Ionity bietet seinen Passport-Tarif für Vielfahrende jetzt zum halben Monatspreis an: Statt 11,99 Euro monatliche Grundgebühr werden nun nur noch 5,99 Euro fällig. Zudem sind jetzt auch die Strompreise pro Kilowattstunde um 20 Cent niedriger.

Ionity gehört wohl zu den bekanntesten Anbietern von Schnelllade-Säulen. Die Gleichstrom-Säulen bieten 350 kW Ladeleistung. Angeboten werden der Direct-Tarif mit 69 Cent je Kilowattstunde für alle, die nur gelegentlich laden wollen, und der Passport-Tarif für Vielfahrende, bei dem man nur 49 Cent pro kWh zahlt. Dazu kommt hier allerdings eine monatliche Grundgebühr, die bisher 11,99 Euro betrug und nun auf 5,99 Euro sinkt. Bei dem Passport-Tarif handelt es sich also um eine Art Abonnement zum Aufladen des Elektroautos

Die genannten kWh-Preise beziehen sich auf Deutschland; in Frankreich zahl man zum Beispiel nur 59 Cent im Direct-Tarif und 39 Cent mit Passport-Abo. Immer ist aber der Passport-Stromtarif 20 Cent niedriger als beim Direct-Modell.

Die niedrigere Monatsgebühr gilt für Neukundinnen und Neukunden ab Vertragsabschluss. Wer schon ein Passport-Abo hat, profitiert ab der nächsten Monatsrechnung von der niedrigeren Monatsgebühr.

Außerdem senkt Ionity nun die Kilowattstunden-Preise in Dänemark, Norwegen, Schweden und Österreich. Diese sind auf der Ionity-Webseite einsehbar. Danach kostet die Kilowattstunde in Österreich nun wie in Deutschland 69 bzw. 49 Cent. 

Mit der Monatsgebühr von 5,99 Euro lohnt sich das Passport-Abonnement bereits ab monatlich geladenen 30 kWh. Bei einem Stromverbrauch von zum Beispiel 20 kWh/100 km entspricht das einer Strecke von nur 150 km. Dabei ist das Abonnement so flexibel wie bisher: Es kann jederzeit über die Ionity-App gebucht und mit einer Frist von nur einem Monat auch wieder beendet werden.

Das Ionity-Netzwerk umfasst derzeit rund 600 Ladeparks und mehr als 3.300 HPC-Ladepunkte in 24 europäischen Ländern; in Deutschland sind es 130 Standorte mit insgesamt 701 Ladepunkten. Die Ionity-Standorte sind auf einer interaktiven Karte verzeichnet; auch ein Routenplaner ist integriert. Ionity wurde 2017 gegründet und ist ein Joint Venture der Autohersteller BMW, Ford, Hyundai, Mercedes und Volkswagen sowie Blackrock als Finanzinvestor. 

Unter dem Strich

Die Ionity-Schnelllade-Säulen bieten hohe Ladeleistungen, aber es gibt sie im Wesentlichen nur an den Autobahnen. So muss man zum Beispiel vom Münchner Stadtzentrum aus zum nächsten Ionity-Lader 16 km nach Norden fahren; der Ladepark befindet sich an der Autobahn nach Nürnberg. Oder man fährt knapp 30 km nach Süden zum nächsten Lader an der Autobahn nach Salzburg. Von München aus nur zum Laden hinzufahren lohnt sich also kaum. Aber wer sowieso vorbeikommt, für den ist Ionity immer einen Stopp wert.