Aber nicht jedes Auto bekommt das OTA-Update sofort

Ab dem heutigen 5. Juli gibt es für die Elektroautos von VWs ID-Familie Over-the-Air-Updates (OTA-Updates). Volkswagen erklärt nun, welche Bedingungen das Auto dazu erfüllen muss und wie sie funktionieren. Darüber berichten nun InsideEVs Italien und Nextmove.

Dass die OTA-Updates in diesem Sommer starten sollen, wurde bereits im März angekündigt. Das Updaten funktioniert ähnlich wie die Installation einer neuen Version der Betriebssystems am Smartphone: Nach wenigen Eingaben am Touchscreen findet man eine neue Software-Version auf seinem ID.3 oder ID.4.

Wenn VW ein Update veröffentlicht, wird es zunächst automatisch im Hintergrund heruntergeladen. Dabei werden im Fall des ersten Updates (auf Softwareversion 2.3) ungefähr 6,5 Gigabyte übertragen. Die Gebühren dafür übernimmt VW, wie Nextmove herausgefunden hat. Sobald der Download abgeschlossen ist, weist eine Bildschirmanzeige beim Verlassen des Autos darauf hin, dass ein Update installiert werden kann:

VWs OTA-Updates

Die Installation wird offenbar erst beim Verlassen des Autos gestartet. Dieser Prozess wird beim ersten OTA-Update zweimal durchlaufen, wobei der erste Teil 40 Minuten, der zweite aber mehrere Stunden braucht.

Bildergalerie: VW startet mit OTA-Updates

Voraussetzung für die OTA-Updates ist beim ID.3 die Software-Version 2.0; der entsprechende interne Versionscode lautet 0792. Wenn diese Version am Touchscreen in den Systeminformationen angezeigt wird, kann man sofort teilnehmen. Ansonsten wird man von VW angeschrieben und muss dann vermutlich zuerst noch mal zur Werkstatt.

Das erste OTA-Update wird schrittweise ab dem heutigen 5. Juli ausgerollt, und zwar zuerst für den ID.3. Als erste Kunden bekommen es die Mitglieder des First-Mover-Clubs (eine geschlossene Facebook-Gruppe, die derzeit rund 3.300 Mitglieder hat). Schrittweise folgen dann alle anderen ID.3- und ID.4-Käufer (inklusive ID.4 GTX). Etwa alle drei Monate soll es ein größeres Update geben, kleinere Verbesserungen können auch zwischendurch erfolgen. 

Zu den Verbesserungen des ersten OTA-Updates gehören erweiterte Funktionalitäten des ID. Light, eine optimierte Umgebungserkennung und dynamische Fernlichtregulierung, eine verbesserte Bedienbarkeit und Designanpassungen des Infotainment-Systems sowie Performance- und Stabilitätsverbesserungen.

Mehr Einzelheiten berichtet Stefan Moeller von Nextmove in einem Video. Stefan erprobt dabei auch die neue Fernnavigation und checkt, ob die nötigen Ladestopps sinnvoll eingeplant werden:

Ziel der OTA-Updates sind nicht zuletzt neue digitale Geschäftsmodelle: VW will künftig auch am Verkauf von Zusatzfunktionen verdienen, die von der Auto-Besitzerin oder dem Besitzer nach dem Fahrzeugkauf freigeschaltet werden.