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Cadillac Lyriq: Neues Batteriezell-Werk von GM und LG geplant?
Neue Fabrik in Spring Hill soll besonders kostengünstige Batteriechemie einsetzen

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
15. Apr. 2021 um 11:09 Uhr
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General Motors und der koreanische Batteriehersteller LG Energy Solution wollen angeblich eine zweite US-Batteriefabrik für die Ultium-Batterien des GM-Konzerns bauen. Sie soll offenbar das derzeit entstehende Zellen-Produktionswerk in Lordstown/Ohio ergänzen.
Die zweite Fabrik soll in Spring Hill (etwa 40 km südlich von Nashville) entstehen. Das neue Werk soll die Batteriezellen für den Cadillac Lyric fertigen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere Insider. Der Lyriq soll ab 2022 gebaut werden – und zwar ebenfalls in Spring Hill, in einem bereits existierenden GM-Werk.

Rendering der Zellfertigung von Ultium Cells LLC in Lordstown (Ohio)
Die Pläne will GM angeblich schon am morgigen Freitag (16. April) bekannt geben. Die Fabrik soll ähnlich groß werden wie das Werk in Lordstown, das 2,3 Milliarden Dollar gekostet hat.
Interessanterweise sollen die in Spring Hills produzierten Zellen eine andere, kostengünstigere Chemie haben als die Zellen aus Lordstown. Nähere Angaben dazu machten die Quellen von Reuters nicht.
Die niedrigeren Kosten könnten auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen schließen lassen. Doch General Motors hat im März auch bekannt gegeben, dass man zusammen mit SolidEnergy Systems (SES) an einer Lithium-Metall-Batterie arbeitet. Diese soll nicht nur eine hohe Energiedichte haben und viel Leistung abgeben, sondern auch kostengünstig sein – vermutlich auch, weil dafür keine teuren Metalle wie Cobalt, Nickel oder Mangan nötig sind. Bei einer Lithium-Metall-Batterie kommt metallisches Lithium als Kathode zum Einsatz, keine Lithium-Metall-Oxide wie LiCoO2oder LiNixMnyCozO2.
"Die Lithium-Metall-Batterie von GM mit einer geschützten Anode bietet eine Kombination aus Erschwinglichkeit, hoher Leistung und Energiedichte. Die ersten Prototypenbatterien haben bereits 150.000 simulierte Testmeilen in Forschungs- und Entwicklungslabors im Global Technical Center von GM in Warren, Michigan, zurückgelegt, um das reale Potenzial zu demonstrieren." (GM-Pressemitteilung)
GM will bis 2023 in Woburn (Massachusetts), eine Pilotproduktion der SES-Batterie bauen. Die Batterie wird also frühestens in zwei Jahren zur Verfügung stehen. Für den Produktionsbeginn im neuen Zell-Werk in Spring Hills gaben die Quellen von Reuters keinen Termin an. Doch der Lyriq soll anfangs Zellen aus einem anderen LG-Werk erhalten, und zwar nicht aus Lordstown.
General Motors hat bereits offiziell gemeldet, dass man den Bau einer weiteren Batteriezellenfabrik in den USA erwäge. Sie könnte wie das Werk in Lordstown von dem Joint Venture namens Ultium Cells LLC betrieben werden, die GM mit der Batteriesparte von LG Chem, LG Energy Solution, gegründet hat.
General Motors will ab 2035 keine Verbrenner-Fahrzeuge mehr verkaufen. Deswegen braucht man schnell Ersatz in Form von Elektroautos. Schon auf dem Markt ist der Chevrolet Bolt, außerdem startet 2022 der GMC Hummer EV und eine elektrische Version des Chevrolet Silverado wurde ebenfalls bereits angekündigt. Das zweite Batteriewerk soll offenbar den Akkubedarf für die neuen Autos sichern helfen. Auch der Hummer EV soll offenbar die Batterien mit der neuen Chemie bekommen. Damit könnte das Elektro-Monster bis zu 1.000 Kilometer Reichweite bekommen, tönte GM-Präsident Reuss im März.
Bildergalerie: Cadillac Lyriq (2023)

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Quelle: Reuters via Automotive News Europe
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