Wir haben den Volkswagen ID.Buzz schon eine Weile im Visier, aber erst jetzt ist es den Fotografen gelungen, den vollelektrischen Kleinbus mit seiner finalen Karosserie zu fotografieren. Der Bulli für das Elektroauto-Zeitalter trägt nicht die T6-Haut früherer Testfahrzeuge, sondern die Serienkarosserie, aber freuen Sie sich nicht zu früh. In typischer VW-Konzernmanier versteckt der Prototyp sein endgültiges Aussehen unter einer cleveren Tarnung.

Es sieht so aus, als ob VW mit der Verkleidung der Frontpartie des ID.Buzz einen Renault-Look vortäuschen will, mit Aufklebern auf den Scheinwerfern, um die eigentlichen Leuchten zu verbergen. Die "Nebelscheinwerfer" sind in Wirklichkeit eine Fälschung und Teil einer Frontverkleidung, die den Stoßfänger fast vollständig bedeckt, mit Ausnahme des Wabenmusters des unteren Lufteinlasses.

Dennoch erkennt man, dass die Serienversion nahe an der retrolastigen ID.Buzz-Studie bleibt. So wie der neue VW T7 quasi ein sehr geräumiger Golf ist, ist der ID. Buzz gewissermaßen der Bus-Ableger von ID.3 und ID.4. Mit ihnen teilt er sich die MEB-Plattform. Auch das bereits in einem "Test Mule" entdeckte Cockpit ähnelt in weiten Zügen dem bekannten Layout.

Bildergalerie: Volkswagen ID Buzz Prototyp mit Serienkarosserie

Der größte Teil des glänzend schwarzen oberen Kühlergrills ist wahrscheinlich ebenfalls ein Fake-Element, da dieses Element beim ID.3, ID.4 und dem neuen ID.6 aus China deutlich schmaler ist. Das Gleiche gilt für den ID.5 im Coupé-Stil, der noch in diesem Jahr vorgestellt werden soll. Die Chromleiste könnte eine LED-Lichtleiste verdecken, die eine optische Verbindung zwischen den Scheinwerfern herstellt, wie bei anderen Modellen mit ID-Logo und auch bei einigen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Die vollständig abgedeckte hintere Seitenverglasung lässt vermuten, dass es sich um die Cargo-Version des ID.Buzz handelt, es sei denn, es handelt sich einfach um eine karosseriefarbene Tarnung, um den Innenraum zu verbergen.

Wenn man genauer hinsieht, erkennt man, dass die Form der tatsächlichen Rückleuchten weiter reicht, als es die gefälschten Aufkleber vermuten lassen, wobei die Ecke der hinteren Cluster unter der weißen Ausbuchtung verborgen bleibt. Nebenbei bemerkt - diese Aufkleber auf den Rückleuchten geben die Illusion von Opel-Insignia-Lampen.

Bildergalerie: VW I.D. Buzz (Pebble Beach)

Die äußere hintere Säule hat einige zusätzliche Verkleidungen, die die horizontalen Flossen des Konzepts von 2017 verdecken könnten, während die innere hintere Säule ihr freiliegendes Metall zeigt, was darauf hindeutet, dass die Kabine in diesem Stadium noch nicht final ist. Trotz der ganzen Aufmachung ist es ziemlich offensichtlich, dass das Serienmodell dem vor viereinhalb Jahren in Detroit enthüllten Showcar sehr ähnlich sein wird.

VW Nutzfahrzeuge hat angekündigt, dass die offizielle Premiere im Jahr 2022 stattfinden soll, wenn der ID.Buzz für den europäischen Markt enthüllt wird, wobei die USA 2023 folgen sollen. Während das Euro-Modell auch in einer Cargo-Konfiguration und in verschiedenen Radstandskonfigurationen angeboten werden wird, wird das nordamerikanische Modell ausschließlich als Passagierversion mit längerem Radstand kommen.

Erwartet werden Ein- und Zweimotoren-Konfigurationen mit Heck- bzw. Allradantrieb. Mit den SUVs ID.4, ID.5 und ID.6 sowie der Studie ID.X hat VW bereits bewiesen, dass die MEB-Plattform einen kraftvollen 300-PS-Elektroantrieb liefern kann. Mehrere Batteriepakete sollten verfügbar sein, darunter auch ein großes, da das Konzept ein 111-kWh-Paket hatte.

Bis zur Mitte des Jahrzehnts soll eine vollautonome kommerzielle Version auf die Straße kommen.

Bildergalerie: VW ID.Buzz Concept (Januar 2017)