Der Microlino, das sympathische Elektro-Ei, ist schon seit Sommer 2022 konfigurierbar, doch anfangs gab es nur einen 10,5-kWh-Akku für bis zu 177 km Reichweite. Doch nun tauchen alle drei angekündigten Batterien im Konfigurator auf, wie den Kollegen von Electrive.net aufgefallen ist.

Bestellbar sind nun insgesamt fünf Versionen, darunter zwei Varianten des auf 45 km/h limitierten Microlino Lite. Für die Lite-Versionen wird im Konfigurator eine Auslieferung ab Juni versprochen, für die Normalversion heißt es "jetzt lieferbar". Die Namen für die Bezeichnungen haben wir uns selbst ausgedacht, im Konfigurator steht "Standard- Reichweite", "Mittlere Reichweite" und "Maximale Reichweite" – das war uns zu lang. 

  Microlino Lite
Standard Range
Microlino Lite Long Range Microlino
Standard Range
Microlino
Medium Range
Microlino
Long Range
Antrieb RWD 9 kW RWD 9 kW RWD 12,4 kW RWD 12,4 kW RWD 12,4 kW
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h 45 km/h 90 km/h 90 km/h 90 km/h
Akku 5,5 kWh 10,5 kWh 5,5 kWh 10,5 kWh 15,0 kWh
WMTC-Reichweite 95 km 200 km 93 km 177 km 228 km
AC-Ladeleistung 2,2 kW 2,2 kW 2,2 kW 2,2 kW 2,2 kW
Ladedauer (auf 80%) 2h 4h 2h 4h 5h30
Basispreis 17.990 Euro 19.990 Euro 19.490 Euro 21.490 Euro 22.490 Euro

Die angegebenen Reichweiten beziehen sich auf den Motorradzyklus WMTC (World Motorcycle Test Cycle). 

Alle Versionen des Microlino gehören in die Leichtfahrzeug-Kategorie L7e; das Leergewicht liegt je nach Version bei 496, 513 oder 530 Kilo. Das Wägelchen bietet zwei Sitzplätze und 230 Liter Kofferraum; der Einstieg erfolgt wie bei dem historischen BMW Isetta über eine Tür an der Vorderseite; außerdem gibt es noch eine Heckklappe.

Microlino: Ansicht von vorne mit offener Tür

Mit nur 2.519 mm Länge, 1.473 mm Breite und 1.501 mm Höhe gehört das Wägelchen wohl zu den kleinsten Elektrofahrzeugen auf dem Markt. Innen gibt es im Wesentlichen nur ein Lenkrad, ein Instrumentendisplay, ein paar rudimentäre Schalter und eine Schlaufe, mit der man die Fronttür zuzieht. Gebaut wird der Microlino beim italienischen Hersteller Cecomp in Turin. 

Microlino: Ansicht vom Cockpit

Unter dem Strich

Mit fast 230 km Reichweite wird der Microlino nun auch tauglich für die Landpartie. Ob man sich das traut, hängt vom eigenen Sicherheitsbedürfnis ab. Crashsicherheit wie bei einem richtigen Elektroauto darf man jedenfalls nicht erwarten – schließlich handelt es sich um ein Leichtfahrzeug und bei einer Länge von nur 2,51 Meter fehlen auch die Knautschzonen.

In einem Dacia Spring würden wir uns sicherer fühlen, obwohl auch der nur einen von fünf EuroNCAP-Sternen erhielt. Mit einem Basispreis von 16.900 Euro ist das kleine Elektro-SUV sogar günstiger als der Microlino, die WLTP-Reichweite liegt bei 225 km und die Höchstgeschwindigkeit bei 125 km/h. So schick wie der Microlino ist der Dacia allerdings bei weitem nicht.

Bildergalerie: Microlino (2023) im Test