 91 Prozent entfällt der weitaus größte Teil der Anträge auf reine Elektroautos (Battery Electric Vehicles, kurz BEV). Die verbleibenden rund neun Prozent der Anträge verteilen sich auf Plug-in-Hybride (PHEV) sowie auf Fahrzeuge, die mit einem sogenannten Range Extender zur Reichweitenverlängerung ausgestattet sind.

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Bild von: MG Motor

Ein detaillierter Blick auf die sozioökonomische Struktur der Antragsteller zeigt, dass das Förderprogramm vor allem von Verbrauchern mit niedrigeren bis mittleren Einkommen in Anspruch genommen wird. Bei rund 47 Prozent der Personen, die einen Antrag eingereicht haben, liegt das zu versteuernde jährliche Haushaltseinkommen bei maximal 45.000 Euro.

Diese spezifische Einkommensgrenze ist für die Vergabe der Höchstförderung relevant: Liegt das Einkommen unter diesem Wert und leben zudem zwei minderjährige Kinder im Haushalt, wird die maximale Fördersumme von 6.000 Euro gewährt. Weitere knapp 23 Prozent der Antragsteller bewegen sich in einem Einkommenskorridor zwischen 45.000 und 60.000 Euro. Damit verfügen insgesamt fast 70 Prozent aller Interessenten, die in der ersten Woche einen Antrag gestellt haben, über ein jährliches Haushaltseinkommen von weniger als 60.000 Euro.

Für Privatpersonen ist die Staffelung des Zuschusses, der sowohl für den Kauf als auch für das Leasing von neuen BEV und PHEV gilt, variabel gestaltet: Je nach individuellem Verdienst, der Familiengröße und dem gewählten Fahrzeugmodell bewegt sich die finanzielle Unterstützung zwischen 1.500 und 6.000 Euro.

Hilfe durch die Händler

Um den bürokratischen Prozess für die Endverbraucher zu vereinfachen, hat der Autohändler-Verband VAD angekündigt, die Kunden bei der Einreichung aktiv zu unterstützen. Burkhard Weller, Präsident des VAD, erklärte gegenüber auto motor und sport, dass die Händler den Antrag auf Wunsch für die Käufer ausfüllen werden.

Gleichzeitig knüpfte Weller an den Erfolg der ersten Woche eine politische Forderung: Er plädiert dafür, das Subventionsprogramm auf junge Gebrauchtwagen auszuweiten. Als Begründung führt der Verbandspräsident an, dass Privatpersonen mit kleinen und mittleren Einkommen ihre Fahrzeuge ganz überwiegend auf dem Gebrauchtwagenmarkt erwerben und durch eine reine Neuwagenförderung teils vom Markt ausgeschlossen blieben.