Neuzulassungen von E-Fahrzeugen in Deutschland steigen weiter

Die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen bleiben auch im Jahr 2021 auf hohem Niveau. Im Februar wurden in Deutschland über 40.000 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, darunter über 18.000 rein batterieelektrische Autos (BEVs). Damit steigt der Neuzulassungsanteil von E-Fahrzeugen im Februar auf 20,7 Prozent. Etwa jedes fünfte Neufahrzeug auf dem Markt hatte also bereits einen Elektroantrieb (vgl. Abb. 1).

Zum Vergleich: Im Februar 2020 lag der Neuzulassungsanteil von E-Autos noch bei 6,9 Prozent. Damit hat sich die Quote verdreifacht. Das sind die Ergebnisse des neuesten Electromobility Reports des CAM.

Electromobility Report Februar 2021, Abbildung 1


Im Jahr 2021 wurden bisher schon 34.593 Neuzulassungen bei BEVs und 42.467 bei PHEVs verzeichnet. Das entspricht insgesamt einem Zuwachs von 136 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit wachsen die E-Fahrzeuge weiter – entgegen dem rückläufigen Gesamtzulassungstrend. Denn die gesamten Neuzulassungen gingen (wohl wegen der Corona-Pandemie) um 25,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück.

Hierzu Stefan Bratzel: "Deutschland ist im Jahr 2020 nach China zum zweitgrößten Einzelmarkt für die Elektromobilität (BEVs und PHEVs) aufgestiegen und hat nach Absatzzahlen die USA überholt."

Der CAM-Studienleiter spart aber auch nicht an Kritik an den Umwelteigenschaften der Plug-in-Hybride: Laut Bratzel "beruht die Dynamik noch überwiegend auf Plug-in Hybriden, die aktuell mehr als 55 Prozent der Neuzulassungen von E-Autos ausmachen. Plug-in-Hybride sind jedoch nur bei bestimmten Fahrprofilen und bei regelmäßigem Laden ökologisch sinnvoll. Die derzeitigen Förderkulissen in Deutschland unterstützen jedoch nicht dem 'artgerechten' Einsatz von Plug-ins und sollten aus Klimaschutzgründen dringend angepasst werden."

Electromobility Report Februar 2021, Abbildung 2

Während E-Fahrzeuge bei den Neuzulassungen also bereits einen hohen Anteil ausmachen, ist das im Bestand noch völlig anders. Der Bestand an BEVs lag zum 1. Januar bei 309.000 Stück, bei PHEVs bei 280.000. Zusammen sind das 589.000 Fahrzeuge oder gerade mal 1,2 Prozent des Gesamtfahrzeugbestands in Deutschland (vgl. Abb. 2).

Die Abbildung zeigt auch die deutliche Steigerung des Bestands gegenüber dem Vorjahr. Doch E-Autos werden derzeit oft ergänzend zu Verbrenner-Fahrzeugen angeschafft. Der alte Verbrenner bleibt also zur Reserve in der Garage. Entsprechend stieg das Durchschnittsalter des Fahrzeugbestands im Vergleich zum Vorjahr weiter von 9,6 auf jetzt 9,8 Jahre. Und die Motorisierungsrate wächst von 570 auf 576 Autos pro 1.000 Einwohner.