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Dacia Spring (2026): 3.000 Euro Elektrobonus bis Juni verlängert

Beim Kauf sind es nur 2.500 Euro, und die Basisversion ist vergriffen. Damit beginnen die Kaufpreise nun bei 16.200 Euro.

Dacia Spring (2026)
Bild von: Dacia

Dacia hat seine Elektrobonus bis Ende Juni 2026 verlängert. Das heißt, auf das bislang einzige Elektroauto der Marke, den Spring Electric, gibt es nach wie vor 3.000 Euro Nachlass.

Eigentlich sollte es den Dacia Spring mit 5.000 Euro Elektrobonus geben. Das hatte Dacia in einer Pressemeldung Anfang Januar geschrieben. Dacia hatte sich jedoch eine Änderung vorbehalten, falls eine staatliche Förderung beschlossen werde. Die Staatsförderung wurde dann am 19. Januar beschlossen. In der Folge wurde der Rabatt auf 3.000 Euro gesenkt. Laut Dacia-Website zum Elektrobonus werden die 3.000 Euro zudem ausschließlich bei Leasing oder Finanzierung gewährt, beim Kauf sind es nur 2.500 Euro: 

Elektrobonus i.H.v. 3.000 € (Brutto) von Dacia für Privatkunden und Kleingewerbe bei Leasing oder Finanzierung eines Dacia Spring Neuwagen über Mobilize Financial Services. Gültig im Zeitraum bis zum 30.06.2026 (solange der Vorrat reicht) und Zulassung bis 31.12.2026. Der Dacia Elektrobonus wird in das Leasing- oder Finanzierungsangebot einkalkuliert. 2.500 € Dacia Elektrobonus bei Barkauf. Der Elektrobonus von Dacia ist unabhängig von der Gewährung der staatlichen Elektroprämie (Ausstattung Essential aktuell nicht mehr verfügbar).

Nach wie vor ist die Basisversion Essential nicht konfigurierbar. Da die nächsthöhere Version Expression schon 18.700 Euro kostet, beginnen die Kaufpreise nach Abzug von 2.500 Euro bei 16.200 Euro.

Die neue Version des Spring mit LFP-Batterie wurde international bereits im Oktober 2025 vorgestellt; laut Pressemeldung war die neuen Varianten  Spring 70 und Spring 100 aber erst erst Ende Dezember in Deutschland bestellbar. Seitdem erscheinen diese im Konfigurator. Dort erscheint auch ein farblich markierter Hinweis auf den Elektrobonus.

Die neue Variante des Dacia Spring erhält einen neuen Akku, der erstmals mit LFP-Chemie arbeitet. Die Speicherkapazität ist mit 23,4 kWh sogar geringer als bisher, doch die Reichweite bleibt die gleiche. Möglich macht das der noch einmal gesunkene Verbrauch. Und das trotz stärkerer Motoren, die nun 52 bzw. 75 kW bieten. 

Wie bisher basiert das kleine SUV auf der Kleinstwagen-Plattform CMF-A, die eigentlich für Verbrenner konstruiert wurde. Diese wurde jedoch deutlich überarbeitet. Während die Batterie bisher in Form von sechs Modulen unter den Rücksitzen steckte, liegt sie nun in Tafelform im Unterboden. Das verbessert die Gewichtsverteilung. Die Änderung wurde durch eine versteifte Plattform möglich.

Dacia Spring (2024): Antrieb, Batterie und Fahrwerk

Bisher befand sich die Batterie in einem Block vor der Hinterachse, sie steckte unter den Rücksitzen.

Bilder von: Dacia
Die neue Batterie liegt als Platte im Boden

Die neue Batterie liegt als einheitlich geformte Platte im Unterboden

Fotos Von: Dacia

Antriebe, Akku und Reichweite

Dass die Batterie die von den meisten Elektroautos gewohnte Form bekommt, bedeutet nicht, dass sie größer wird, im Gegenteil: Die bisherige Batterie mit 26,8 kWh brutto und ca. 25 kWh netto wird durch einen kleineren Akku mit nur noch 24,3 kWh ersetzt. Erstmals im Renault-Konzern handelt es sich um eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP). Die angegebene Speicherkapazität dürfte der Bruttowert sein, aber bei LFP ist der Puffer zwischen brutto und netto ohnehin klein. Jedenfalls sollen sich mit der neuen Batterie WLTP-Reichweiten von bis zu 226 km ergeben – praktisch die gleiche Reichweite wie bei den bisherigen Spring-Varianten

Dacia Spring Electric (2026): Die neue Batterie liegt als Platte im Boden

Die regelmäßig geformte Batterie im Unterboden soll auch die Gewichtsverteilung verbessern (Chart von der Vorstellung) 

Bild von: Dacia

Die Antriebe wurden allerdings stärker: Zwei neue Motoren mit 52 und 75 kW ersetzen die Aggregate mit 33 und 48 kW. Damit sprintet der Wagen auch schneller. Der Tempo-100-Sprint dauert nun 12,3 bzw. 9,6 Sekunden: eine deutliche Verbesserung gegenüber den unterirdischen 19,1 bzw. 13,7 Sekunden, die bisher angegeben wurden. 

