Wer noch Benzin oder Diesel tanken muss, erlebt derzeit an der Tankstellenkasse sein blaues Wunder: In nur einer Woche verteuerte sich Diesel um 39 Cent pro Liter und Benzin um fast 28 Cent, wie der ADAC meldet. Für beide Spritsorten sind derzeit im Durchschnitt über 2,10 Euro zu zahlen. Dagegen nimmt sich die jüngste Preiserhöhung an den Tesla-Superchargern moderat aus: In Deutschland stieg der Strompreis pro Kilowattstunde von 45 auf 48 Cent.

Wie Teslamag berichtet, sind die höheren Strompreise auf den Displays von Tesla-Fahrzeugen zu sehen, wenn man einen Supercharger-Standort als Navigationsziel auswählt. Die Tarife sind ortsabhängig, aber an den meisten Stationen stieg der Preis von 45 auf 48 Cent, also um knapp sieben Prozent. Im Vergleich zu EnBW, einem weiteren großen Anbieter, sind die Tarife aber immer noch günstig, denn dort zahlt man 55 Cent für die Kilowattstunde Gleichstrom.

Audi A4 (2019)
Audi A4
Tesla Model 3
Tesla Model 3

Im Vergleich zu Verbrennern sind die Fahrtkosten auch mit dem neuen Preis von 48 Cent/kWh immer noch recht günstig. Mit dem WLTP-Stromverbrauch des Model-3-Basismodells (14 kWh/100 km) berechnet, zahlt man hier 6,72 Euro pro 100 Kilometer. Bei dem größen- und leistungsmäßig etwa vergleichbaren Audi A4 40 TDI quattro (4,5 Liter Diesel/100 km) zahlt man derzeit 9,68 Euro für die gleiche Strecke. Anmerkung am Rande: Hundertprozentig vergleichbar sind die beiden Autos nicht, der Audi hat weniger Leistung, dafür bietet er aber Allradantrieb.

 

Im Ausland erhöhte Tesla die Stromtarife prozentual teils deutlich stärker. Nach einem Tweet von Tesla_Adri stieg der Preis in Österreich von 36 auf 41 Cent, in Holland sogar von 0,27 auf 0,37 Cent. Damit zahlen die Niederländer immer noch über 10 Cent weniger für den Strom als wir Deutschen. Die Schweden zahlen am Supercharger dagegen mehr als wir: Von dort meldeten Twitter-Nutzer eine Erhöhung um 17 Prozent auf 5,6 Kronen. Das sind umgerechnet etwa 52 Cent pro Kilowattstunde.