Der VW ID.Buzz, also das elektrisch angetriebene Äquivalent zum legendären VW Bulli, wurde bereits 2017 auf der Automesse in Detroit vorgestellt. Allerdings nur als Studie. Auch nach vier Jahren ist das Auto offenbar noch nicht viel weiter gekommen.

Das zeigen auch Bilder von Versuchsträgern, die immer noch mit der Karosserie eines normalen VW-Transporters herumfahren. Doch nun gibt es Gerüchte, die zumindest ein paar Kerndaten des Elektro-Transporters verraten, wie nun Electrek.co berichtet.

Bildergalerie: VW I.D. Buzz (Pebble Beach)

Der ID.Buzz wird auf dem Modularen Elektro-Baukasten MEB basieren. Die 4,94 Meter lange Studie mit einem Radstand von exakt 3,30 Metern sollte bis zu acht Sitze und zwei Kofferräume haben. Zwei 150-kW-Motoren sollten für einen Allradantrieb sorgen, die Systemleistung wurde jedoch mit 275 kW angegeben, also etwas weniger als die Summe – was möglicherweise an der maximalen Leistungsabgabe der Batterie lag.

Der 111-kWh-Akku sollte eine Reichweite von 600 Kilometern nach NEFZ ermöglichen. Aufgeladen werden sollte mit bis zu 150 kW; damit sollte ein 80-Prozent-Ladevorgang 30 Minuten dauern. Ebenso möglich, hieß es damals, wäre ein bis zu 200 kW starker Heckantrieb in Kombination mit einer 83-kWh-Batterie.

Im August 2017 präsentierte VW das Auto in Pebble Beach (siehe Video oben). Damals wurde auch die Serienfertigung angekündigt. Aktuell sehen die VW-Pläne vor, den Retro-Transporter im Jahr 2022 auf den Markt zu bringen, also schon nächstes Jahr.

Auch eine Cargo-Version soll es geben; eine Studie dieser verblechten Version gab es im November 2018 zu sehen (Bilder ganz unten). Hier sollte die Einstiegsversion mit 48 kWh eine Reichweite von 320 km bieten, die Topvariante mit 111 kWh aber 550 km schaffen (diesmal schon nach WLTP).

Offensichtlich waren die Akku-Größen damals noch nicht genau festgelegt. Doch nun sollen Versionen mit 60 kWh und 100 kWh geplant sein, wie aus einem Bericht des deutschen Magazins Edison hervorgeht, das Electrek zitiert: 

"Die Batterieformate unterscheiden sich von ID.3 und ID.4. Nach dem aktuellen Stand der Dinge verfügt die preiswerte Einstiegsversion über eine Batterie mit rund 60 kWh, die für eine Reichweite von gut 300 Kilometern (nach dem WLTP-Standard) geeignet sein dürfte. Nach VW-Erkenntnissen ein idealer Wert für den Kurzstreckenverkehr in größeren Städten. Die große Batterie hingegen ist mit rund 100 kWh geplant – die Reichweite von mehr als 500 Kilometern sollte den Bus für Reisen voll geeignet machen." (Edison-Bericht)

Ob Personenversion und Cargo-Variante diese Batterieversionen bekommen sollen, bleibt unklar. Dafür stehen nach dem Bericht aber schon ungefähre Preise für den ID.Buzz fest. Sie sollen je nach Version zwischen 40.000 und 60.000 Euro liegen. Damit wäre der ID.Buzz nicht viel teurer als der ID.4. Hier beginnen die Preise bei knapp 37.000 Euro für die 52-kWh-Variante, für die 77-kWh-Version bezahlt man je nach Ausstattung rund 45.000 bis 59.000 Euro.

Die Studie ID.Buzz besaß ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion, das inzwischen im ID.3 und ID.4 in Serie ging. Außerdem hatte das Auto ein einfahrbares Lenkrad, weil das Auto vollautonom fahren sollte. Bei der Vorstellung hieß es allerdings, das wäre erst ab 2025 denkbar. das UZZ als Plattform für seine autonome Fahrtechnik zu nutzen. Dem Bericht zufolge haben sie nun begonnen, ihr System mit dem Elektro-Van in Deutschland zu testen.

Bildergalerie: VW ID. Buzz Cargo Concept (2018)