Der EQC war nicht das erste Elektroauto von Mercedes, es gab schon eine elektrische B-Klasse, den B 250 e. Doch bei seinem Marktstart im Sommer 2019 war er das erste Modell der Submarke EQ. Nach Medienberichten soll die Produktion nun im Mai 2023 auslaufen. Business Insider beruft sich dabei auf interne Mercedes-Dokumente.

Seit Mai 2019 kann man den EQC bestellen. Noch ist der EQC 400 auf der Mercedes-Webseite vertreten und man kann ihn weiter konfigurieren. Die einzige Motor-Akku-Kombination war und ist bei uns der EQC 400 4Matic mit einem 300 kW starken Allradantrieb. Die zwei Asynchronmaschinen waren unterschiedlich ausgelegt:

"Zur Verringerung des Stromverbrauchs und zur Erhöhung der Dynamik sind die eATS unterschiedlich ausgelegt: Die vordere E-Maschine ist für den schwachen bis mittleren Lastbereich auf bestmögliche Effizienz ausgerichtet, die hintere bestimmt die Dynamik. (...) Bei schwacher bis mittlerer Last wird aus Effizienzgründen nur die vordere E-Maschine betrieben." (Mercedes-Pressemitteilung vom Mai 2019

Dazu kommt eine 80-kWh-Batterie (Netto-Kapazität), die aus zwei Modulen mit jeweils 48 und vier Modulen mit 72 Zellen besteht, zusammen also 384 Zellen. Sie sorgt für bis zu 437 km WLTP-Reichweite. Die Batterie ist flüssig gekühlt; eine Wärmepumpe hebt die Effizienz im Winter. Aufgeladen wurde anfangs nur mit 7,4 kW AC, seit 2021 aber dreiphasig mit 11 kW, die maximale Ladeleistung mit Gleichstrom beträgt 110 kW. Die Preise beginnen derzeit bei 66.068 Euro.

Das 4,76 Meter lange Elektro-SUV basiert auf dem Verbrenner-SUV GLC. In der KBA-Statistik erscheint er sogar als Elektroversion des GLC. Zuletzt setzte Mercedes 2021 in Deutschland 3.925 Stück vom EQC ab, während vom EQA fast 5.800 Exemplare verkauft wurden. Allerdings wurden vom Konkurrenten BMW iX3 mit knapp 3.000 Stück noch weniger abgesetzt.

Wenn das Gerücht stimmt, lässt Mercedes den EQC im Mai 2023 nach nur vier Jahren auslaufen. Dabei war das Jahr 2021 auch das beste Verkaufsjahr, nach 3.155 Stück im Jahr 2020 und dem Anlauf-Jahr 2019 mit 548 Stück. Das laufende Jahr verläuft mit bisher 1.147 Stück bis Ende Juni allerdings wieder schlechter.

Im Konkurrenzvergleich mit größeren Modellen wie BMW iX, Audi e-tron oder Tesla Model X konnte der EQC nicht mithalten. Möglicherweise hat das Auslaufen des Elektro-SUV aber auch zu tun mit einer angeblich geplanten EQC Limousine – vielleicht wird einfach der Modellname für eine Elektroversion der C-Klasse gebraucht.