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Continental stellt Sensoren zum Schutz von Elektroauto-Akkus vor

Einer misst Strom und Temperatur der Batterie, der andere warnt bei Beschädigungen

Batterieschutz-Sensoren von Continental

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

24. Mai 2022 um 12:42 Uhr

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Die Batterie ist das teuerste Teil eines Elektroautos. Deshalb hat Continental zwei neue Sensoren zum Schutz des Akkus entwickelt: Das Stromsensormodul bewahrt den Akku unter anderem vor Überspannung, während die Batterieanprallerkennung die Person am Steuer warnt, wenn die Batterie beschädigt wurde.

Das Stromsensormodul misst den Strom und erfasst gleichzeitig die Temperatur der Batterie. Beide Werte sind als Eingangsgrößen für das Batteriemanagement von großer Wichtigkeit. So soll der Sensor den Akku vor Überstrom schützen und helfen, die Alterungseffekte zu begrenzen.

Das Stromsensormodul liefert die Strom- und Temperaturinformationen, um die Sicherheit und Langlebigkeit der Hochvolt-Batterie zu gewährleisten.

Das Stromsensormodul unterstützt ASIL D auf Systemebene vollständig.

Insbesondere beim Schnellladen mit hoher Leistung oder bei sportlicher Fahrweise wird der Akku unvermeidlich warm. Um eine Überlastung der Batterie zu vermeiden, muss der hinein- oder herausfließende Strom dann angepasst werden.

"Eine Lithium-Ionen-Batterie hat eine optimale Temperaturspanne, in der sie sehr sicher ist und sehr langsam altert", erklärt Continental-Experte Horst Gering. "Das schnelle Aufladen der Batterie ist jedoch ein Kompromiss zwischen der Erhaltung der Sicherheit und Gesundheit der Batterie sowie der Begrenzung der Ladedauer. Das geht am besten auf der Basis genauer Daten." Außerdem hilft das Stromsensormodul durch die Überwachung der Stromaufnahme der Batterie bei der Berechnung der genauen Restreichweite.

Aus Sicherheitsgründen misst der Sensor die Stromstärke mit zwei verschiedenen Methoden – der Shunt-Methode und der Hall-Methode. Die Messwerte werden dann über eine CAN-Schnittstelle an das Batteriemanagement weitergeleitet. Das Modul ist für "ein modernes Elektrofahrzeug eines globalen Automobilherstellers" bestimmt.

Die Batterieanprallerkennung kann mögliche Batterieschäden erkennen und den Fahrer oder die Fahrerin entsprechend warnen.

Die Batterieanprallerkennung dagegen preist Continental als leichtgewichtige Alternative zur schweren Panzerung des Unterbodens an. Der Druck-Sensor erkennt, wenn der Unterboden  durch ein festes Hindernis oder aufgewirbelte Gegenstände beschädigt wurde. Wenn die Beschädigung so gravierend ist, dass ein Werkstattbesuch nötig ist, wird der Fahrer oder die Fahrerin entsprechend gewarnt.

So muss man nach einem Bodenkontakt nicht selbst abschätzen, ob die Batterie beschädigt wurde. Darüber hinaus ermittelt das System auch den beschädigten Bereich, sodass das Batteriemanagement die Zellen in diesem Bereich entleeren kann. So hilft der Sensor einen Batteriebrand zu vermeiden. Mit dem Sensor kann zudem ein leichter Unterbodenschutz ausreichen, meint Continental. Im Vergleich zu einer schweren Metallplatte wird dann bis zu 50 Prozent Gewicht eingespart. 

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Quelle: Continental

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