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BMW-Stammwerk München baut ab Ende 2027 nur noch Elektroautos

Der Übergang vom 3er zur Neuen Klasse erfolgt im laufenden Betrieb

Die Studie der Neuen Klasse im Werk München

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

10. Jan. 2024 um 16:52 Uhr

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Das BMW-Stammwerk in München hat schon so manches durchgemacht. Ursprünglich eine Fabrik für Flugzeugmotoren, produziert es heute das wichtigste Modell der Marke, den BMW 3er. Außerdem wird der BMW i4 gefertigt, und zwar auf der gleichen Produktionslinie. Ab 2026 wird auf die Neue Klasse umgestellt, und schon ein Jahr später, ab Ende 2027 sollen nur noch Elektroautos aus München kommen.  

Die Produktion von Fahrzeugen der Neuen Klasse startet im neuen Werk in Debrecen (Ungarn). Danach folgen München, Shenyang in China und San Luis Potosí in Mexiko. In München soll ab 2026 die Limousine auf Basis der Neuen Klasse entstehen. Die Produktion soll zunächst parallel zur Fertigung der aktuellen Modelle laufen. Doch schon gut ein Jahr später ist Schluss mit den Verbrennern: Ab Ende 2027 wird das Stammwerk nur noch Elektroautos ausspucken. Damit geht 75 Jahre nach der Einführung des BMW 501 im Jahr 1952 in München die Verbrenner-Ära zu Ende.

Bildergalerie: BMW-Werk München von 1930 bis heute

Luftaufnahme des BMW-Werks München, 1930

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Die Produktion der alten Neuen Klasse in den 60er-Jahren Die Produktion des BMW 700 in München, ca. 1962 DAs BMW-Werk München, ca. 1952 Schichtwechsel im BMW-Werk München-Milbertshofen (zwischen 1965 und 1970) Alte Neue Klasse im Werk München Alte Neue Klasse und die Studie der neuen Neuen Klasse im Werk München

Das erste BMW-Werk, das nur noch Elektroautos produziert, dürfte wohl die neue Fabrik in Debrecen sein. Doch das Werk München wird der erste Standort aus dem bestehenden Produktionsnetzwerk sein, der die Transformation zur E‑Mobilität abschließt.  

"Das Werk München ist ein exzellentes Beispiel für unsere Wandlungsfähigkeit. Wir investieren hier 650 Millionen Euro und werden damit bereits ab Ende 2027 ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge in unserem Stammwerk produzieren", sagt Produktionsvorstand Milan Nedeljković.

Der Münchner Werksleiter Peter Weber fügt hinzu: "Hier bei uns in München schlägt das Herz von BMW. Das Werk München ist innovativ und wandlungsfähig. Wie schon in den 1960er Jahren legt wieder eine Neue Klasse den Grundstein dafür, dass sich unser Werk neu erfindet." In der Tat wurde das Mittelklassemodell, das die angeschlagene Firma BMW rettete, in München produziert. Weber ist auch stolz darauf, dass die Transformation "im laufenden Betrieb parallel zur aktuellen Produktion von rund 1.000 Fahrzeugen pro Tag" geschehen wird. 

Für die 650 Millionen Euro werden insgesamt vier Gebäude neu errichtet, darunter eine neue Fahrzeugmontage inklusive Logistikflächen und ein neuer Karosseriebau. Um den nötigen Platz auf der begrenzten Fläche nahe des Münchner Olympiaparks zu schaffen, wurde die Motorenfertigung schon nach Hams-Hall in Großbritannien und zu Steyr in Österreich verlagert.

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Unterm Strich

BMW gibt Gas bei der Elektromobilität. Vom Elektro-Mini bis zum Rolls-Royce Spectre bietet der Konzern 18 Elektromodelle an, und der BEV-Anteil am Umsatz soll in den nächsten Jahren rapide steigen. Und in nur vier Jahren soll kein 3er mit Verbrennungsmotor mehr aus München kommen. Künftig rollt dort eine moderne 800-Volt-Limousine mit zylindrischen Batteriezellen vom Band. 

Quelle: BMW

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