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Kia PV5: Alternative zum VW ID. Buzz als Erlkönig

Neuling ist offiziell für Sommer 2025 angekündigt

Kia PV5 als Erlkönig
Bild von: Automedia

Update: Im Februar 2025 hat Kia die Optik des PV5 offiziell vorgestellt. Lesen Sie dazu unseren neuen Artikel.

Vom Opel Zafira Electric über den Ford E-Tourneo Custom bis zum VW ID. Buzz: Elektro-Transporter gibt es schon eine ganze Menge. Nun will auch Kia einen bringen. Als Studie wurde der PV5 schon im Januar 2024 gezeigt, nun wurde das Auto erneut als Erlkönig gesichtet.

Die neuen Bilder zeigen eine Version für den Personentransport mit Schiebetür. Der Wagen wurde im Konvoy mit einem VW ID. Buzz und einem Hyundai Staria getestet – auch Letzteren soll es bald als Elektroauto geben.

Bildergalerie: Kia PV5 als Erlkönig (1/25)

Das Auto ist noch stark getarnt; zu sehen sind aber die extrem kastenartigen Proportionen, die den Kia deutlich nutzfahrzeugartiger aussehen lassen als den relativ verspielten VW ID. Buzz. Der Randstand ist enorm, während der vordere Überhang ähnlich kurz ausfällt wie beim VW, der hintere vielleicht etwas länger. Wie das Modell aus Hannover hat der Kia PV5 keine Fronthaube im normalen Sinn.

Kia PV5 als Erlkönig

Kia PV5 als Erlkönig mit sehr niedriger Fensterlinie vorne 

Bilder von: Automedia
VW ID. Buzz (2022): Das Exterieur

VW ID. Buzz: In der Normalversion 4,71 m lang 

Wie beim Buzz gibt es vorne an der A-Säule ein Dreiecksfenster. Doch das Fenster neben dem Beifahrer reicht deutlich tiefer hinunter, so dass man im Sommer vermutlich den Unterarm hinausstrecken kann, indem man ihn bei geöffnetem Fenster auf die Türbrüstung legt. Zu sehen ist auch, dass das Fenster in der Schiebetür offenbar geteilt ist, und dass es ein riesige Heckscheibe geben wird. Auch die LED-Tagfahrlichter vorn und hinten sind gut zu sehen.

Bei der IAA Nutzfahrzeuge im Herbst 2024 zeigte Kia seine PBV-Fahrzeuge in Form von Studien namens PV5 High Roof Concept, PV5 People Mover Concept, PV5 3D Concept und PV7 Concept. Damals schrieb die Marke offiziell: "Die Einführung des ersten Serienmodells ist im Sommer 2025 geplant." Das jedoch bezog sich offenbar allgemein auf die PBV genannten Nutzfahrzeuge (Purpose Built Vehicles oder Platform Beyond Vehicle). Ob ein Serien-PV5 gemeint war, ging aus der Pressemeldung nicht eindeutig hervor, aber wir vermuten es. 

Kias PBV-Studien auf der IAA Transportation 2024

Kias PBV-Studien auf der IAA Transportation 2024

Bild von: Kia

Zuvor hatte Kia im Januar 2024 auf der CES 2024 schon drei Versionen des PV5 namens PV5, PV5 R (offenbar die autonome Shuttle-Version fürs Ride-Hailing) und PV5 HR (offenbar die verblechte "High Roof"-Nutzfahrzeugversion) gezeigt:

Kia PV5 (Studie auf der CES 2024): Das Exterieur
Kia PV5: Der Fahrdienst wird per App herbeigerufen

Kia PV5 : Der Fahrdienst wird per App herbeigerufen

Kia PV5 HR (Studie auf der CES 2024): Die Nutzfahrzeugversion

Kia PV5 HR: Die Nutzfahrzeugversion mit Hochdach

Bilder von: Kia

Die am Erlkönig zu sehenden, zweimal geknickten LED-Tagfahrleuchten vorne entsprechen der Lichtsignatur der Studien. Die LED-Rückleuchten des Erlkönigs allerdings sahen beim PV5 WKNDR anders aus. Diese "Weekender"-Version für Freizeit und Camping hatte Kia auf der amerikanischen SEMA-Tuningmesse im November 2024 präsentiert:

Kia PV5 als Erlkönig

Senkrechte LED-Rückleuchten am PV5-Erlkönig

Bild von: Automedia
Kia PV5 WKNDR

Senkrechte Rückleuchten bei der Version von der SEMA

Bild von: Kia

Zu Antrieb und Akkus des PV5 ist noch nichts bekannt. Vermutlich wird man sich einfach im Konzern-Regal passende Motoren und Batterien aussuchen. Eine kluge Wahl wären wohl LFP-Batterien, weil sich damit etwas günstigere Preise erreichen lassen, auch wenn damit die Energiedichte und damit die Reichweite leiden. Auch vermuten wir, dass sich Kia aus Preisgründen für eine 400-Volt-Technik entscheidet.

Zur Orientierung: Den ID. Buzz gibt es ab knapp 50.000 Euro. Dafür erhält man die Version Freestyle mit Hecktriebler mit 125-kW-Heckantrieb und 59-kWh-Akku für 329 km WLTP-Reichweite. Für den Opel Zafira Electric werden mindestens 47.550 Euro verlangt; dafür gibt es einen 100-kW-Fronttriebler mit 50-kWh-Batterie für 220 km Normreichweite. 

Neben dem PV5 plant Kia noch zwei weitere Elektro-Transporter: Der PV3 dürfte eine Klasse niedriger antreten, der PV7 könnte noch größer sein als der PV5. Alle drei Fahrzeuge basieren auf einer neuen Architektur, der PBV-Plattform, die ausschließlich für elektrische Nutzfahrzeuge entwickelt wurde.

Unter dem Strich

VW ist mit dem Absatz des ID. Buzz bislang nicht zufrieden, wie man hört – das Auto wird oft als zu teuer wahrgenommen. So wird die Preisfrage auch beim Kia PV5 eine wichtige Rolle spielen. Vermutlich wird auch hier unter 50.000 Euro nichts gehen, aber warten wir es ab. Wenn das Auto wirklich schon im Sommer auf den Markt kommen soll, müsste es wohl im Frühjahr vorgestellt werden.