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BASF liefert die Kathodenmaterialien für Porsches eigene Akkus

Chemie-Riese übernimmt auch das Rohstoffrecycling für das Porsche-Joint-Venture Cellforce

NCM-Kathodenmaterialien von Porsche sollen von BASF kommen

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

22. Jul. 2021 um 12:48 Uhr

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Die Batterie-"Einheitszelle" des VW-Konzerns ist Porsche bekanntlich zu wenig leistungsstark. Bereits im April wurde bekannt, dass sich Porsche daher künftig eigene Batterien bauen will. Genauer gesagt: Sie werden von der Cellforce Group produziert, einem Joint Venture zwischen Porsche (84 Prozent) und dem Zellspezialisten Customcells (16 Prozent). Nun gab Cellforce bekannt, dass die Kathodenmaterialien für die Akkus von BASF kommen sollen.

Die Kathoden der Cellforce-Batterien haben laut Pressemitteilung eine Nickel-Cobalt-Mangan-Chemie (NCM) und sollen besonders schnelles Laden und eine hohe Energiedichte ermöglichen. Die Produktionsanlage soll 2024 in Betrieb gehen und zunächst Batterien mit einer Kapazität von 100 MWh pro Jahr bauen. Das reicht für rund 1.000 Fahrzeuge.

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BASF wird die NCM-Materialien ab 2022 anbieten können. Das Unternehmen produziert dann die Vorprodukte im finnischen Harjavalta; die Kathodenmaterialien selbst werden in Schwarzheide (Brandenburg) produziert. BASF übernimmt auch das Recycling der Produktionsabfälle aus der künftigen Batterieproduktionsanlage von Cellforce: Eine Prototyp-Anlage in Schwarzheide soll Lithium, Nickel, Cobalt und Mangan in einem hydrometallurgischen Prozess zurückgewinnen.

BASF-Batterierohstoffe: Vorläufer-Kathodenmaterial (grünes und braunes Pulver), Lithiumcarbonat (weißes Pulver) und Kathodenmaterial (schwarzes Pulver).

BASF-Batterierohstoffe: Lithiumcarbonat (weiß), Vorläufer-Kathodenaktivmaterialien (grünes und braunes Pulver) und Kathodenmaterial (schwarzes Pulver).

"Die Kathodenmaterialien von BASF werden dank unserer starken Forschungs- und Entwicklungskompetenz auf die spezifischen Bedürfnisse von Porsche zugeschnitten", sagt BASF-Vorstandsmitglied Markus Kamieth. Zudem sorge BASF mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien, kurze Transportwege sowie dem Recycling dafür, dass der CO2-Fußabdruck der Kathodenmaterialien um bis zu 60 Prozent reduziert werden kann.

Porsche-Entwicklungsvorstand Michael Steiner ergänzt: "Europäische Quellen für die Materialien Nickel und Kobalt, die damit einhergehende Versorgungsicherheit und die kurzen Transportwege von Schwarzheide nach Baden-Württemberg waren alles wichtige Argumente für die Entscheidung zur Zusammenarbeit mit BASF."

Cellforce-Geschäftsführer Markus Gräf fügt noch hinzu, dass es sich offenbar um Kathodenmaterial für die von Porsche geplanten Silicium-Anoden handeln soll: "Die Kathodenmaterialien zeigen von Beginn sehr hohe Zyklenstabilitäten und sind besonders gut schnellladefähig. (...) BASF bringt sich zudem mit großem Engagement ein, die Kathodenmaterialien auf die Anforderungen der nächsten Generation von Siliziumanoden anzupassen."

Quelle: Porsche, BASF

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