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Mercedes C-Klasse EQ (2026): Erste Bilder vom neuen Cockpit

Vor der Premiere am 20. April zeigt Mercedes nun erste Interieur-Bilder. Auch Erlkönige und Infos zum Antrieb gibt es schon.

Mercedes C-Klasse EQ (2026): Das Interieur
Bild von: Mercedes-Benz

Die elektrische C-Klasse von Mercedes wird nicht am 21. April vorgestellt, wie wir kürzlich berichteten, sondern schon am 20. April, wie Mercedes nun offiziell schreibt. Schon jetzt zeigt der Hersteller aber Bilder vom Cockpit. Außerdem gibt es bereits Erlkönigbilder vom Exterieur und erste Angaben zu Antrieben, Akkus und zur Reichweite. Wir stellen zusammen, was bisher bekannt ist.

Die Premiere der C-Klasse EQ erfolgt in Seoul. Möglicherweise präsentiert der Hersteller das Auto kurz danach auch auf der Auto China in Peking. Mit der Ortswahl will Mercedes die Wichtigkeit des asiatischen Marktes betonen, meldete das inoffizielle Mercedes-Portal MBPassion. Schon jetzt liefert Mercedes einen Link zum Livestream der Premierenveranstaltung. Los geht es am kommenden Montag um 12:30 Uhr.


InterieurExterieur (Erlkönige)Antriebe/Akkus 


Interieur

Der Innenraum der C-Klasse EQ soll "ein sorgfältig gestalteter Rückzugsort" sein. Dazu verspricht Mercedes mehr Platz als jemals zuvor und viel moderne Technik. Der Hyperscreen erstreckt sich fugenlos über die gesamte Breite des Innenraums; alternativ gibt es einen Superscreen mit drei getrennten Displays. Eine hohe Mittelkonsole trennt die Vordersitze voneinander ab; sie enthält zwei Handy-Ladeschalen und geht direkt ins Armaturenbrett über.

Mercedes C-Klasse EQ (2026: Das Interieur
Bilder von: Mercedes-Benz
Mercedes C-Klasse EQ (2026: Das Interieur
Bilder von: Mercedes-Benz

Ähnlich wie der CLA Shooting Brake bekommt auch die Mittelklasse-Limousine ein großes Glasdach mit Sternen, die bei Dunkelheit sichtbar werden – das sogenannte Sky-Control-Panoramadach. Auch die neue Klimaautomatik, die den Innenraum besonders schnell erwärmt, ist an Bord, genauso wie die Energizing-Comfort-Steuerung für verschiedene Wellness-Stimmungen.

Wie beim GLC werden die drei Interieurfarben Schwarz, Beechbraun und Ivorybeige angeboten. Bereits die Basisausstattung bietet Sportsitze mit Nappaleder-Bezug und Kontrastnähten, die AMG Line kommt mit Mokassin-Nähten noch edler daher. Wie beim GLC gibt es jedoch auch ein Vegan-Paket ohne Leder. So oder so kommen Metallakzente und eine breite Auswahl an Zierleisten hinzu. Der Fahrersitz ist elektrisch verstellbar und besitzt eine Memory-Funktion sowie eine einstellbare Lordosenstütze. Dazu kommen eine Massagefunktion an der Lehne und eine Sitzbelüftung.

Exterieur (Erlkönige)

An der Front erhält der Neuling die Lichtsignatur mit einem Stern pro Seite, die wir vom GLC EQ kennen. Auf einem bei der Präsentation des GLC EQ gezeigten Teaserbild der "C-Klasse mit EQ-Technologie" war auch der vom GLC EQ bekannte Riesengrill mit zentralem Stern schon deutlich zu sehen. Diesem Bild zufolge bekommt das Auto auch feine "Lidstriche" über den Scheinwerfern:

Mercedes C-Klasse EQ (Teaserbild von der IAA 2025)

Mercedes C-Klasse EQ (Teaserbild von der IAA 2025)

Bild von: Mercedes-Benz

Das Limousinen-Äquivalent zum neuen Mercedes GLC EQ wurde bereits mehrfach als Erlkönig fotografiert. Mehr zu erkennen war jedoch auf den Bildern, die unserem US-Kollegen Andrei Nedelea im September 2025 in den italienischen Dolomiten gelangen. Hier zeichnete sich der neue Mercedes-Grill mit mittigem Stern gut ab. Auch die Lichtsignatur war zu erkennen:

Mercedes C-Klasse EQ als Erlkönig

Die weißen Mercedes-Sterne und der Umriss des großen Mercedes-Grills sind gut erkennbar.

