Schon nächstes Jahr soll es einen Fiat 500 Elektro mit Batteriewechsel-Technik geben. Das gab der Fiat-Mutterkonzern Stellantis nun offiziell bekannt. Das Auto wird aber nicht an Privatleute verkauft, sondern im Carsharing von Free2Moove eingesetzt.

Die Technik kommt von kalifornischen Spezialisten Ample, der kürzlich schon eine Kooperation mit Fisker unterzeichnet hatte. Nun haben Stellantis und Ample eine verbindliche Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Mit der Technologie soll eine leere Batterie in weniger als fünf Minuten gegen eine volle getauscht werden können. Vereinbart wurde, "auf die Integration der modularen Batteriewechsel-Lösung von Ample in Stellantis-Elektrofahrzeuge hinzuarbeiten."

Die beiden Unternehmen sind auch in Gesprächen über eine erweiterte Anwendung der modularen Batteriewechsel-Technologie von Ample, um die Nachfrage der Stellantis-Flotten- und Privatkunden auf anderen Stellantis-Plattformen und in anderen Regionen zu decken. Den Anfang machen soll das Free2move-Carsharing-Angebots von Stellantis in Madrid. Dort soll die Technik ab 2024 in eine Flotte von einhundert Fiat 500 Elektro eingebaut werden.

"Die Partnerschaft mit Ample ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Stellantis alle Möglichkeiten auslotet, die unseren Elektroauto-Kundschaft Mobilitätsfreiheit ermöglichen", sagte der für das Lade- und Energiegeschäft verantwortliche Stellantis-Manager Ricardo Stamatti. Die modulare Batteriewechsel-Lösung von Ample biete die Möglichkeit, der Kundschaft die Reichweitenangst zu nehmen.

"Bei Ample glauben wir, dass es sehr wichtig ist, Elektrofahrzeuge ohne Kompromisse für alle zugänglich zu machen", ergänzte Ample-Chef Khaled Hassounah. Nur so könne man einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. "Stellantis ist dank seiner ehrgeizigen Elektrifizierungsziele, der breiten Palette von Elektrofahrzeugen und dem Engagement seiner Führung ein perfekter Partner bei der Erreichung unserer Ziele."

Die Technologie von Ample ist eine Alternative zum Laden von Elektroautos. Ein Vorteil besteht darin, dass man schon nach wenigen Minuten weiterfahren kann. Wenn sich ein Ample-fähiges Elektroauto der Wechselstation nähert, wird das Fahrzeug automatisch erkannt. Nach dem Einparken wird der Batteriewechsel über eine App initiiert. Die leichten Batteriewechsel-Stationen sollen in nur drei Tagen aufgestellt werden können.

Um die Technik einzusetzen, müssen die Originalbatterien gegen Akkus von Ample ausgetauscht werden. Dies wird durch die modularen Batterien von Ample ermöglicht, die in jedes Elektrofahrzeug passen sollen. So kann Stellantis die Technologie nutzen, ohne seine Fahrzeugplattform zu verändern.

Ob auch ein Verkauf von entsprechend umgerüsteten Stellantis-Fahrzeugen geplant ist, lässt der Konzern in seiner Mitteilung offen. Die Batterietechnologie könnte der Stellantis-Kundschaft auf Abonnementbasis zur Verfügung gestellt werden.