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Kia stellt "Platform Beyond Vehicle" auf der CES vor
Shuttles, Transporter und Robotaxis mit hoher Flexibilität sollen schon ab 2025 starten

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
9. Jan. 2024 um 15:01 Uhr
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Update: Im Februar 2025 hat Kia die Optik des PV5 offiziell vorgestellt. Lesen Sie dazu unseren neuen Artikel.
Auf der Elektronikmesse CES präsentiert Kia seine PBV-Strategie. Die Abkürzung soll nun für "Platform Beyond Vehicle" stehen. Was die Sache auch nicht viel klarer macht. Gemeint sind offenbar Elektro-Transporter und Elektro-Shuttles, die zum Teil autonom fahren und eine hohe Flexibilität bieten.
Schon im Mai 2022 kündigte Kia so genannte Purpose Built Vehicles (PBVs) an das erste dieser elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeuge sollte 2025 starten, hieß es damals. Dabei bleibt Kia auch, wird aber konkreter. So werden nun gleich fünf PBVs als Studie vorgestellt.
Im Zentrum steht die Studie Kia PV5, die 2025 in Serie gehen soll. Neben drei Versionen dieses mittelgroßen Transporters zeigt Kia noch einen Kleinsttransporter namens PV1 und den großen Lieferwagen PV7. Alle sind futuristisch gestylt, wirken in ihrer Schwarz-Weiß-Optik sehr "clean" und haben kaum Ecken und Kanten. "Es gibt keine unnötigen Verzierungen, jedes Feature ist darauf ausgelegt, eine nützliche Funktion zu erfüllen", schreibt Kia.
Bildergalerie: Kia Platform Beyond Vehicle (PBV)

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Die "maßgeschneiderten Fahrzeuge" (Purpose Built Vehicles) sollen alle möglichen Anforderungen der Kundschaft erfüllen, wobei sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen angesprochen werden sollen. Den Bildern nach könnten die Einzelpersonen zum Beispiel Behinderte sein, die Organisationen vielleicht Händler wie Amazon oder Logistik-Firmen wie UPS.
Der PV5 bietet dank einer Easy-Swap-Technologie viel Flexibilität: Hinter der Fahrerkabine können verschiedene Module installiert werden, wobei die Kopplung über Elektromagnete und zusätzlich mechanisch erfolgen soll. So kann ein PBV tagsüber als Taxi verwendet werden, nachts als Lieferwagen und am Wochenende als persönliches Freizeitfahrzeug. Auch die Karosserielänge lässt sich an den Einsatzzweck anpassen.
Den PV5 soll es in den Versionen Basic, Van, Hochdach und Chassis Cab geben. Später soll gemeinsam mit der Firma Motional (einem Joint Venture zwischen HMG und Aptiv) noch ein Robotaxi auf Basis des PV5 entwickelt werden. Große Türen sollen beim PV5 ein müheloses Ein- und Aussteigen ermöglichen. Innen gibt es große, ebene Stauflächen. Das Cockpit soll eine schreibtischähnliche Oberfläche bieten. Das Lenkrad kann umgeklappt werden, und dann als Schreibtischlampe dienen.

Das Cockpit als Schreibtisch mit dem Lenkrad als Lampe - Ideen muss man halt haben ...
Kias PBV-Pläne sind in drei Phasen gegliedert. In Phase eins wird der Kia PV5 eingeführt, als Fahrzeug für Ruf-, Liefer- und Versorgungsdienste. Eine hochentwickelte Konnektivität soll die Steuerung mehrerer Fahrzeuge durch das Flottenmanagement-Personal erleichtern. So sollen die Ausfallzeiten der Fahrzeuge minimiert und eine hohe Kosteneffizienz erreicht werden.
In Phase zwei sollen PV1 und PV7 hinzukommen. Außerdem sollen sich die PBVs zu "KI-basierten Mobilitätsplattformen entwickeln". In Phase drei sollen die PBVs in ein zukünftiges "Mobilitäts-Ökosystem" integriert werden. Vernetzte, autonom fahrende PBVs sollen ebenso Teil dieses Ökosystems sein wie Roboter und Flugdrohnen (Advanced Air Mobility, AAM).
Für die Produktion der PBVs wird im koreanischen Autoland Hwaseong ein eigenes Werk errichtet. Die Fabrik soll im Jahr 2025 in Betrieb gehen und 150.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren können.
Merh zu den Zukunftsplänen der Hyundai Motor Group:
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Hyundai investiert 16,5 Milliarden Euro in Elektromobilität
Unterm Strich
Bis 2030 will Kia mit neuen Fahrzeugen wie EV3, EV4 und EV5 allmählich ein komplettes Portfolio von Elektroautos für Privatleute aufbauen. Als zweites Standbein will die koreanische Marke offenbar eine Nutzfahrzeug-Serie entwickeln, mit Fahrzeugen wie PV1, PV5 und PV7. Die Zahl von 150.000 Fahrzeugen pro Jahr verdeutlicht, wie ernst es Kia damit ist. Damit würde die in Europa recht kleine Marke zur Konkurrenz von langjährigen Flottenspezialisten wie Ford oder Mercedes, allerdings mit wesentlich moderneren Fahrzeugen. Ob das funktioniert, müssen wir wohl abwarten.
Quelle: Kia International
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