Bild von: Andrei Nedelea

Am Heck erhält der Wagen rote Sterne mit rotem Ring in den Rückleuchten, wie wir sie auch vom CLA und vom GLC kennen. Auf den Bildern ist nur ein Stern pro Seite zu sehen, der zweite lässt sich nur erahnen. Es dürften aber zwei pro Seite sein wie beim GLC EQ:

Mercedes C-Klasse EQ (2026) Erlkönig
Bild von: Automedia
Mercedes GLC EQ (2025)
Bild von: Mercedes-Benz

Wie das obige Bild zeigt, bekommt die elektrische C-Klasse bündige Türgriffe. In der Seitenansicht wirkt der Wagen wie ein etwas größerer CLA. Die Front steht etwas steiler, was aerodynamisch nicht von Vorteil sein dürfte. Wenn das Bild nicht täuscht, fällt auch das Heck fast senkrecht ab, während das CLA-Hinterteil eher rundlich wirkt. Die Fensterflächen scheinen ebenfalls größer zu sein. Alles in allem ähnelt die Seitenansicht der des CLA, wirkt aber ein bisschen weniger coupéhaft:

Mercedes C-Klasse EQ als Erlkönig

Mercedes C-Klasse EQ

Bild von: InsideEVs/Andrei Nedelea
Mercedes CLA 250+ mit EQ-Technologie

Mercedes CLA EQ

Bild von: Andrei Nedelea

Einer der von Andrei fotografierten Prototypen – offenbar handelte es sich um eine ganze Karawane – war an einer Ladesäule geparkt. Das Fahrzeug wurde nicht geladen, daher konnte Andrei nicht sehen, wie hoch die Ladeleistung war. Allerdings konnte sich der Kollege das Auto in Ruhe ansehen. Er berichtete, das Modell wirke etwas größer als das aktuelle Verbrenner-Modell der Baureihe W 206.

Mercedes C-Klasse EQ als Erlkönig

Mercedes C-Klasse EQ an der Ladesäule

Bild von: InsideEVs/Andrei Nedelea
Aktuelle Mercedes C-Klasse (W 206)

Aktuelle Mercedes C-Klasse (W 206)

Bild von: Mercedes-Benz

Insbesondere der Radstand schien länger zu sein, während die Überhänge kürzer waren. Bei unseren Vergleichsbildern oben ist das zumindest hinten erkennbar. Der W 206 misst 4,75 Meter in der Länge, der Radstand beträgt 2,87 Meter. Anders als der W 206 hat die Elektroversion einen kecken Entenbürzel-Spoiler auf dem Kofferraumdeckel.

Mercedes-AMG C-Klasse EQ als Erlkönig

Mercedes-AMG C-Klasse EQ als Erlkönig von Juni 2024

Bild von: Automedia
Mercedes C-Klasse EQ als Erlkönig

Der Erlkönig an der Ladesäule hatte ungewöhnliche schwarze Felgen

Bild von: InsideEVs/Andrei Nedelea

Die Räder des geparkten Prototyps hatten ein Design, das wir von keinem anderen Mercedes kennen. Dieser Wagen hatte außerdem getönte Scheiben und eine aggressivere Front, sodass es sich um ein Exemplar mit AMG-Paket handeln könnte.

Bildergalerie: Mercedes C-Klasse EQ (Erlkönig 4/2026)

Antriebe/Akkus

Produziert wird das Modell im ungarischen Kecskemét. Die C-Klasse mit EQ-Technologie wird gegen den neuen BMW i3 antreten. Beide Neulinge haben 800-Volt-Technologie und übernehmen einen Großteil der Technik von den entsprechenden SUVs. So wird die C-Klasse EQ auf der Plattform MB.EA in der mittelgroßen Version MB.EA-M basieren.

Der NMC-Akku mit 94 kWh aus dem GLC 400 4Matic EQ wird hier wegen der aerodynamisch günstigeren Karosserie wohl für Reichweiten von 800 km sorgen. Das Cockpit-Bild zeigt allerdings eine Restreichweite bei einem ladestand von 90 Prozent 654 km Restreichweite an, was umgerechnet eine Gesamtreichweite von "nur" etwa 725 km bedeutet.

654 km Restreichweite bei 90 Prozent Ladestand
Bild von: Mercedes-Benz

Daneben sind ein 64-kWh-Akku mit LFP-Chemie sowie laut MBPassion eine 85-kWh-Batterie zu erwarten. Als Einstiegsmotorisierung wird es wohl einen C 200 EQ mit 230 kW geben, Topversion wird der C 400 4Matic EQ mit 360 kW sein, bevor später ein C 53 AMG 4Matic+ EQ mit über 600 kW folgt, so der Bericht.

Bildergalerie: Mercedes C-Klasse EQ als Erlkönig (9/2025)

Unter dem Strich

2025 stellte Mercedes mit dem CLA EQ und dem GLC EQ seine ersten 800-Volt-Modelle vor. 2026 sind schon der CLA Shooting Brake EQ sowie der GLB EQ gefolgt, der GLA EQ soll ebenfalls noch dieses Jahr vorgestellt werden. Im Core-Segment, wozu die C- und E-Klasse und ihre SUV-Pendants gehören, startet neben dem GLC EQ auch die C-Klasse EQ. Letztere übernimmt optisch wie technisch viel von der SUV-Version GLC. Präsentiert wird sie am 20. April, also in wenigen Tagen. Dann wissen wir mehr.