Das Debüt des Audi Q4 e-tron rückt näher. Als Studie kennen wir den Wagen schon, die Serienversion werden wir wohl im April zu sehen bekommen. Um die Wartezeit zu verkürzen, zeigt Audi nun Bilder von Cockpit und Kofferraum.

Der Q4 e-tron basiert als erster Audi auf der MEB-Plattform, die auch der VW ID.3 und ID.4, der Cupra Born sowie der Skoda Enyaq verwenden. So bietet das 4,59 Meter lange, 1,87 Meter breite und 1,61 Meter hohe Modell eine geräumige und gut nutzbare Kabine. Dies ist auch auf den großzügigen Radstand (2,76 Meter, ähnlich wie bei den ID-Modellen) und kurze Überhänge zurückzuführen.

Audi zeigt auch einen Prototypen in Kriegsbemalung. Ob diese mehr über das Exterieur des Serienautos enthüllen als die Studie? Wir werden es erst wissen, wenn Audi das Auto enthüllt. Hier sehen Sie die beiden Versionen im Vergleich:

Audi Q4 e-tron Concept
Audi Q4 e-tron Concept
Audi Q4 e-tron als Prototyp (Exterieur)
Q4 e-tron als Prototyp

Der Kofferraum misst 520 bis 1.490 Liter, womit er ähnlich groß ist wie beim ID.4 (543-1.575 Liter). Staufächer im Innenraum bieten weitere 25 Liter. Die Fondsitze sind dreigeteilt im Verhältnis 40:20:40. Den Ladeboden kann man in zwei Höhen einlegen. Darunter finden zum Beispiel die Ladekabel Platz.

Das eigentliche Highlight jedoch sind die Interieur-Bilder. Das Cockpit sieht deutlich anders aus als bei ID.3 und ID.4, es wirkt traditioneller und nicht so extravagant wie bei VW. Lenkräder gibt es in verschiedenen Versionen, die Bilder zeigen die oben und unten abgeflachte Topversion. Hinter dem Steuer hat Audi nicht das von den ID-Modellen bekannte Mini-Display eingebaut, sondern ein normales Virtual Cockpit.

Audi Q4 E-Tron Prototipo Interno

Dazu kommt in der Mitte des Armaturenbretts ein Touchscreen im Querformat mit bis zu 11,6 Zoll Diagonale, der leicht zu Fahrerin oder Fahrer gewinkelt eingebaut ist. Er gehört zum Infotainmentsystem, das wie bei den ID-Modellen auf dem neuen Modularen Infotainment-Baukasten MIB 3 beruht. Es bietet eine weiterentwickelte Spracherkennung und eine verbesserte Konnektivität.

Das System kann auch über Touch-Elemente am Lenkrad gesteuert werden, die ein haptisches Feedback bieten. Anders als bei den ID-Modellen verfügen die Tasten auch über eine Hintergrundbeleuchtung, so dass man sie auch nachts bedienen kann – hier hat Audi offenbar aus der Kritik an den VW-Modellen gelernt.

Audi Q4 E-Tron Prototyp Interior

Auch bei der Getriebebedienung verfolgt Audi offenbar einen konventionelleren Weg als VW: Die Fahrmodi P, N, R und D werden offenbar nicht mit einem seltsamen Knubbel am Lenkrad aktiviert, sondern über einen Schalter in der Mittelkonsole.

Zu den Highlights gehört auch das (optionale) Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion. Es projiziert seine Bilder und Animationen mittels eines LCD-Bildschirms und zweier Spiegel auf die Frontscheibe, die so zu einer Art 70-Zoll-Monitor wird.

Head-up-Display im Audi Q4 e-tron (Bildquelle: InsideEVs Italien)

Das System funktioniert offenbar genauso wie im VW ID.3 und ID.4: Im oberen Bereich werden Navigationspfeile eingeblendet, die sich beim Näherkommen an die Abbiegung sukzessive vergrößern. Darunter erscheinen diverse Warnungen und erkannte Verkehrszeichen.

Bildergalerie: Audi Q4 e-tron (Prototyp und Interieur)