Polestar zeigt beim Goodwood Festival of Speed seine erweiterte Modellpalette. Neben dem Polestar 2 sind auch die neuen Modelle zu sehen: der Polestar 3 (ein großes SUV) und der Polestar 4 (ein Coupé-SUV oder Crossover ohne Heckscheibe), zudem der Elektro-Roadster Polestar 6 als Studie. Das Highlight ist jedoch die Weltpremiere des Polestar Concept BST.

Wie beim Polestar 6 handelt es sich um einen Elektro-Roadster mit Hardtop, allerdings mit sportlichen Attributen. Dazu gehören ein Frontsplitter, eine Fronthaube mit Lufteinlässen und ein auffälliger Heckflügel. Die weiter ausgestellten Kotflügel werden von 22-Zöllern gefüllt; außerdem hat die Studie eine breitere Spur und eine Lackierung in "klassischem Motorsport-Silber".

Polestar O2 Concept

Polestar O2 Concept

Polestar Concept BST

Polestar Concept BST

Markenchef Thomas Ingenlath sagte, die Studie zeige, wie weit Polestar mit seiner Performance-Marke gehen könne. Mit der Studie demonstriere man, wie die BST-Formel in Zukunft auf die Produktpalette angewendet werden könnte.

Polestar Concept BST: Der Heckflügel

Der Heckflügel ist ungewöhnlich gestylt

Das Auto basiert offenbar auf der Polestar-6-Studie, die vor zwei Jahren als Polestar O2 Concept präsentiert wurde. Das Auto soll 2026 in Serie gehen, hieß es damals. Es handelt sich um die offene Version des Polestar 5, dessen Start für 2025 geplant ist.

Eine Studie des Polestar 6 wird auch in Goodwood präsentiert, nun jedoch unter der Bezeichnung Polestar 6 Concept. Diese wird im "First Glance Paddock"-Bereich vorgestellt und auch auf der 1,2 Meilen langen Bergrennstrecke vorgeführt.

Der Polestar 6 basiert wie der Polestar 5 auf der Polestar Performance Architecture (PPA), einer Plattform aus Verbundaluminium. Zusammen sollen diese Autos die Spitze der Palette bilden; der Polestar 5 tritt dann gegen den Porsche Taycan an. Wie der Polestar 4 hat der Polestar 5 keine Heckscheibe.

Polestar 5 (2025) ohne Tarnung: Das Heck

Der Polestar 5 bekommt ein ähnliches Heck wie der 4

Bis vor Kurzem hatte Polestar nur ein einziges Modell auf dem Markt, den schon 2020 gestarteten Polestar 2. Doch inzwischen haben die Auslieferungen des (wegen Softwareproblemen verspäteten) Polestar 3 in Deutschland begonnen. Die Preise beginnen bei knapp 79.000 Euro. Auch der Polestar 4 kann bereits bestellt werden, hier müssen knapp 62.000 Euro bezahlt werden, während es den Polestar 2 ab rund 49.000 Euro gibt. 

Noch deutlich teurer werden wohl die Topmodelle. Der Polestar 5 soll noch dieses Jahr "gelauncht" werden. Das bedeutet offenbar, dass die Serienversion präsentiert wird. Der Produktionsstart soll jedoch erst 2025 stattfinden.

Unter dem Strich

Polestar steckt nach wie vor in Schwierigkeiten, wie am einfachsten am Aktienkurs abzulesen ist: Vor einem Jahr lag er noch bei knapp fünf Dollar, inzwischen wird nur noch knapp ein Dollar pro Anteil bezahlt. Das liegt daran, dass die Verkäufe sinken und die Verluste steigen. Keine gute Kombination, zumal da derzeit die Elektroauto-Nachfrage generell schwächelt und zudem noch EU-Strafzölle drohen. Davon unverdrossen, hält die Marke mit der Sportversion des Polestar 6 die Fahne hoch. 

Bildergalerie: Polestar Concept BST (2024)

Quelle: Polestar