Nun gibt's den ID.3 ab knapp 32.000 Euro

Schon bei der Vorstellung des VW ID.3 im Herbst 2019 hatte der Hersteller drei Batterievarianten versprochen: 45, 58 und 77 kWh. In die Serie gestartet ist das Auto dann etwa ein Jahr später mit Editionsmodellen, die die größte Batterie hatten, es folgten die Varianten mit dem mittleren Akku und nun ist der ID.3 auch mit 45 kWh bestellbar.

Der kleinste Akku bedeutet natürlich auch die kleinste Reichweite. Rund 350 Kilometer nach WLTP sind damit drin, während die größeren Batterien rund 420 bzw. 540 Kilometer ermöglichen. Kleinster Akku bedeutet aber auch kleinster Preis. Los geht es nun bei 31.495 Euro statt bei 34.113 Euro. Die von VW versprochene Grundversion für 30.000 Euro ist der Neuling also noch nicht, es dürfte noch mindestens eine Variante folgen. Wo wird VW dazu noch abspecken? Bei der Leistung? Bei der Ausstattung? Wir haben eine Vermutung, doch sehen wir erstmal weiter.

Die neue Grundversion hat 110 kW Leistung und Hinterradantrieb, also minimal mehr als die 107 kW, bei denen es bislang losgeht. Auch das Drehmoment ist mit 310 statt 275 Nm höher. Warum es so nahe nebeneinanderliegende Leistungsstufen gibt, wissen wir nicht. Wie gehabt gibt es außerdem noch die Variante mit 150 kW. Folgen werden wohl noch Allradvarianten mit mehr Power. 

Abgesehen von der Akkugröße ändert sich bei den 45-kWh-Versionen auch die Ladegeschwindigkeit: Hier wird nur noch zweiphasig mit 7,2 kW AC geladen, während alle anderen Varianten dreiphasig laden und 11 kW schaffen. Die Grundversion kann auch nur mit 50 kW Gleichstrom laden, alle anderen mit 100 kW.

Version Motor Akku / Sitzplätze Preis
Pure Performance Upgrade 110 kW 45 kWh / 5 Sitze 31.495 Euro
Pure City Performance Upgrade 110 kW 45 kWh / 5 Sitze 34.415 Euro
Pure Style Performance Upgrade 110 kW 45 kWh / 5 Sitze 38.375 Euro
Pro 107 kW 58 kWh / 5 Sitze 34.995 Euro
Pro Performance Upgrade 150 kW 58 kWh / 5 Sitze 36.495 Euro
Pro Life 107 kW 58 kWh / 5 Sitze 37.265 Euro
Pro Life Performance Upgrade 150 kW 58 kWh / 5 Sitze 38.765 Euro
Pro Business 107 kW 58 kWh / 5 Sitze 40.855 Euro
Pro Business Performance Upgrade 150 kW 58 kWh / 5 Sitze 42.355 Euro
Pro Family 107 kW 58 kWh / 5 Sitze 41.500 Euro
Pro Family Performance Upgrade 150 kW 58 kWh / 5 Sitze 43.400 Euro
Pro Max Performance Upgrade 150 kW 58 kWh / 5 Sitze 47.105 Euro
Pro S 150 kW 77 kWh / 4 Sitze 41.995 Euro
Pro S Tour 150 kW 77 kWh / 4 Sitze 49.685 Euro

Nach wie vor verwirrend ist die Benennung der vielen ID.3-Varianten. Im VW-Konfigurator hat man nun die Wahl aus den drei Versionen Pure, Pro und Pro S, die jetzt offenbar für die Batteriegrößen 45, 58 und 77 kWh stehen. Das klingt schon einfach und logisch. Doch wenn man weiter klickt, steigt die Konfusion wieder.

Denn zum Beispiel den Pure gibt es in drei Ausstattungsversionen namens Pure, City und Style, womit Pure eben nicht nur für eine Batterie, sondern auch für eine Ausstattung steht – suboptimal. Auch bleibt unklar, wofür eigentlich die Bezeichnung "Performance Upgrade" stehen soll. Bei den höheren Varianten hat man den Eindruck, der Ausdruck könnte für den 150 kW-Motor stehen, doch die Pure-Versionen tragen alle diesen Zusatz, obwohl sie sämtlich 110 kW haben.

Im Vergleich zur Modellpalette vom Dezember haben sich die Preise durch die neue Mehrwertsteuer erhöht; außerdem stehen nun die Preise für etliche Varianten fest, die wir in unserer alten Tabelle noch mit "k.A." angeben mussten. Außerdem entfielen offenbar die Versionen Style und Tech, die es bisher zwischen Family und Max gab.

Auch die neue Grundversion ist für die Kompaktklasse sehr gut ausgestattet. Serie sind LED-Scheinwerfer, 18-Zoll-Stahlräder, dunkle Scheiben, Umfeldbeleuchtung mit Logoprojektion, Ambientelicht mit 30 Farben, Lenkrad- und Sitzheizung, Zweizonen-Klimaautomatik, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Licht- und Regensensor, Navigationssystem Discover Pro, DAB-Radio, vier USB-C-Ladebuchsen, Abstandstempomat, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Parkpiepser vorne und hinten, Rückfahrkamera, und Antikollisionssystem.

Gegenüber der bisherigen Grundversion Pro mit 107 kW wurde bei der Ausstattung der neuen Basisvariante laut Ausstattungsvergleichs-Liste von VW nichts verändert. Wie dort ist das erwähnte Navigationssystem zunächst Serie, entfällt aber ab Kalenderwoche 25, also ab Ende Juni. Das Ding kostet beim VW Golf rund 1.900 Euro. Ist das so eine Art Einführungs-Bonus für frühe Besteller? Oder wird VW später weniger Geld für die Grundversion verlangen? Zieht man die 1.900 Euro vom bisherigen Basispreis 31.495 Euro ab, landet man knapp unter 30.000 Euro!

Bildergalerie: Volkswagen ID.3 (2020) im Test