Tatütata, der ID. Buzz ist da: Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) ist mit einer großen Vielfalt neuer Modelle auf der IAA Transportation 2022 präsent sein. Dazu gehören Highlights wie der erste Notarztwagen auf Basis des ID. Buzz. 

Parallel zum bereits von uns getesteten ID. Buzz und komplett neuen Pick-up Amarok sind es interessante Spezialfahrzeuge der Aufbauhersteller, mit denen in nahezu allen Klassen und Bereichen clevere Lösungen gezeigt werden. Darüber hinaus debütieren innovative Fahrzeugkonzepte wie der neue Multivan als Taxi-Version oder die verschiedensten Aufbauarten für das Erfolgsmodell Crafter.

Über 30 Modelle werden VWN und die Aufbauhersteller in der Messehalle 12 und auf dem IAA-Außengelände zeigen. Gleich mehrere davon sind neue Spezialversionen des schon vor seiner Markteinführung extrem gefragten ID. Buzz, sie alle werden weltweit erstmals gezeigt. Ein Beispiel ist der ID. Buzz Notarztwagen des deutschen Aufbauherstellers Bösenberg. 

VW ID. Buzz Notarztfahrzeug

VW ID. Buzz Notarztfahrzeug

Der neue ID. Buzz wurde so konzipiert, dass er als Bus und Transporter auch Spezialaufgaben erfüllen kann – etwa als Notarzteinsatzfahrzeug. Der deutsche Aufbauhersteller Bösenberg zeigt nun auf der IAA mit einer seriennahen Studie, wie ein solcher ID. Buzz Notarztwagen aussieht und was er kann. Bis zu drei Personen haben Platz an Bord des ersten ID. Buzz Notarzteinsatzfahrzeugs.

Der Laderaum wurde dabei zum Arbeitsplatz für den Arzt und dessen medizinische Ausstattung umgerüstet. Dafür hat Bösenberg ein modulares Konzept entwickelt, so erfordert die vollständige Integration der Einrichtung und aller Sonderkomponenten nur minimale Änderungen am Basisfahrzeug. Mit in das Konzept eingebunden ist auch die Sondersignaltechnik. Betrieben wird sie über ein separates Batteriesystem.

VW ID. Buzz Flex-Cab-Konzept

VW ID. Buzz Flex-Cab-Konzept

ID. Buzz Flex-Cab-Konzept

Der niederländische Aufbauspezialist Snoeks hat einen ID. Buzz Cargo für die Personenbeförderung ausgerüstet. Das fünfsitzige ID. Buzz Flex-Cab-Konzept wird damit zu einem elektrisch angetriebenen Caravelle. Im Fond ist die Studie mit einer Dreiersitzbank ausgestattet; sie kann längs in zwei verschiedenen Positionen genutzt (Standard- oder Komfortbeinfreiheit) oder komplett inklusive Sitzfläche hochgeklappt werden. Die Einstellung sowie das Hoch- und Herunterklappen der Sitzbank erfolgen elektrisch über eine Betätigung an den B- oder D-Säulen.

Dank der flexibel nutzbaren Sitzbank lässt sich der klimatisierte Fond je nach Bedarf an die Personenbeförderung oder den Transport von Gütern anpassen. Snoeks stellt mit dem ID. Buzz Flex-Cab-Konzept ein hoch innovatives Personenbeförderungskonzept vor – nutzbar zum Beispiel als Shuttle, Taxi, kommunal eingesetzter Kleinbus oder perfekter Wagen für Handwerker.

VW ID. Buzz Cargo mit Koffer

VW ID. Buzz Cargo mit Koffer

ID. Buzz Cargo mit Koffer

Das Design des ID. Buzz kombiniert der niederländische Aufbauhersteller Veth Automotive mit einem Kubus im Heckbereich und stellt damit den ersten ID. Buzz mit Kofferaufbau vor. Das Ladevolumen steigt durch den Koffer von den bereits sehr guten 3,9 Kubikmeter auf beachtliche 6,0 m3. Bis zu 680 kg Nutzlast nimmt der ID. Buzz Cargo damit auf.

Die Seitenwände und das Heck des Koffers lassen sich mit klassischen Türen, Schiebetüren und/oder Jalousien ausstatten. Dadurch wird garantiert, dass zum Beispiel Kurierfahrer die Pakete von jeder beliebigen Seite erreichen können. Die Studie ist auf der Beifahrerseite mit einer tief nach unten reichenden Tür, auf der Fahrerseite mit einer Jalousie und im Heck mit großen Flügeltüren ausgestattet. Zudem gibt es rundum Freiflächen für Firmenlogos und Werbung. Innen ist die Box mit einem Boden ausrüstet, der das Verrutschen der Ladung verhindert und nicht verschleißt.

