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Audi sagt offiziell: Ab 2033 keine Verbrenner mehr (Update)

Auf den Markt kommt der letzte Verbrenner im Jahr 2026, so Markenchef Duesmann

Audi-Chef Diuesmann will der Verbrenner-Verkauf Anfang der 30er-Jahre stoppen

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

Aktualisiert: 22. Jun. 2021 um 17:12 Uhr

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Audi will ab 2026 keine neuen Modelle mehr mit Verbrennungsmotor herausbringen – weder reine Benziner oder Diesel noch Plug-in-Hybride. Verkauft werden sollen die Autos aber noch bis zum Anfang der nächsten Dekade. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung am 17. Juni. Nun lässt Audi-Chef Markus Duesmann die Meldung offiziell verbreiten.

Die offizielle Pressemitteilung gibt zudem einen genaueren Termin für den endgültigen Verbrenner-Ausstieg an: 

"Und ab 2026 bringt die Premiummarke nur noch neue Modelle auf den Weltmarkt, die rein elektrisch angetrieben sind. (...) Bis 2033 lässt der Hersteller die Produktion der Verbrenner nach und nach auslaufen. Bis spätestens 2050 soll Audi bilanziell klimaneutral sein." (Audi-Pressemitteilung)

Duesmann bekräftigte den Verbrenner-Ausstieg auf der Konferenz der Stiftung Klimaneutralität. Über das genaue Enddatum des Verbrenners bei Audi würde letztendlich die Nachfrage und die Gesetzgebung entscheiden, so Duesmann. Für China rechne man mit anhaltendem Bedarf über 2033 hinaus, weshalb dort Verbrenner auch dann noch produziert werden könnten.

Bis 2025 will die Marke mehr als 20 E-Modelle im Angebot haben, so Audi. Der A3 und der A4 sollen jedoch nach der SZ-Meldung keine direkten Nachfolger mehr bekommen, sondern komplett neu konzipiert und umbenannt werden. Der aktuelle A3 kam allerdings auch erst 2020 auf den Markt. Früher ersetzt werden müsste der A4, der bereits seit 2015 angeboten wird. Hier wäre ein Nachfolger wohl spätestens 2023 fällig. Nach Informationen der Automobilwoche sollen die Modelle durch einen A3 e-tron und einen A4 e-tron ersetzt werden. Und anders als beim ersten A3 e-tron wird es sich dabei nicht um Plug-in-Hybride handeln, sondern um Elektroautos.

Als letztes Verbrennerauto soll 2026 ein Q-Modell vorgestellt werden, also ein SUV. Dabei soll es sich um den neuen Q8 handeln, den es (außer als Q8 e-tron) auch noch einmal als Verbrenner geben soll, so die Automobilwoche. Das Q-Modell soll jedenfalls nach dem SZ-Bericht dann noch bis Anfang der Dreißigerjahre vertrieben werden. Danach will Audi angeblich nur noch Elektroautos verkaufen, und zwar weltweit.

Markus Duesmann hatte dieses Vorhaben nach dem SZ-Bericht schon im Kopf, als er den Job als Audi-Chef im Sommer 2021 übernahm. Konzernchef Herbert Diess wäre eingeweiht worden, sonst aber nur wenige. Am 17. Juni nun habe Duesmann zuerst dem Betriebsrat und dann den Auto-Topmanagern das Vorhaben erläutert.

Bereits im März hatte Audi-Chef Duesmann gegenüber der FAZ (Paywall) gesagt, Audi werde keine neuen Verbrennungsmotoren mehr entwickeln. Die existierenden Aggregate sollten nur noch weiterentwickelt werden. Als Grund hatte er damals die scharfen Abgasgrenzwerte der Euro-7-Norm genannt.

Mehr zum Aus des Verbrennungsmotors:

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Der Schritt von Audi wurde praktisch gleichzeitig mit einem ähnlichen Vorhaben von Erzkonkurrent Daimler bekannt. Mercedes wollte bisher ab 2039 keine Autos mit Verbrenner mehr verkaufen. Nun will Konzernchef Ola Källenius sich aber auf ein Verbrenner-Aus im Jahr 2030 durch die Politik einstellen und die Elektrifizierung beschleunigen. Etliche der für 2024 oder 2025 geplanten E-Autos könnten danach ein Jahr früher starten.

BMW hat sich bisher noch nicht geäußert, wann mit einem Ende des Verbrenners zu rechnen ist. Doch bis 2030 soll mindestens die Hälfte des weltweiten Absatzes mit Elektroautos bestritten werden. Konzerntochter Mini will schon ab 2030 nur noch Elektroautos verkaufen.

Quelle: Audi (Pressemitteilung vom 22. Juni), Süddeutsche Zeitung vom 17. Juni (Paywall) via Spiegel

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