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Für eine persönlichere Erfahrung

Stellantis BOW: Autonomer Elektro-Lieferwagen vorgestellt

Das Elektro-Dreirad Tris gibt es nun mit Türen und die elektrischen Hochdachkombis bieten mehr Funktionalität

Stellantis BOW Concept
Bild von: Stellantis
Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

BOW oder Box On Wheels: So bezeichnet Stellantis den autonom fahrenden Elektro-Lieferwagen, der nun auf der IAA Transportation in Hannover vorgestellt wurde. Die Studie soll zeigen, wie man den städtischen Lieferverkehr der Zukunft gestalten könnte.

Der Stellantis BOW wurde zusammen mit UQI Robotics entwickelt, einem Spezialisten für KI, Robotik und autonomes Fahren. Die Box auf Rädern soll auch "fully connected" sein. Das dürfte bedeuten, dass die Flotte von einer Flottenmanagerin oder einem Flottenmanager zentral gesteuert wird.

Bildergalerie: Stellantis BOW Concept

Der Wagen hat offenbar einen Lidar-Sensor vorn am Dach und hinten ein Rollo zum Entnehmen der Waren. Technische Daten oder auch nur Abmessungen hat Stellantis nicht veröffentlicht. Doch im Außenbereich der Hannoveraner Messe wird schon ein fahrender BOW-Demonstrator gezeigt.

Der BOW wurde für städtische Umgebungen konzipiert und ist für Zonen mit Zugangsbeschränkungen und Umweltzonen geeignet, wo er neue Möglichkeiten für die Warenlieferung eröffnen soll. Er könnte aber auch innerhalb von Fabriken, Krankenhäusern und Flughäfen zum Einsatz kommen.

Bildergalerie: Fiat Tris Cargo mit Türen (IAA Transportation)

Auf der Messe zeigte Stellantis außerdem den Fiat Tris. Mit einer Länge von 3,17 Metern und einem Wenderadius von nur 3,05 Metern eignet sich das Elektro-Dreirad für enge Innenstädte. Zudem soll der Tris niedrige Betriebskosten bieten. Gedacht ist es für Kleinunternehmen, Selbstständige und städtische Lieferdienste, die damit Waren oder Dienstleistungen an die Frau oder den Mann bringen. 

Bildergalerie: Fiat Tris Pick-up (Brüssel Motor Show 2026)

Als Pick-up mit offener Ladefläche wurde der Tris schon im Januar auf der Brüssel Motor Show gezeigt. Im Laufe des Jahres kamen eine Cargo-Box-Version und die Studie Dolcevita hinzu. In Hannover ist nun eine mit Türen ausgestattete Version zu sehen – das hatte sich die Kundschaft gewünscht. Die Türen bieten besseren Schutz vor der Witterung und verbessern die Ladungssicherheit.

Für Europa ist die Cargo-Version mit einer Nutzlast von bis zu 430 kg vorgesehen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 km/h. Die 6,9-kWh-Batterie sorgt für bis zu 90 km Reichweite im Motorradzyklus WMTC. Aufgeladen wird an der Haushaltssteckdose. Ein Ladehub von 0 bis 80 Prozent soll 3,5 Stunden dauern.

Bildergalerie: Citroën Berlingo Van First 2026

Zudem sind die "Compact Vans" von Stellantis zu sehen. Sie werden von den Konzernmarken unter verschiedenen Bezeichnungen angeboten:

- bei Citroën als Berlingo Kastenwagen First
- bei Fiat als Doblò EasyPro
- bei Opel als Combo Start
- bei Peugeot als Partner Active
 
Unter dem Motto "all skills, no frills" (alles funktional, kein Schnickschnack) bieten die verblechten Hochdachkombis einen neu gestalteten Innenraum. Dazu gehört ein Flexiseat, das heißt ein modularer Beifahrersitz, der sich umklappen lässt und das Ladevolumen um 0,5 m³ vergrößert. Optional kann ein Modutable am Flexiseat angebracht werden, womit sich das Auto in ein mobiles Büro verwandelt. 

Moduwork ermöglicht drei verschiedene Konfigurationen für den Fahrgastraum: zwei Sitze, ein Sitz und ein Schiebetisch oder ein Platz für Gegenstände bis zu 3,4 Metern Länge, mit einem Staufach unter dem Mittelsitz. Drive Drawer stellt eine Schublade unter dem Fahrersitz dar und die Dashbox ist ein weiteres geschlossenes Fach am Armaturenbrett für Smartphones, Sonnenbrillen oder Arbeitshandschuhe. Die Moduconsole ist eine herausnehmbare Mittelkonsole mit integriertem Getränkehalter und zusätzlichem Stauraum. Der Compact Van wird auch mit einem neuen Elektroantrieb mit einer Reichweite von bis zu 270 km angeboten. 

Unter dem Strich

Stellantis zeigt auf der IAA Transportation Lösungen für den städtischen Lieferverkehr. Während die aktuellen Modelle wie die verblechten Lieferwagen auf Basis von Citroën Berlingo & Co eher langweilig sind, wird es mit dem kleinen Tris und dem autonomen Box interessant. In Großstädten wie München sieht man schon heute ungewöhnliche Lösungen aller Art: vom E-Bike mit Karosserie bis zu Elektro-Lieferwagen aller Größen und Formen.