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Honda gründet neuen "Elektroauto-Hub" in Ohio (USA)

40-GWh-Batteriewerk wird zusammen mit LG betrieben, dazu kommen drei umgerüstete Autowerke

Honda rüstet US-Werke auf Elektroauto-Produktion um

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

13. Okt. 2022 um 09:02 Uhr

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Honda investiert Milliarden in einen neuen Elektroauto-Hub in Ohio. Dazu wird ein neues 40-Gigawattstunden-Batteriewerk gehören, das von einem Joint Venture mit LG Energy Solution betrieben wird. In dieses Werk investiert Honda 3,5 Milliarden Dollar. Weitere 700 Millionen fließen in die Umrüstung bestehender Werke, die künftig Elektroautos auf Basis von Hondas "e:Architecture" bauen sollen. 

Das Batteriewerk war bereits im August angekündigt worden, allerdings ohne Angabe des Standorts. Nun steht fest: Die Anlage wird im Fayette County in Ohio entstehen, etwa 350 km südlich von Detroit. Gefertigt werden sollen Pouch-Batterien für die Honda- und Acura-Modelle in Nordamerika. Die Gesamtinvestition liegt bei 4,4 Milliarden Dollar. Der erste Spatenstich soll Anfang 2023 erfolgen, bis Ende 2024 soll die Anlage fertig sein. Ab Ende 2025 wird  dann zusammen mit LG Energy Solution die Serienfertigung gestartet.

Die Batteriezellen werden dann in drei traditionellen Auto- und Motorenwerken von Honda eingebaut. Dazu werden Hondas Marysville Auto Plant (MAP), die East Liberty Auto Plant (ELP) und die Anna Engine Plant (AEP) umgerüstet. AEP soll das Batteriegehäuse produzieren. In dieses sollen bei MAP die Batteriemodule eingebaut werden, die aus dem neuen Joint-Venture-Werk kommen. Das fertige Batteriepaket wird dann beim MAP und ELP ins Auto eingebaut. Wo die eigentlichen Elektroautos gebaut werden, schreibt Honda nicht.

"Unsere beiden neuesten Investitionen, die heute bekannt gegeben wurden, werden als Grundlage für unseren Plan dienen, Elektrofahrzeuge in Amerika zu produzieren, die auf unserer eigenen Honda e:Architecture basieren werden." (Honda-USA-Manager Bob Nelson)

Allerdings wird der Elektroauto-Hub ohnehin erst in ein paar Jahren in Aktion treten. Denn die Werke sollen E-Autos auf Basis der "e:Architecture" von Honda herstellen, die in Nordamerika erst ab 2026 verkauft werden. Designstudien auf Basis der e:Architecture hatte Honda bereits vor einem Jahr gezeigt. 

Honda e:N Series EV Concepts Group

Designstudien auf Basis der e:Architecture von Honda 

Bisher bietet Honda in den USA (neben Verbrennern) nur Hybridfahrzeuge an. Mit dem Verkauf von Elektroautos soll im Jahr 2024 begonnen werden. Den Anfang machen der Honda Prologue und der Acura ZDX, die beide auf der Ultium-Plattform von General Motors basieren. 2026 sollen dann die ersten Fahrzeuge auf Basis der eigenen Plattform "e:Architecture" starten. Für das Jahr 2027 sind "erschwinglichere" Fahrzeuge angekündigt, die zusammen mit GM entwickelt werden. Ab 2040 will Honda in Nordamerika nur noch batterieelektrische Autos und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge anbieten.

Honda produziert schon seit 40 Jahren Autos in Nordamerika. Begonnen wurde im November 1982 im Autowerk Marysville, das nun zum Elektroauto-Werk werden soll. Seither wurden die Produktionskapazitäten stetig ausgebaut; derzeit arbeiten rund 30.000 Mitarbeiter in 18 Werken. Die jährliche Produktionskapazität liegt bei 1,9 Millionen Autos und fast 4 Millionen Motoren. Fast alle in den USA verkauften Honda- und Acura-Automobile werden auch in Nordamerika hergestellt. 

Mehr zu den Zukunftsplänen von Honda:

Honda stellt mit dem Prologue sein erstes Elektro-SUV vor

Honda-Manager kündigt 3 neue Elektroauto-Plattformen bis 2030 an

Quelle: Honda USA (Elektroauto-Hub), Honda USA (E-Auto-Pläne)

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