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Leapmotor startet mit ersten Auslieferungen in Deutschland

Kleinstwagen T03 nun zu Preisen ab 18.900 Euro im Handel

Leapmotor T03 (2024): Das Exterieur
Bild von: Leapmotor

Leapmotor, die chinesische Marke mit Stellantis-Unterstützung, hat nun den Marktstart in Deutschland vollzogen. Die ersten Fahrzeuge des elektrischen Kleinstwagens T03 wurden ausgeliefert. Das Mittelklasse-SUV C10 ist immerhin konfigurierbar und soll "nach und nach" ebenfalls in den Handel rollen, heißt es offiziell.

Der erste Leapmotor T03 wurde nun an eine Kundin übergeben. Käuferin Birgit Erdal sagte in Flensburg, sie sei "bereits seit vielen Jahren E-Auto-Fahrerin. Für den T03 habe ich mich aufgrund des für ein so kleines Fahrzeug riesigen Innenraums entschieden. Beeindruckt bin ich außerdem vom unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis."

Übergabe des ersten Leapmotor T03 an eine deutsche Kundin

Übergabe des ersten Leapmotor T03 an eine deutsche Kundin bei Klaus + Co durch Geschäftsführer Andreas Dornburg

Leapmotor-Deutschland-Chef Martin Resch ist mit dem bisherigen Feedback von Handel und Kundschaft zufrieden: "Unser Start in Deutschland ist bisher erfolgreich verlaufen. Wir haben viele Anfragen auf Handels-Seite, und auch auf Kunden-Seite spüren wir ein reges Interesse. Besonders positiv stimmt mich, dass drei von vier Kunden, die wegen Leapmotor in den Showroom kommen, vorher noch nie bei einem Stellantis-Partner waren. Wir sind überzeugt, dass die Marke Leapmotor das Stellantis-Portfolio abrundet und hervorragend ergänzt."

Der Marktstart in Europa wird von Leapmotor International verantwortet, einem Joint Venture, das zu 51 Prozent dem Stellantis-Konzern zu 49 Prozent der chinesischen Firma gehört. Die Bestellbücher wurden Ende September geöffnet, damals haben wir sowohl den T03 getestet als auch das Mittelklasse-SUV C10 gefahren.

Leapmotor T03 (2024): Das Exterieur

Leapmotor T03: 3,60 m lang, sprintet in 12,7 Sek. 

Dacia Spring (2024): Das Exterieur

Dacia Spring: 3,70 m lang, Basisversion sprintet in 19,1 Sek.

Aktuell gibt es immerhin schon rund 40 Handelsstandorte in Deutschland, Ende 2025 sollen es rund 120 sein. Verfügbar sind derzeit zwei Modelle: Der T03 ist ein fünftüriger Kleinstwagen mit 70 kW und 265 km Reichweite. Mit seinem Basispreis von 18.900 Euro konkurriert er mit dem Dacia Spring (ab 16.900 Euro). Der ähnlich große Fiat 500 Elektro ist zwar viel schicker, mit einem Basispreis von 24.990 Euro aber auch deutlich teurer.

Leapmotor C10 (2024): Das Exterieur mit weißer Lackierung

Leapmotor C10: 4,74 m lang, ab 37.600 Euro

Kia EV3 (2024): Das Exterieur der normalen Version

Kia EV3: Nur 4,30 m lang, aber ähnlich teuer

Der Leapmotor C10 ist etwa so groß wie ein Tesla Model Y, kostet aber deutlich weniger. Der Basispreis stieg allerdings schon auf 37.600 Euro; Ende September wurden noch 36.400 Euro angegeben. Die Reichweite ist mit 420 km vergleichbar mit dem Model Y RWD (455 km), genauso wie der Sprintwert (7,5 Sek. gegenüber 6,9 Sek. bei Tesla).

2025 will Leapmotor den B10 bringen, ein elektrisches Kompakt-SUV, das auf der Pariser Automesse Weltpremiere feierte. Er basiert auf der "Leap 3.5"-Architektur und ist damit technisch schon weiter als der C10, der noch auf Leap 3.0 beruht. Technische Angaben zu Akkus und Antrieben sowie zu den Maßen fehlen allerdings noch komplett.

 Unter dem Strich 

Das günstigste Elektroauto aus dem Stellantis-Konzern war bisher der in der Slowakei gebaute Citroen e-C3 für 23.300 Euro. Billiger geht es offenbar nicht, zumindest nicht mit Produktion in Europa. Deshalb bietet der Konzern nun die Modelle eines chinesischen Partners an. Die Konkurrenz dagegen setzt auf eigene Modelle: Der Renault-Konzern dagegen baut den Dacia Spring in China und will ein 20.000-Euro-Modell (den Twingo) in Slowenien produzieren. Beim VW-Konzern steht zunächst nur ein 25.000-Euro-Auto in Aussicht, das ebenfalls in Europa entstehen soll, während Tesla sein Model 2 offenbar gestrichen hat.