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MG Cyberster: Serienversion soll im April vorgestellt werden
Ausgeliefert werden soll der Elektro-Roadster aber erst ab dem ersten Halbjahr 2024

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
3. Nov. 2022 um 08:52 Uhr
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Eigentlich sollte die Serienversion des Elektro-Roadsters von MG in diesem November auf der Guangzhou Motor Show präsentiert werden. Wegen Befürchtungen, die Messe könnte wegen Corona abgesagt werden, wurde die Vorstellung auf April verschoben. Doch auf den Markt kommen soll das neue Modell offenbar erst in der ersten Hälfte des Jahres 2024.
Das Serienmodell des Roadsters, der intern die Bezeichnung Project E trägt, solle die Wahrnehmung der Marke verändern, sagte der englische Vertriebsleiter von MG, Guy Pigounakis, gegenüber Autocar. Das Auto soll voraussichtlich mit Hinterradantrieb oder als "sehr leistungsstarker" Allradler mit einem Motor pro Achse angeboten werden.
Als Studie namens Cyberster wurde der Wagen schon 2021 vorgestellt. Zur Technik sagte MG damals nicht viel, doch sollte die Reichweite 800 km betragen und der Normsprint in unter drei Sekunden möglich sein. Schon damals legte MG die Vermutung nahe, das Auto solle zum hundertsten Geburtstag der Marke im Jahr 2024 auf den Markt kommen.
Die Studie hatte Scherentüren im Lamborghini-Stil. Diese waren auch in dem Teaser-Video vom August zu sehen; außerdem wurde ein elektrisch betätigtes Stoffverdeck und ein Steuerhorn à la Tesla Model S gezeigt.
Über das Posting mit dem Teaser-Video hatte die britische MG-Filiale "Return of the legend" geschrieben. Man habe zunächst an einen "natürlichen Nachfolger des MG F" gedacht, sagte Pigounakis nun. Doch das sei das Auto "absolut nicht". Es trete "in einem völlig anderen Marktsegment" an als der nur knapp vier Meter lange Roadster der 90er- und Nuller-Jahre.
Vermutlich muss MG die Positionierung des Modells überdenken, weil das Auto doch höherwertig ist als gedacht. Demnach könnte eher ein elektrischer Rivale des BMW Z4 zu erwarten sein als ein Elektro-Äquivalent zum Mazda MX-5. In diese Richtung deuteten auch die Renderings, die im Juni aufgetaucht waren.

Die Studie von 2021

Patent-Rendering
Ob auch die Serienversion des Elektro-Roadsters Cyberster heißen wird, ist noch nicht klar. Denn Anfang 2022 hat sich die Marke die Bezeichnung MG C EV schützen lassen. Diese Bezeichnung erinnert an die "Buchstaben-Roadster" von MG vom MG A bis MG F. Der MG C war eine Sechszylinder-Version des bekannteren MG B der 60er-Jahre, also eine hochwertigere und sportlichere Variante – wenngleich auch diese unter vier Metern Länge blieb.
Technische Basis des Serien-Roadsters dürfte die Modular Scalable Platform (MSP) von MG sein, die auch den MG4 Electric trägt. Diese ermöglicht neben einmotorigen Varianten auch Allradmodelle mit 330 kW, schreibt Autocar. Im MG4 kommen Batterien mit 51, 62 und 77 kWh zum Einsatz. Die Akkus sind nur 11 Zentimeter hoch, was einer niedrigen Sitzposition in einem Roadster zugute käme.

MG4 Electric: Start im September 2022

MG 5 Electric: Marktstart im März 2022
Ob MG mit einem Roadster viel Geld verdienen kann, darf man bezweifeln, denn die Stückzahlen sind normalerweise gering. Solche Autos faszinieren das Publikum, gekauft werden aber dann doch lieber komfortablere und geräumigere Modelle. Doch ein Roadster wäre gut für das Image der Marke. Damit würde sich MG sportlich positionieren, was zum ebenfalls sportlich gestalteten MG4 Electric passen würde (aber weniger zu den davor gestarteten Modellen, dem Kombi MG5 Electric und den SUVs namens ZS, EHS und Marvel R).
Mehr zu MG:
MG5 Electric (2022): Der bislang einzige Elektro-Kombi im Test
MG4 Electric in Deutschland ab 31.990 Euro erhältlich
Quelle: Autocar
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