Außerdem ist der Stromverbrauch mit 12,7 bzw. 12,4 kWh/100 km deutlich niedriger als bisher. Beim Auslaufmodell wurden 14,1 bzw. 13,2 kWh angegeben. Nach wie vor ist die stärkere auch die sparsamere Version. Der niedrige Verbrauch erklärt auch, warum die kleinere Batterie für die gleiche Reichweite sorgt:

  Dacia Spring 70 Dacia Spring 100
Antrieb FWD 52 kW FWD 75 kW
0-100 km/h / Vmax 12,3 Sek. / 125 km/h 9,6 Sek. / 125 km/h
WLTP-Verbrauch 12,7 kWh 12,4 kWh
Akku 24,3 kWh (LFP)  24,3 kWh (LFP)
WLTP-Reichweite 221 km 226 km
Ladeleistung AC/DC 7 kW / – 7 kW / optional 40 kW
EU-Leergewicht 1.070 kg 1.070 kg

Wie bisher ist ein 7-kW-Bordlader Serie; dabei handelt es sich wie gehabt um einen einphasigen Lader, mit dem man in Deutschland in der Regel nur mit 4,6 kW (20 Ampere mal 230 Volt) laden kann. Im Konfigurator werden unter "Ladekapazität" sogar nur 3,7 kW genannt. Für die Ausstattungen Expression und Extreme ist ein DC-Lader mit 40 kW erhältlich; bisher lag die Maximalleistung bei 30 kW.

So soll sich die Batterie in 29 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden lassen, während bisher 56 Minuten angegeben wurden, allerdings für einen Ladehub von 0 auf 80 Prozent. Die Ladezeit von 29 Minuten klingt nicht schlecht, aber man muss den ungewöhnlichen Ladehub und die geringe Speicherkapazität bedenken. Die Ladegeschwindigkeit berechnet sich zu 23 kWh * 0,7/29 min = 0,5 kWh/min und ist damit wirklich niedrig. Allerdings ist der Konkurrent Leapmotor T03 hier um keinen Deut besser

Bildergalerie: Dacia Spring (2026)

An der Optik ändert sich offenbar wenig bis nichts. Auch das Gewicht beträgt nach wie vor nur rund eine Tonne. Damit ist der Spring das leichteste viersitzige Elektroauto auf dem Markt – der ebenfalls viersitzige, aber kleinere T03 wiegt fast 1,2 Tonnen. Der Kofferraum fasst unverändert 308-1.004 Liter, deutlich mehr als die 210-508 Liter des Rivalen. Auch die V2L-Fähigkeit bleibt dem Spring erhalten; sie dürfte allerdings wie bisher der Topversion Extreme vorbehalten bleiben.

Eine neue Bremsunterstützung sorgt für kürzere Bremswege. Die 15-Zoll-Räder sind künftig ab Expression Serie. Außerdem wird erstmals ein Querstabilisator verbaut. Neue Stoßdämpfer und Federn erhöhen die Fahrstabilität weiter. Auch die Aerodynamik wurde optimiert: Verkleidungen an Front, Seite und Heck reduzieren Verwirbelungen, ein neuer Dachspoiler verbessert die Strömung am Heck. Der Luftwiderstand, gegeben als Produkt aus Stirnfläche und cW-Wert, sinkt damit auf 0,660 mit 14-Zoll-Rädern (vorher 0,745) und 0,665 mit 15-Zoll-Rädern (vorher 0,743).

Dacia Spring (2024): Das Interieur

Ein Cockpit-Bild von der neuen Version gibt es noch nicht; bisher sah der Spring mit dem optionalen Touchscreen so aus.

Bild von: Dacia

Preise und Ausstattungen

Die Preise starten wie bisher bei 16.900 Euro und alle Varianten bleiben unter 20.000 Euro. Wie bisher gibt es die Ausstattungsversionen Essential, Expression und Extreme. Dabei werden die ersten beiden stets mit dem schwächeren Motor ausgeliefert, der Spring Extreme dagegen immer mit dem starken Motor. Die Basisversion Essential soll auch in nächster Zeit nicht zurückkommen, sagte Dacia uns im März.

