Ein seriennahes Konzept BMW Vision Neue Klasse wird am 2. September vorgestellt. An diesem Tag wurde vor 60 Jahren auf der IAA 1963 der BMW 1800 als stärkerer Bruder des 1500 präsentiert. Beide Fahrzeuge gehörten zur ersten "Neuen Klasse", mit der BMW aus der Krise fuhr. BMW-Chef Oliver Zipse gab dies im Rahmen der Telefonkonferenz zum Quartalsbericht des Automobilherstellers bekannt.

Zipse wörtlich: "Fast auf den Tag genau 60 Jahre zuvor wurde bei BMW der Begriff 'Neue Klasse' geprägt. Damals hat die Entscheidung für ein wegweisendes neues Produktprogramm den Erfolg des Unternehmens in den folgenden Jahrzehnten erst ermöglicht und getragen.

Bildergalerie: BMW iVision Dee (2023)

Nun wird wieder aus Vision Realität: Ich verspreche Ihnen: Der Vision Neue Klasse ist nah an der Serie und schon bald auf der Straße.

2025 starten wir die Produktion der Neuen Klasse in unserem neuen Werk im ungarischen Debrecen, gefolgt vom Werk München 2026. Zum 20. Jubiläum von BMW Brilliance haben wir auch für unser Werk in Shenyang in China die lokale Fertigung der Neuen Klasse ab 2026 angekündigt.

Die Neue Klasse ist ein Megaprojekt, das das gesamte Unternehmen durchzieht. Sie bedeutet nichts Geringeres als die Zukunft der Marke BMW, des Unternehmens und unseres Portfolios. Darauf bereiten wir uns intensiv vor."

Wie die Neue Klasse aussehen könnte, sehen Sie oben in unserem Rendering.

Um es klar zu sagen: Die Neue Klasse ist eine Elektrofahrzeug-Plattform, kein einzelnes Produkt. Das Unternehmen plant, innerhalb von 24 Monaten nach Produktionsbeginn des ersten Modells sechs Modelle auf dieser Basis auf den Markt zu bringen. Ein Crossover der Marke Mini könnte in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts auf der Plattform fahren.

BMW hat bereits angedeutet, dass das erste Modell, das die Plattform der Neuen Klasse nutzt, eine elektrische Limousine sein wird. Quasi ein Strom-3er und passend zum früheren BMW 1500 und Co.. Das zweite Angebot wäre ein kompakter SUV.

Die ersten Fahrzeuge der Neuen Klasse will BMW ab 2025 in Debrecen, Ungarn, bauen. Die Fertigung in München wird 2026 beginnen. Ab 2026 werden die Autos auch in Shenyang, China, produziert. Eine 855 Millionen Dollar (500 Millionen Euro) teure Erweiterung des Werks San Luis Potosi in Mexiko wird es dem Standort ermöglichen, ab 2027 Modelle der Neuen Klasse und Batteriepacks zu produzieren.

Bildergalerie: BMW iVision Dee (2023)

BMW hat auf der CES 2023 das Konzept iVision Dee vorgestellt, um einen Ausblick auf die Modelle der Neuen Klasse zu geben. Es zeichnete sich durch eine verbreiterte Version des traditionellen Nierengrills der Marke aus. Der Hofmeister-Knick an der C-Säule hatte einen schärferen Winkel als bei den letzten Modellen der Marke.

er Innenraum verfügte über ein minimalistisches Kombiinstrument, das die Anzeigen in einer schmalen Reihe zusammenfasste, aber auch über ein Head-up-Display, das sich über die gesamte Breite der Windschutzscheibe erstreckte.

Die Fahrzeuge der Neuen Klasse werden BMWs Gen 6 Batterietechnologie nutzen, die angeblich eine 30 Prozent höhere Reichweite, eine 50-prozentige Senkung der Produktionskosten und eine 60-prozentige Reduzierung der CO2-Emissionen im Vergleich zur aktuellen Technologie ermöglicht. Die Modelle werden Batteriekapazitäten zwischen 75 Kilowattstunden und 150 kWh unterstützen. Die Motorleistung soll zwischen 268 PS und (theoretischen) 1.341 PS liegen.