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Volkswagen New Auto: Neues zu Batterien und Ladenetz
Dritte Zell-Gigafactory kommt nach Spanien, Ladenetze werden ausgebaut

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
14. Jul. 2021 um 09:37 Uhr
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Die beim gestrigen "New Auto"-Event von Volkswagen verkündeten Neuheiten passten nicht in einen einzigen Artikel. Nachdem wir gestern über die Aussagen zu den Mechatronik-Plattformen berichtet haben, folgt heute ein Teil über die Batterien und Batteriefabriken.
Ein großer Teil der Aussagen war eine Zusammenfassung und Konkretisierung der Informationen vom VW Power Day, VW-Technikvorstand Thomas Schmall verkündete aber auch Neues.
Wie bekannt, will der VW-Konzern künftig die meisten Elektroautos mit Batterie-"Einheitszellen" bestücken. Die Einheitszelle soll 2023 eingeführt werden und im Jahr 2030 etwa 80 Prozent der Bedarfs von Volkswagen decken.

Alle diese Modelle erhalten prismatische Zellen, das heißt sie haben etwa das Format einer Videokassette. Das sorgt für Einheitlichkeit. In den Zellen kann dann aber verschiedenartige Chemie stecken: günstige Lithium-Eisen-Phosphat-Chemie (LFP) fürs Einstiegssegment oder eine ebenfalls Kobalt-freie Chemie mit viel Mangan fürs Volumensegment oder eine NMC-Chemie (Nickel-Mangan-Cobalt) mit viel Nickel für Premium-Autos:

Die Einheitszelle ist auch kompatibel mit künftigen Innovationen vom Cell-to-Pack-Konzept über ein Cell-to-Car-System und Anoden mit viel Silicium bis hin zur Festkörperbatterie von VW-Partner QuantumScape, wie VW-Technik-Vorstand Thomas Schmall erklärte:

Wie bekannt, will Volkswagen sechs Batterie-Gigafactories à 40 Gigawattstunden in Europa bauen, zusammen sollen die Batteriezell-Werke also eine jährliche Produktionskapazität von 240 GWh haben. Ebenfalls bereits bekannt waren die Standorte der ersten beiden Werke, Skellefteå (Schweden) und Salzgitter. Während VW in Schweden mit Northvolt zusammenarbeitet, soll der chinesischen Batteriehersteller Gotion der Partner in Salzgitter sein. Ein Memorandum of Understanding wurde bereits am 12. Juli unterzeichnet.

Neu ist auch, dass die dritte VW-Batteriefabrik nach Spanien kommt. Wo in Spanien das neue Werk stehen wird und wer der dazugehörige Partner sein wird, wurde nicht gesagt. Auch die Standorte der drei übrigen Werke sind noch nicht bekannt.
Auch bei der Verdichtung der Ladenetze weltweit engagiert sich der VW-Konzern, und zwar mit seiner Sparte Elli. In Europa kooperiert VW wie bekannt mit Iberdrola und BP. Neu ist, dass nun ein Joint Venture mit dem italienischen Anbieter Enel gegründet wurde; zusammen will man bis 2025 etwa 3.000 HPC-Ladepunkte aufbauen. Die VW-Tochter Electrify America wird ihr Netz in den USA und Kanada bis 2025 auf 10.000 HPC-Lader verdoppeln und der chinesische Partner CAMS soll 17.000 Ladepunkte einrichten.

Ladenetz-Chefin Elke Temme legte auch erneut einen Akzent auf das Thema bidirektionales Laden, nach ihren Worten "the next big thing in electromobility". Ein Hauptgrund dafür: Im Jahr 2019 gingen nicht weniger als 6.500 Gigawattstunden, also 6,5 TWh, in Deutschland verloren, weil Windkraftanlagen abgeregelt werden mussten. Dieser Strom würde ausreichen, um 2,7 Millionen Elektroautos ein Jahr lang zu laden: Beeindruckende Zahlen für alle, die sagen, wir hätten in Deutschland nicht genug erneuerbare Energie für all die Elektroautos.

Mehr vom VW Power Day im März:
VW Power Day: Das Aufladen könnte eines Tages kostenlos sein
VW Power Day: Die Konzern-Pläne für die Batteriechemie
Hier nochmal die gesamte Veranstaltung als englischsprachiges Video. Der Teil "Battery & Charging" beginnt bei etwa 1:01.
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