Elektrische C-Klasse: Alle Daten, Preise und Fakten
Der Mercedes C 400 4Matic elektrisch bietet 360 kW, 94 kWh und bis zu 762 km Reichweite. Alle Daten, Preise und Ausstattungen.
Die elektrische C-Klasse von Mercedes ist seit Mai 2026 konfigurierbar. Zum Start gibt es den C 400 4Matic mit 360 kW und großer 94-kWh-Batterie; mit dieser Technik startete auch der GLC. Die WLTP-Reichweite der Basisversion liegt laut Konfigurator bei 753 Kilometern.
Vorgestellt wurde die elektrische Mittelklasse-Limousine bereits am 20. April 2026. Sie basiert wie der GLC auf der 800-Volt-Plattform MB.EA; Antriebe und Batterien sind teilweise mit denen aus der MMA-Plattform (Mercedes CLA etc.) identisch. Bei der Modellbezeichnung entfällt das notorische "mit EQ-Technologie"; offiziell heißt das Modell nun C 400 4Matic elektrisch (analog zum VLE 300 elektrisch).
Exterieur | Interieur | Antrieb/Batterie | Preise/Ausstattung
Bildergalerie: Mercedes C 400 4Matic EQ (2026)
Exterieur
Die elektrische C-Klasse ist rund vier Zentimeter länger als der GLC, der Radstand ist dagegen genau einen Zentimeter kürzer. Die Höhe von 1,50 Metern ist rund sechs Zentimeter größer als bei der Verbrennerversion. Die Front ähnelt der des GLC; so prangt auch hier ein großer Chromgrill mit mittigem Stern. Dazu kommen große Lufteinlässe. Die Scheinwerfer enthalten wie beim GLC nur einen Stern pro Seite.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Mercedes C-Klasse | 4.883 mm | 1.892 mm | 1.503 mm | 2.962 mm | 470 Liter 101 Liter Frunk |
| Mercedes GLC | 4.845 mm | 1.938 mm | 1.644 mm | 2.972 mm | 570–1.740 Liter 128 Liter Frunk |
Serienmäßig werden die Türen mit Bügelgriffen geöffnet, das optionale "Keyless-Go mit Hands-free Access"-System bringt bündig eingelassene Griffe. Die Seitenansicht ist die einer Drei-Box-Limousine mit kurzem Kofferraum. Wie die Verbrennerversionen hat auch die elektrische Variante nur einen kleinen Kofferraumdeckel, keine weit öffnende Heckklappe. Auf dem Kofferraumdeckel gibt es eine kleine Spoilerlippe. Die Rückleuchten zeigen wie beim GLC zwei Sterne pro Seite in einem oben angeschnittenen Kreis. Unten zieht sich eine Chromspange um die Heckschürze.
Im serienmäßigen Avantgarde-Look rollt die Elektrolimousine auf 18-Zoll-Alurädern an, optional gibt es 19- und 20-Zöller. Serienmäßig hat das Auto einen Chromgrill mit Leuchtrahmen, aber ohne Leuchtpixel. Der "ikonische Grill mit beleuchtetem Panel" ist nur als Bestandteil des "Advanced-Plus-Paket mit Digitalen Extras" bestellbar, das 3.570 Euro kostet. Neben der Außenfarbe Schwarz, die es ohne Aufpreis gibt, werden neun weitere Farben angeboten, darunter auch ein leuchtendes und ein intensives Rot.
In der elektrischen C-Klasse gibt es drei verschiedene Displaylandschaften
Interieur
Das Cockpit der elektrischen C-Klasse wurde bereits im Detail vorgestellt. Hier wird entweder der 39,1 Zoll große Hyperscreen oder der Superscreen aus drei separaten Displays (10,3 plus zweimal 14 Zoll) verbaut. Die Navigation basiert auf Google Maps. Die hohe Mittelkonsole enthält zwei Handy-Ladeschalen, einige Tasten und ein Einstellrädchen für die Lautstärke. Die Fahrmodi P, N, R und D werden mit einem Hebel am Lenkrad aktiviert. Für die Einstellung der Rekuperation gibt es Wippen am Lenkrad. Vorn auf der Lenkradspeiche gibt es auch links eine Wippe für den Abstandsregeltempomaten (ACC) und rechts eine weitere "Walze" für die Lautstärke.
