Range Rover GT: Neuer Elektro-Gran-Turismo als Prototyp
Der erste Gran Turismo der Marke basiert auf der EMA-Plattform und könnte die Technik des geplanten Elektro-Velar erhalten
Die inzwischen eigenständige Marke Range Rover präsentiert ihr fünftes Modell: den Range Rover GT. Erstmals handelt es sich nicht um ein SUV, sondern um einen Gran Turismo, allerdings mit erhöhter Bodenfreiheit – sodass man das Auto vielleicht auch als Crossover einstufen kann.
Der Range Rover GT soll ein klassischer Gran Turismo sein, also kein Sportwagen, sondern ein Reisewagen für lange Strecken mit maximalem Komfort. Zudem soll das Auto auch Offroadfähigkeiten mitbringen.
"Die Kombination aus müheloser Elektro-Performance, erstklassigem Fahrkomfort auf langen Strecken und Geländegängigkeit ist typisch Range Rover; während der beruhigende Innenraum einen Vorgeschmack auf unsere Vision eines modernen Grand Tourers gibt." (Range-Rover-Geschäftsführer Martin Limpert)
Die Front zeigt schmale, schlitzartige Scheinwerfer, vertikale Lufteinlässe links und rechts sowie aktive Klappen unten. In der Seitenansicht sieht man ein coupéartiges Heck, das keinen übermäßig großen Kofferraum erwarten lässt. Die Türgriffe sind versenkt und dürften elektrisch ausfahren. Vom Heck gibt es noch kein Bild, aber die Rücklichter fallen offenbar ebenso filigran aus wie die Frontleuchten.
Bildergalerie: Range Rover GT (2027)
Der Range Rover GT basiert auf der Electric Modular Architecture (EMA), auf der die kleineren Jaguar-Land-Rover-Modelle aufsetzen sollen – wie der elektrische Velar. Die größeren Modelle wie der Range Rover Electric und der Range Rover Sport Electric dagegen basieren auf der Modular Longitudinal Architecture (MLA). Allerdings ist bisher noch keines dieser Elektromodelle auf dem Markt.
Beim Marktstart soll der Range Rover GT ein reines Elektromodell sein, ein Vollhybrid (HEV) könnte später folgen. Letzteres wäre eine Premiere, denn bisher bietet die Marke noch keinen an. Zur Technik verrät die britische Nobelmarke noch nichts. Möglicherweise wird sie ähnlich ausfallen wie beim Velar Electric. Das würde bedeuten, dass es den GT mit 331 bzw. 404 kW starken Allradantrieben gibt. Beide dürften mit einer 119-kWh-Batterie mit 800 Volt gekoppelt werden. Die Produktion erfolgt im britischen Halewood, wo auch die Verbrenner- und Hybridvarianten gefertigt werden sollen.
Das minimalistische Cockpit erinnert an chinesische Modelle, etwa von Xpeng
Innen setzt Range Rover offenbar auf eine "cleane" Optik mit möglichst wenig physischen Elementen. Neben einem großen Touchscreen im Querformat gibt es ein hoch oben positioniertes Instrumentendisplay, das nur die wichtigsten Daten anzeigt. Die Lüftungsdüsen werden in einem horizontalen Element verborgen, das sich über das gesamte Armaturenbrett erstreckt. Ungewöhnlich sind die Materialien: Die Instrumententafel besitzt einen textilen Bezug, keinen aus Kunstleder oder Leder.
Die Prototypen absolvieren derzeit ihre letzten Tests in einer Tarnlackierung. Die offizielle Premiere soll noch 2026 stattfinden; dann sollen auch weitere technische Details bekannt gegeben werden.
Unter dem Strich
Jaguar Land Rover hat derzeit kein einziges Elektromodell auf dem Markt, kündigt aber immer neue Fahrzeuge an. Da sind der im Oktober startende Jaguar Type 01, der elektrische Velar, der elektrische Range Rover Sport und der längst überfällige Range Rover Electric. Dazu kommt nun auch noch ein elektrischer Gran Turismo. Nach negativen Erfahrungen mit den Ankündigungen des Konzerns glauben wir erst an all diese Modelle, wenn sie konfigurierbar sind.
Quelle: Range Rover
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