Mit einer Produktionskapazität von jährlich rund 450.000 Autos ist die Gigafactory in Shanghai derzeit das zweitgrößte Tesla-Werk nach der Tesla Factory in Fremont (600.000 Stück). Nach Gerüchten soll die Giga Shanghai in den nächsten Jahren eine Kapazität von einer Million Autos erreichen. Doch daneben plant Elon Musk möglicherweise noch eine zweite Fabrik in China.

Im laufenden Jahr will Tesla angeblich mit der Suche nach einem Standort beginnen, doch festgelegt werden soll er erst 2023, so Cnevpost unter Berufung auf die chinesische Finanzseite Cailian. Wenn das Gerücht stimmt, ist demnach mit einem Produktionsbeginn vor 2024 kaum zu rechnen – selbst wenn Tesla es wie in Shanghai schafft, die Fabrik in nur zehn Monaten zu errichten. 

In letzter Zeit gab es wiederholt Gerüchte über diverse Standorte für die neue Fabrik, doch diese wurden von Tesla dementiert. Unter anderem sollte das Werk in der Sieben-Millionen-Metropole Shenyang entstehen, die rund 700 km nordöstlich von Peking liegt.

Auch Chongqing, Qingdao, Xi’an, Hefei, Wuhan und Shenzhen hatten sich Hoffnungen auf die Investition gemacht. Diese Städte liegen weit über China verstreut, nur der wenig erschlossene Westen ist nicht vertreten. Nun wird eine anonyme Quelle zitiert, die behauptet, der Standort werde erst 2023 festgelegt.

"In diesem Jahr wird Tesla mit dem Standort-Auswahlverfahren für die neue Fabrik beginnen, der 2023 festgelegt wird." (Anonyme Quelle)

Im November hatte es Gerüchte über den angeblichen Standort Qingdao gegeben. Diese wurden von Tesla-Managerin Grace Tao dementiert: "Die aktuellen Informationen im Internet über den Standort von Teslas zweiter Fabrik sind nicht wahr, danke an alle, die sich um Teslas Entwicklung kümmern und unterstützen", schrieb Tao damals auf dem chinesischen Twitter-Äquivalent Weibo. Tesla werde aber seine Investitionen in China weiter erhöhen. Die Automobilwoche verstand das damals nur als Dementi in Bezug auf Qingdao, nicht aber bezüglich einem zweiten Werk.

Sowohl hinter dem Ausbau der Giga Shanghai als auch hinter dem möglichen zweiten Werk steckt die Bedeutung von China als Markt. Das Reich der Mitte war im vergangenen Jahr mit 26 Prozent vom Firmenumsatz der zweitwichtigste Markt für den Hersteller – nach den USA (45 Prozent). Auch als Produktionsstandort für den Export war China bislang wichtig. Das könnte sich allerdings ändern, wenn die neuen Werke in Grünheide und Texas in Schwung kommen.

Unser Titelbild zeigt die Gigafactory in Shanghai.