Der Kofferraum fällt mit 470 Litern um 100 Liter kleiner aus als beim elektrischen GLC. Die Rücksitzlehnen lassen sich serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 umklappen. Der Frunk fasst 101 Liter und ist damit ebenfalls kleiner als beim SUV (128 Liter). Er wird geöffnet, indem man die Mercedes-Plakette an der Front berührt. Auch die maximale Anhängelast fällt mit 1,8 Tonnen deutlich geringer aus (GLC: 2,4 Tonnen).
Antrieb und Batterie
Wie der GLC 400 4Matic hat auch die elektrische C-Klasse ein 800-Volt-System. Zwei Permanentmagnet-Motoren mit zusammen 360 kW sorgen für den Vortrieb. Dabei wird die Vorderachse über eine mechanische Kupplung (Disconnect Unit, DCU) abgekoppelt, wenn nicht die volle Power gebraucht wird. In der Tabelle sind Verbrauch und Reichweite für die Basisversion angegeben, in Klammern die Werte für andere Konfigurationen.
| Mercedes C 400 4Matic elektrisch | |
| Antrieb | AWD 360 kW, 800 Nm |
| 0–100 km/h / Höchstgeschwindigkeit | 4,0 Sek. / 210 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 14,3 kWh/100 km (14,1–18,5 kWh/100 km) |
| Autobahnverbrauch | 17,6 kWh/100 km |
| Akku netto | 94 kWh |
| WLTP-Reichweite | 753 km (592–762 km) |
| Max. Anhängelast | 1.800 kg |
An der Hinterachse arbeitet ein Zweigang-Getriebe. Im ersten Gang wird die Kraft über Klauen und im zweiten Gang über Scheiben übertragen. Der erste Gang hat eine kurze Übersetzung von 11:1, was eine gute Beschleunigung aus dem Stand, eine hohe Anhängelast und geringe Stadtverbräuche ermöglicht. Der zweite Gang ist mit einer Übersetzung von 5:1 auf hohe Effizienz auf der Autobahn ausgelegt. Die Rekuperation speichert elektrische Energie mit bis zu 300 kW Leistung in den Akku zurück. Dieser Maximalwert dürfte wie üblich beim Bremsen erreicht werden, aber nicht im Schub.
Die Batterie ist mit 94 kWh netto die bisher größte aus dem neuen Mercedes-Baukasten, der ansonsten noch den LFP-Akku mit 58 kWh und die 85-kWh-Batterie mit NMC-Chemie umfasst. Der Unterschied zwischen den Akkus mit 85 und 94 kWh besteht angeblich darin, dass erstere nur 17,6 cm hoch ist, während letztere 19 cm hoch baut, wie ein Video des Mercedes-Händlers Süverkrüp erklärt. Der Akku besteht wie die kleineren Versionen aus vier Modulen.
Die Reichweite gibt Mercedes im Konfigurator mit 753 km an, beim GLC 400 4Matic sind es 673 km. Eine Long Range Edition wie beim GLC gibt es bei der C-Klasse nicht. Eine höhere Reichweite soll jedoch ein später folgender Hecktriebler bieten: Er wird laut Hersteller etwa 800 km schaffen. Nach Gerüchten sollen zuvor aber ein C 250 mit 260-kW-Heckantrieb und 85 kWh-Batterie sowie ein C 300 4Matic mit 310 kW und 85-kWh-Batterie starten.
| Mercedes C 400 4Matic elektrisch | |
| Max. Ladeleistung AC/DC | 11 (optional 22) kW / 330 kW |
| DC-Ladedauer 10–80 % | 22 min |
| DC-Ladegeschwindigkeit | 3,0 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | bis 24,2 km/min |
Das Aufladen mit 800 Volt Gleichspannung erfolgt wie beim GLC mit bis zu 330 kW. Die Ladedauer beträgt wie dort 22 Minuten (10–80 %). Daraus errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von 94 kWh × 0,7 / 22 min = 3,0 kWh/min. Für das Nachladen von Reichweite ergeben sich 753 km × 0,7 / 22 min = 24,2 km/min.
Um an 400-Volt-Säulen wie den älteren Tesla-Superchargern laden zu können, benötigt man ein optionales 400-Volt-Ladesystem für 655 Euro. Auch damit sind aber nur maximal 100 kW möglich. Ebenfalls optional gibt es für den gleichen Preis einen 22-kW-Bordlader für schnelleres Wechselstrom-Laden.