VW ID. Buzz Cargo Kühlfahrzeug

VW ID. Buzz Cargo Kühlfahrzeug

ID. Buzz Cargo Kühlfahrzeug

Als erstes Unternehmen präsentiert auf der IAA der deutsche Aufbauhersteller Wükaro einen ID. Buzz Cargo als Kühlfahrzeug. Es wurde speziell für den innerstädtischen Lieferverkehr und damit für die sogenannte "letzte Meile" konzipiert. Ein Novum ist dabei die Kombination aus elektrischem Antrieb und ebenfalls elektrischer Kühlung. Das Kühlsystem besteht aus einer flachen 230-Volt-Kühlanlage auf dem Dach (Deckenflachverdampfer), vier Lithium-Ionen-Batterien (je 100 Ampèrestunden Nennladung) und einem Wechselrichter (wandelt Gleichspannung in Wechselspannung) mit integriertem Batterieladegerät.

Die vier platzsparend in den Radkästen untergebrachten Batterien des Kühlsystems ermöglichen autark eine Laufzeit der Anlage von sechs bis acht Stunden. Generell ist es zudem möglich, den Laderaum vorzukühlen, wenn der ID. Buzz Cargo am Netz ist. Die Studie kann je nach Ausstattung eine Nutzlast von bis zu 390 kg aufnehmen – ausreichend für online georderte Tiefkühlkost, Spezialitäten für Restaurants oder für die Neuerfindung des klassischen italienischen Eiswagens. Denn der nächste Sommer kommt bestimmt.

VW ID. Buzz Cargo als Miele ServiceVan

VW ID. Buzz Cargo als Miele ServiceVan

ID. Buzz Cargo als Miele ServiceVan

Auf dem Stand von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Halle 12 fällt der ID. Buzz Cargo im einem besonderen roten Farbton ins Auge. Im Rahmen eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses zwischen der Firma CS/Würth und Volkswagen Nutzfahrzeuge wurden bei diesem Fahrzeug die speziellen Kundenwünsche der Firma Miele umgesetzt.

So findet sich im Laderaum des elektrischen Transporters ein auf die Anforderungen der Service-Mitarbeitenden ausgerichteter Ausbau mit Regalsystemen zur Verstauung von Materialien, Ersatzteilen und Werkzeugen für den Miele-Kundenservice. Eine Mittelkonsole mit integriertem Klapptisch dient dem Fahrer als Arbeitsplatz im Fahrgastraum. Besonders auffällig ist die für die Firma Miele typische Sonderlackierung in "paprikarot".

VW T7 Multivan in Taxi-Ausführung

VW T7 Multivan in Taxi-Ausführung

Komplett neu entwickelt wurde auch ein zweiter Bulli: der 2021 eingeführte Multivan. In Hannover wird er nun als werkseitig bestellbares Großraum-Taxi präsentiert. Zu den weiteren Multivan-Neuheiten gehört unter anderem ein Fahrzeug des niederländischen Aufbauherstellers Snoeks, das geschickt die Personen-Beförderung und den Gütertransport miteinander kombiniert.

Der Crafter ist einer der technisch modernsten Transporter seiner Klasse. Auf der IAA Transportation 2022 zeigen verschiedenste Aufbauhersteller neue Entwicklungen für diese Baureihe. Ebenfalls in Hannover dabei sind die VWN-Baureihen Caddy und T6.1 sowie die Reisemobile von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Für die Medien beginnt die IAA Transportation 2022 am 19.09. mit dem ersten Pressetag. Vom 20. bis zum 25.09. öffnen sich die Messetore in Hannover für alle Besucher.

Laut eigener Aussage liegen Volkswagen bereits 12.500 Vorbestellungen für den neuen ID.Buzz vor. "Und das, ohne dass einer der Kunden das Fahrzeug beim Handel überhaupt gesehen oder angefasst hat oder gar damit fahren konnten. Das ist schon erstaunlich. Und rund die Hälfte der Vorbestellungen, mehr als 6.000, entfällt auf den ID.Buzz Cargo", sagte VWN-Chef Carsten Intra im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

Die Lieferzeit betrage derzeit etwa sechs Monate: "Wir sind jetzt beim Liefertermin schon bei Ende des ersten Quartals, März oder April 2023." Die Jahresproduktion sei quasi schon vergriffen und über dieses Jahr hinaus ausverkauft. "Von den rund 15.000 Fahrzeugen, die wir 2022 bauen werden, können ja nicht alle sofort an die Kunden ausgeliefert werden. Wir müssen zunächst die Händler bestücken. Die ersten 6.000 Fahrzeuge gehen also in die Showrooms, danach kommen die Kundenfahrzeuge", kündigte Intra an.

Derzeit würden im Hochlauf 100 Autos pro Tag gefertigt, Ende des Jahres sollen es gut 200 sein. "Und im nächsten Jahr werden wir das dann richtig hochfahren", kündigte Intra an. "Richtung 100.000 sollte es schon gehen."

Bildergalerie: VW Nutzfahrzeuge auf der IAA Transportation 2022 in Hannover