  Dacia Spring 70 Dacia Spring 100
Essential [16.900 Euro,
derzeit nicht verfügbar]
Expression 18.700 Euro
Extreme 19.700 Euro

Auch das YouClip-System bleibt an Bord. Damit können zum Beispiel Smartphone-Halter oder Becherhalter im Innenraum befestigt werden. Ein neues Element ist offenbar diese Anzeige für den Ladestand:

Dacia Spring (2026)
Bild von: Dacia

Zur Serienausstattung ab Essential gehören wie gehabt ein 7-Zoll-Instrumentendisplay und das Media Control System, aber kein Touchscreen. Stattdessen dient das eigene Handy als Navigations- und Audiosystem. Mit einer App kann man das Handy über Lenkradtasten bedienen. Außerdem werden bei Essential 14-Zoll-Stahlräder montiert. Auch eine Servolenkung mit höhenverstellbarem Lenkrad, ein Tempomat, Parkpiepser hinten, eine Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber vorne sind standardmäßig an Bord. Als Außenfarbe wird nur Weiß angeboten.

Navigationslösung für die Basisversion Essential: Ein quer eingeklemmtes Smartphone

Navigationslösung für die Basisversion Essential: Ein quer eingeklemmtes Smartphone
Bild: Dacia (Chart von der Vorstellung des Facelifts 2024)

Der Expression bietet zusätzlich 15-Zoll-Stahlräder und eine manuelle Klimaanlage (keine Klimaautomatik) sowie die schwarzen Streifen an den Seiten. Hier werden neben Weiß auch ein dezentes Blau, ein ebenso unscheinbares Rot, eine neue Farbe namens Seafoam (vermutlich das Hellblau auf den Bildern) und Olivgrün offeriert. Der Aufpreis beträgt jeweils 650 Euro.

Ein Touchscreen (10,1 Zoll, mit "Connected Services") ist erst beim Topmodell Extreme serienmäßig. Hier sind auch elektrische Fensterheber hinten, elektrisch einstellbare Außenspiegel, eine Rückfahrkamera und ein zusätzlicher USB-C-Port serienmäßig an Bord. Überdies sind die Außenspiegel hier kupferfarben.

Für den Expression gibt es ein Techno-Paket für 800 Euro Aufpreis. Die Inhalte gehen aus dem Konfigurator nicht hervor, aber das Paket erscheint unter der Überschrift Konnektivität. Für den Extreme gibt es ein City-Paket für 500 Euro, das ein Navigationssystem und Parkpiepser vorne umfasst. Außerdem gibt es ein Power-Paket für 650 Euro, auch hier ohne Angabe der Inhalte. Die DC-Lademöglichkeit kostet nach dem Ausstattungsvergleich im Konfigurator 600 Euro Aufpreis.

Bei den Neuzulassungen in Deutschland war der Dacia Spring im Jahr 2024 auf dem absteigenden Ast: Gegenüber 2022, dem bisher besten Verkaufsjahr, sanken die Zulassungen auf etwa ein Viertel ab. Im zu Ende gehenden Jahr 2025 sind die Verkaufszahlen etwas höher, werden aber die alten Höhen nicht mehr erreichen:

  2021 2022 2023 2024 2025 
Zulassungen in Deutschland 4.045 14.366 12.407 3.655 5.316

Unter dem Strich

Das seit April 2024 bestellbare Facelift scheint eine Verbesserung bei den Verkaufszahlen zu bringen. Aber das Plus beim Absatz bleibt gering. So wird das Modell nun erneut umgemodelt. Diesmal erfolgen so starke Eingriffe, dass man fast nicht mehr von einem Facelift sprechen mag. Dieser Ausdruck wäre auch falsch, weil sich an der Außenoptik kaum etwas ändert.

Während die Akkus bisher unter dem Rücksitz untergebracht waren, gibt es künftig eine zeitgemäße Batterieplatte im Boden – erstaunlich, dass die Plattform das zulässt. Erstmals wird eine LFP-Batterie eingebaut. Diese speichert zwar weniger Energie als bisher, doch durch den geringeren Verbrauch der neuen, stärkeren Motoren bleibt die Reichweite die gleiche. Durch den günstigen Akku bleibt dem Dacia Spring auch sein Alleinstellungsmerkmal erhalten: der günstige Preis. Mit dem neuen Rabatt ist er nun in dieser Hinsicht unschlagbar. 

Letzte Änderung am 15. April 2026: Verlängerter Elektrobonus berücksichtigt