Sonstige Technik
Das Fahrwerk ist serienmäßig ein Stahlfahrwerk mit frequenzselektiven Dämpfern ("Komfortfahrwerk"). Optional ist eine Luftfederung mit elektronisch geregelten Dämpfern und variabler Fahrwerkshöhe (Airmatic) verfügbar. Wie beim neuen EQS nutzt das System Car-to-X-Informationen, um die Dämpfer auf vorausliegende Temposchwellen einzustellen.
Zu den weiteren technischen Besonderheiten gehört eine Hinterradlenkung mit einem Einschlagswinkel von 4,5 Grad. Damit soll sich der Wendekreis von 12,1 auf 11,2 Meter verkleinern – das ist fast der gleiche Wert wie beim VW Golf (11,1 Meter). Die Elektro-Mittelklasse verfügt über die Fähigkeit zum bidirektionalen Laden.
Preise und Ausstattung
Die Preise beginnen bei 67.711 Euro, mit dem im Konfigurator ausgewiesenen Herstellerrabatt sind es 64.325 Euro. Damit liegt die Limousine knapp 3.600 Euro unter dem entsprechenden GLC. Neben der Basisversion Avantgarde gibt es die AMG Line und die AMG Line Plus, wobei die höheren Varianten unter anderem größere Räder (19 bis 20 Zoll) und eine sportlichere Optik bieten.
Avantgarde bietet serienmäßig 18-Zoll-Alufelgen, LED-Licht, Fernlichtassistent, Licht- und Regensensor, ein Glasdach, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, Zweizonen-Klimaautomatik, Kunstledersitze, elektrisch einstellbare Vordersitze und Sitzheizung, Instrumenten- und Zentraldisplay, Navigationssystem, Parksensoren vorn und hinten, Rückfahrkamera, Einparkassistent, Abstandsregeltempomat (ACC) und einen Totwinkelassistent mit Bremseingriff.
Einen Spurhalteassistenten mit assistiertem Spurwechsel gibt es optional als MB.Drive Assist für 1.785 Euro. Außerdem werden das Sky-Control-Glasdach mit einstellbarer Transparenz, optional auch mit Leuchtsternen, der Superscreen mit drei Displays und der durchgehende Hyperscreen sowie ein Burmester-Soundsystem und vieles mehr angeboten.
Die elektrische C-Klasse tritt vor allem gegen den BMW i3 an, der eine ähnliche Motorisierung, aber eine größere Batterie besitzt. Hier eine kleine Vergleichstabelle:
| Mercedes C 400 4Matic | BMW i3 50 xDrive | |
| Antrieb | AWD 360 kW | AWD 345 kW |
| Akku netto | 94 kWh | 109 kWh |
| WLTP-Reichweite | 753 km | bis 906 km |
| DC-Ladeleistung / -dauer | 330 kW / 22 min | 400 kW / 21 min |
| DC-Ladegeschwindigkeit | 3,0 kWh/min | 3,6 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | bis 24,2 km/min | bis 30,2 km/min |
| Basispreis | 64.325 Euro (mit Mercedes-Rabatt) |
First Edition 75.340 Euro (ab Herbst 65.900 Euro) |
Unter dem Strich
Die elektrische C-Klasse startet mit der gleichen Motorisierung wie der GLC und mit einer sehr ähnlichen Batterie. Damit ergeben sich bis zu 762 km WLTP-Reichweite. Der konkurrierende BMW i3 schafft über 900 km. Beim Aufladen ist der Mercedes ebenfalls deutlich schlechter. Auch wenn Reichweite und Laden nicht alles ist: Das ist dann doch etwas enttäuschend. Dazu kommt, dass der Mercedes nur gegen Aufpreis an 400-Volt-Säulen laden kann und auch dann nur mit 100 kW.
Zu den Vorteilen des Mercedes gehört vor allem die optionale Luftfederung. Nach ersten Tests soll das Auto in der Praxis auch sehr sparsam sein, ein besseres Geräuschniveau als der BMW haben und komfortabler sein. Demnächst werden wir uns bei einem eigenen Test selbst ein Bild machen.
Letzte Änderung am 17. August 2026: Details aus dem Konfigurator zu Türgriffen, Farben, Rädern, Serienausstattung und Autobahnverbrauch sowie Einzelheiten zur 94-kWh-Batterie eingefügt
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