Neuer Dacia Spring 2027: Twingo-Zwilling als Rendering
Rendering zeigt den kommenden Dacia Spring auf Twingo-Basis mit größerem Akku, stärkerem Motor und mehr Reichweite
Dass Dacia ein Äquivalent zum neuen elektrischen Renault Twingo auf den Markt bringt, war bereits seit längerem sicher, nur der Name war noch nicht klar. Statt für eine Neuschöpfung wie Evader entschied man sich für die altbekannte Bezeichnung Spring. Wir haben ein Rendering des Neulings.
Das Rendering wurde offenbar vom elektrischen Renault Twingo abgeleitet – die dunkelgrüne Lackierung des Fahrzeugs ist verräterisch. Die Front sieht jedoch deutlich anders aus: Für ein kleines, rund 3,80 Meter langes Auto wirkt sie ziemlich bullig, wozu auch die eckigen Scheinwerfer beitragen. Dazu kommen robuste Schutzleisten an den Radläufen, die den Wagen optisch in Richtung SUV rücken – und gleichzeitig für eine Differenzierung zum Twingo sorgen.
Auch das Heck wird nach dem Rendering recht eckig ausfallen. Das passt zu dem Teaserbild, das Dacia Mitte Juni veröffentlicht hat. Es zeigt ebenso eckige Leuchten wie vorne und eine steil stehende Heckscheibe. Die dürfte auch für einen recht großen Kofferraum sorgen.
Das Bild zeigt auch, dass der Neuling nicht New Spring, sondern wie gehabt Spring Electric heißen wird. Damals sprach Dacia von der "zweiten Fahrzeuggeneration" des Spring. Das legt nahe, dass der Neuling das aktuelle Modell früher oder später ersetzen wird. Zunächst sollen wohl beide Versionen parallel angeboten werden.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Aktueller Dacia Spring | 3.701 mm | 1.583 mm | 1.489 mm | 2.423 mm | 288–1.004 Liter |
| Renault Twingo | 3.789 mm | 1.720 mm | 1.491 mm | 2.493 mm | 305–966 Liter |
Der Vergleich der Maße zeigt, dass der neue Spring wohl etwas länger und breiter wird, während das Kofferraumvolumen etwa gleich bleiben dürfte. Auch Akku und Antrieb dürften vom Twingo übernommen werden. Das hieße, der Spring erhält einen 60-kW-Motor aus China und eine LFP-Batterie mit 27,5 kWh für rund 260 km WLTP-Reichweite. Zum Vergleich: Der aktuelle Spring ist mit maximal 226 km angegeben:
| Antrieb | Drehmoment | Akku | Reichweite | Basispreis | |
| Aktueller Dacia Spring | FWD 52 kW | 137 Nm | 24,3 kWh LFP | 226 km | 18.700 Euro |
| Renault Twingo | FWD 60 kW | 175 Nm | 27,5 kWh LFP | 263 km | 19.990 Euro |
Auch bei Leistung und Drehmoment wird sich der neue Spring gegenüber dem alten verbessern. Der Neuling könnte sogar günstiger sein, denn es wurde ein Basispreis von unter 18.000 Euro versprochen. Der aktuelle Spring kostet mindestens 18.700 Euro, da die Basisversion Spring Essential für 16.900 Euro zwar nach wie vor in der Preisliste steht, aber seit Langem nicht mehr konfigurierbar ist. In jedem Fall wird der neue Spring billiger sein als der Renault Twingo, dessen Basispreis bei rund 20.000 Euro liegt.
Wenn der neue Spring tatsächlich in allen Belangen besser und zudem günstiger ist, würde wohl kaum jemand die alte Variante kaufen. Die will Dacia aber wohl im Spiel halten. Denn sie erhielt erst Ende 2025 eine völlig neue Architektur und eine neue Batterie. Das heißt: Entweder muss der alte Spring wieder günstiger werden – zum Beispiel indem die Basisversion wieder angeboten wird – oder der neue Spring wird doch teurer als versprochen.
Mehr zum neuen Dacia Spring erfahren wir wohl spätestens im Oktober. Denn dann soll der Wagen nach Gerüchten auf dem Pariser Autosalon vorgestellt werden. Gebaut wird der neue Dacia wohl gemeinsam mit dem Twingo in Slowenien. Damit spart sich der Hersteller auch die EU-Einfuhrzölle, die beim aktuellen Spring anfallen, weil er in China gefertigt wird.
Unter dem Strich
In den nächsten Monaten stellt Dacia eine neue Version des Spring vor. Sie wird etwas größer als der aktuelle Spring sein, einen etwas stärkeren Antrieb und etwas mehr Reichweite haben. Die Technik kommt vom neuen Renault Twingo Electric, aber die Optik wird bulliger ausfallen – mit mehr SUV-Anmutung. Nach Angaben aus dem Dacia-Management sollen beide Varianten eine Zeitlang parallel angeboten werden. Das ergibt aber eigentlich nur Sinn, wenn entweder die alte Version günstiger wird oder der Neuling doch mehr kostet als die versprochenen 18.000 Euro.
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