Der F-150 Electric soll Mitte 2022 starten, so Ford-Chef Farley

Ford verdoppelt seine Investitionen in die Elektromobilität. Mindestens 22 Milliarden Dollar sollen in die Elektrifizierung fließen, und damit fast doppelt so viel wie bisher angekündigt. Das sagte nun Konzernchef Jim Farley bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen zum vierten Quartal 2020.

Insgesamt will Ford bis 2025 nicht weniger als 29 Milliarden in die Bereiche Elektromobilität und Vernetzung stecken. Davon fließen 22 Milliarden in die Elektrifizierung und sieben Milliarden in das autonome Fahren. Zum Thema Vernetzung erwähnte das Unternehmen, dass die Ford-Tochter Argo AI gerade bei einem Pilotprogramm autonome Lieferungen von Frischwaren und Schulbedarf in Miami erkundet hat. 

Ford sei "voll dabei und wird niemandem weichen", wenn es um vernetzte Elektrofahrzeugen gehe – insbesondere in Bereichen, in denen Ford stark sei, wie Pick-ups, Lieferwagen und SUVs, so Farley.

"Der Mustang Mach-E (...) wird vom ersten E-Transit als Nutzfahrzeug (Ende 2021) und einem vollelektrischen F-150 Pick-up (Mitte 2022) gefolgt." (Ford)

"Wir beschleunigen alle unsere Pläne - wir heben alle Beschränkungen auf, erhöhen die Batteriekapazität, verbessern die Kosten und nehmen mehr Elektroautos in unseren Produktzyklusplan auf", sagte Farley. So werden dem Elektro-SUV Mustang Mach-E Ende 2021 der erste Elektro-Transit und Mitte 2022 die Elektroversion des F-150 (siehe Rendering oben) folgen. Auch die Elektroautos der Premiummarke Lincoln erwähnte er. 

Fords Engagement im Bereich Vernetzung werde durch eine neue, sechsjährige Partnerschaft mit Google beschleunigt, die Anfang dieser Woche angekündigt wurde. Das so genannte Team Upshift soll sich besonders um personalisierte Kundenerlebnisse zu ermöglichen und das Beste aus den Daten herauszuholen.

Die Kooperation soll Ford auch bei der Verbesserung von Abläufen im Unternehmen helfen und neue Produkte und Dienstleistungen ermöglichen - mit Hilfe von Googles Betriebssystem, seinen Apps und anderen Diensten.

Außerdem will Ford die Produktionskapazitäten für Elektrofahrzeuge auf der ganzen Welt erweitern. Bisher oder demnächst produziert der Konzern E-Autos in Michigan (F-150), Missouri (E-Transit), zwei Fabriken in Kanada (SUVs) und Mexiko sowie China (Mach-E). Weitere Werke sollen folgen.

Bildergalerie: Ford Mustang Mach-E (First Drive)