Kommt die Sonderedition auch nach Deutschland?

Zum zehnten Geburtstag des Leaf kündigt die europäische Nissan-Zentrale in Paris ein Sondermodell an, den Leaf 10. Optisch lässt sich das Editionsmodell vom Nissan Ariya inspirieren. Ob es auch nach Deutschland kommt, bleibt einstweilen offen.

Der Nissan Leaf wurde im August 2009 in Japan vorgestellt und wird seit 2010 verkauft. Nach unserem Bericht auf Motor1 startete der Leaf Ende 2010 in Großbritannien, Irland, den Niederlanden und Portugal. Insofern ist Nissan ein klein wenig zu spät dran, oder die Japaner beziehen sich auf ein anderes Datum.

Die Sonderversion soll ab Februar 2021 bei den europäischen Händlern stehen. Sie erweitert die Lackpalette um eine neue, kräftige Karosseriefarbe. Welche Farbe das sein soll, sagt Nissan nicht, und die Bilder zeigen ein weißes Auto.

Äußerlich spielt das Sondermodell mit einem Kumiko-Muster auf eine traditionelle japanische Handwerkskunst an, bei der filigrane Holzleisten zu dekorativen Mustern zusammengefügt werden. Das von Nissan verwendete Muster ähnelt auf den ersten Blick einer Carbonstruktur. Es findet sich an den Außenspiegel, den Dachlinien und dem Kofferraum. Außerdem ist der Name des Sondermodells recht dezent an der C-Säule zu lesen:

Nissan Leaf10
Nissan Leaf10

Zu den neuen Konnektivitäts-Features gehört ein WLAN-Hotspot. Außerdem kann man das Auto per Handy-App ver- und entriegeln. So soll man das Fahrzeug auch zum Empfang von Postsendungen nutzen können. Wie das funktioniert, erläutert der Hersteller nicht. Eine Möglichkeit wäre, das Auto einfach zum Beispiel vom sechsten Stock aus zu entriegeln, damit der Paketbote nicht sechs Stockwerke heraufkommen muss. 

Außerdem kann man beim Leaf10 Warnungen für den Fall festlegen, dass der Leaf gewisse örtliche oder tempomäßige Grenzen überschreitet – offenbar eine Sicherheitsfunktion für Leute, die ihr Auto an den Nachwuchs oder Freunde verleihen möchten. Zudem erwähnt Nissan ein System namens Intelligent Blind Spot Intervention (IBSI), also einen Totwinkelassistenten.

Kürzlich hat Nissan einen neuen Leaf des "Modelljahres 2020" (Bericht bei Motor1) vorgestellt. Auch dieses Modell hat einen WLAN-Hotspot, einen Totwinkelassistenten und die neuen Handy-Funktionen. Bislang ist noch nicht klar, wann dieses Modell auf den Markt kommt. Derzeit findet sich auf der Nissan-Homepage noch das Modelljahr 2019. Dieses bietet zwei Versionen:

  Antrieb Reichweite (WLTP) Basispreis (Ausstattung)
Leaf 40 kWh 110 kW (150 PS) / 320 Nm 270 km 29.990 Euro (Visia)
Leaf 62 kWh 160 kW (217 PS) / 340 Nm 385 km 38.200 Euro (e+ Acenta)

Aufgeladen wird der Leaf serienmäßig mit bis zu 3,6 kW Wechselstrom (optional 6,6 kW) und bis zu 50 kW Gleichstrom über einen ChaDeMo-Anschluss. Der Leaf gehört mit 4,49 Meter wohl in die Mittelklasse. Zum Vergleich: Der VW ID.3 misst 4,28 Meter, der Hyundai Ioniq Elektro 4,47 Meter und das Tesla Model 3 ist 4,69 Meter lang. 

Bildergalerie: Nissan Leaf10 (Sondermodell, 2021)