Offiziell: Range Rover Sport Electric soll noch 2026 starten
Elektrischer Range Rover Sport übernimmt offenbar Antriebe mit 331 und 404 kW sowie den 119-kWh-Akku des Range Rover Electric
Der Range Rover Sport Electric soll noch 2026 starten. Das gab die nun eigenständige Marke offiziell bekannt. Die Elektroversion soll die Antriebspalette des aktuellen Modells vervollständigen, heißt es. Optisch wird sie sich kaum vom Verbrennermodell unterscheiden (unser Titelbild).
Bei der Technik bleibt die britische Marke in ihrer Pressemeldung sehr allgemein. Sie soll "mehr Leistung und Drehmoment freisetzen". Dazu kämen eine neue Fahrwerksabstimmung und ein speziell entwickeltes Soundsystem, schreibt Range Rover.
"Nach dem mit Spannung erwarteten Range Rover Electric, der im Laufe des britischen Sommers bei einer Reihe sorgfältig ausgewählter Veranstaltungen vorgestellt wurde, ist der Range Rover Sport Electric bereit, das Segment der elektrischen Luxus-SUVs bei seiner Markteinführung bis Ende des Jahres neu zu definieren." (Range Rover)
Dass eine Elektroversion des Range Rover Sport im Busch ist, ist spätestens seit Oktober 2024 bekannt, als ein Erlkönig fotografiert wurde. Nun wurde der Neuling bei einer Vorabpräsentation beim Goodwood Festival of Speed vorgestellt.
Autocar erfuhr dabei Näheres und konnte schon einen Prototypen fahren. Demnach erhält der Range Rover Sport Electric die gleiche Technik wie der große Bruder Range Rover Electric (der allerdings noch immer nicht auf dem Markt ist). Beide Modelle basieren auf der gleichen Plattform namens MLA (Modular Longitudinal Architecture) und haben den gleichen Radstand. MLA ist als Multi-Energy-Plattform ausgelegt.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | |
| Range Rover Sport (aktuelles Modell) |
4.946 mm | 2.047 mm | 1.822 mm | 2.997 mm |
| Range Rover SWB (kurzer Radstand, aktuelles Modell) | 5.052 mm | 2.047 mm | 1.868 mm | 2.997 mm |
Geplant sind zwei Allradversionen mit Systemleistungen von 331 bzw. 404 kW. Beide Modelle sind damit schwächer als der BMW iX5 mit seinen 425 kW, aber stärker als die Basisversion des Porsche Cayenne Electric mit 325 kW – wobei die beiden übrigen Cayenne-Varianten 490 bzw. 850 kW leisten. Die Permanentmagnet-Synchronmotoren (PSM) wurden von Range Rover selbst entwickelt und werden auch von der Marke selbst gefertigt.
Dazu kommt ein Akku mit 119 kWh netto. Damit ist die Batterie größer als beim Porsche Cayenne Electric (108 kWh netto), aber kleiner als beim BMW iX5 (141 kWh netto). Bei der Reichweite soll der Wagen mit dem Cayenne mithalten können, was Werte von etwas mehr als 600 km nach WLTP erwarten lässt. Der Energiespeicher besteht aus zylindrischen Zellen des chinesisch-japanischen Herstellers AESC, die in zwei Lagen übereinander geschichtet sind. Wie die Konkurrenten arbeitet auch der Range Rover Sport Electric mit 800 Volt. Zur Ladegeschwindigkeit macht die britische Zeitschrift noch keine Angaben.
Unter dem Strich
Schon 2025 kündigte der britische Hersteller an, dass der Range Rover Electric demnächst starten werde, nun wird eine Elektroversion des kleineren Range Rover Sport angekündigt. Da die Technik beider Varianten offenbar bis auf die Fahrwerksabstimmung identisch ist, könnten beide gleichzeitig eingeführt werden – sobald die Ingenieurinnen und Ingenieure sowie das Management zufrieden sind. Dabei spielt sicher auch der Vergleich mit den neuen Rivalen von BMW und Porsche eine Rolle. Der dritte Hauptkonkurrent neben dem iX5 und dem Cayenne dürfte die elektrische Mercedes G-Klasse sein.
Quelle: Range Rover (per E-Mail), Autocar
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