Der Ioniq 5 bekommt im neuen Modelljahr einen größeren Akku und optional Kameras statt Außenspiegel. Das Hyundai Motor Europe nun offiziell mit. Dass sich Hyundai Deutschland mit einer Pressemitteilung noch zurückhält könnte damit zusammenhängen, dass die neue Version erst in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommt.

Der Ioniq 5 wurde im Februar 2021 weltweit eingeführt. Ein Jahr später ist es nun offenbar schon Zeit für ein Update. Mit dem Modelljahr 2023 erhält das Elektro-SUV einen 77,4-kWh-Akku, schreibt Hyundai.

Damit bestätigt sich ein Gerücht vom November. Bei dem neuen Akku dürfte es sich um die Batterie aus dem Kia EV6 handeln. Bisher hatte man beim Ioniq 5 die Wahl zwischen 58 und 73 kWh. Damit war der Hyundai gegenüber dem Kia benachteiligt, den es ab Start mit 58 oder 77 kWh gab. Wie eine Batterie-Analyse ergab, wurden bei der 73-kWh-Batterie des Hyundai einfach weniger Module eingebaut; so dürfte das Upgrade auf 77 kWh technisch kein Kraftakt gewesen sein. Vermutlich ersetzt die 77-kWh-Batterie die mit 73 kWh. Dann dürften aber auch höhere Preise verlangt werden.

Darüber hinaus gibt es optional einen elektronischen Innenspiegel. Dieser Digital Center Mirror (DCM) zeigt die Bilder einer Kamera an, der unter dem Heckspoiler des Ioniq 5 installiert ist. Der Vorteil gegenüber einem traditionellen Innenspiegel liegt offenbar in einem breiteren Sichtfeld nach hinten.

Außerdem kann man künftig auch Kameras statt Außenspiegeln bestellen (siehe unser Titelbild). Die Digital Side Mirrors (DSM) waren in Korea bereits verfügbar, nun kommen sie auch nach Europa. Ein Vorteil des DSM soll der niedrigere Windwiderstand und die bessere Sicht bei schlechtem Wetter sein.

Ebenfalls neu ist eine Batteriekonditionierung. Sie bereitet die Batterie während der Fahrt auf eine bevorstehende Schnellladung vor. So soll man an der Schnellladesäule dann eine optimal temperierte Batterie haben, so dass auch bei Kälte hohe Ladeleistungen erzielt werden. Die Funktion wird automatisch aktiviert, wenn eine Ladesäule als Ziel ins Navi eingegeben wird. Zudem sollen die Smart Frequency Dampers (SFD) den Fahrkomfort erhöhen.