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Alfa Romeo Stelvio: Rendering des neuen Elektro-SUVs

Computergrafik auf Basis der neulich aufgetauchten, schwarzweißen Patentbilder (Update)

Alfa Romeo Stelvio als Rendering
Bild von: Motor1.com

Die zweite Generation des Alfa Romeo Stelvio basiert auf der Plattform STLA Large basieren und wird erstmals auch als Elektroauto angeboten. Auf der Basis der Patentbilder von dem Neuling, die Ende April durchgesickert waren, haben die Kollegen von Motor1 nun ein Rendering erstellt – unser Titelbild.

Das Bild zeigt die wichtigsten Erkennungsmerkmale des neuen Modells: die schlitzartigen Tagfahrleuchten, die Scheinwerfer darunter in keilförmigen Karosserieaussparungen und das auf der Spitze stehende Dreieck in der Mitte. Dieses wurde mit einem ähnlichen Plastikelement gefüllt wie beim Alfa Junior – das ist plausibel. Es fehlen allerdings die Nebelleuchten, die im unteren Teil der keilartigen Elemente stecken dürften.

Vielen deutschen Elektroauto-Fans dürfte der Stelvio ein Buch mit sieben Siegeln sein, denn bisher gab es ja keine Elektroversion. Also: Es handelt sich um ein etwa 4,70 Meter langes Mittelklasse-SUV, das seit 2017 verkauft wird. Bei den erwähnten Patentbildern handelte es sich offenbar um 3D-Modelling-Bilder ohne Textur – das heißt, es fehlen der Lack und alle Spiegelungen. Dennoch geben die vier Bilder, die von Motor1 Italien veröffentlicht wurden, schon einen guten Eindruck von den Formen des Neulings.

Alfa Romeo Stelvio (2025)

Alfa Romeo Stelvio (2025)

Bilder von: Alfa Romeo
Alfa Romeo Junior Veloce (2025)

Alfa Romeo Junior (2025)

Die Front wird von einem auf der Spitze stehenden Dreieck dominiert, das Alfa oft als sein Cuore Sportivo (sportliches Herz) bezeichnet. Die obere Linie des Dreiecks setzt sich nach außen fort und enthält die Tagfahrlichter. Die Scheinwerfer werden – so ist es derzeit Mode – eine Etage tiefer in schwarzen Elementen versteckt. Der Grundaufbau der Front ähnelt der Optik des Alfa Romeo Junior, auch wenn dort die Scheinwerfer direkt unter den Tagfahrlichtern eingebaut werden. Wie beim Junior dürfte das runde Markenemblem auf die Fronthaube geklebt werden.

Alfa Romeo Stelvio (2025) offizielle Bilder der Wintererprobung
Bild von: Alfa Romeo

Die tiefe Position der Scheinwerfer wird auch durch die Bilder von der Wintererprobung des Stelvio bestätigt, die Alfa im März präsentiert hat (siehe Foto oben). Die Scheinwerfer liegen offenbar im oberen Teil des schwarzem Elements, im unteren sind wohl die Nebellampen untergebracht. 

Alfa Romeo Stelvio (2025)
Bild von: Alfa Romeo

Die Seitenansicht zeigt eher einen Crossover oder ein Coupé-SUV als ein richtiges SUV. Dazu trägt das schwarze Element am Schweller bei, das den Wagen optisch schlanker macht. Der lange Dachspoiler, der die Dachlinie fortsetzt, lässt das Auto coupéhafter erscheinen. Dem gleichen Zweck dient offenbar die Gestaltung an der C-Säule; dort setzt eine Linie die obere Fensterlinie fort, so dass sich ein schöner Bogen ergibt. Klassische Offroad-Elemente sind jedoch die schwarzen Radlauf-Verkleidungen. 

Alfa Romeo Stelvio (2025)
Bild von: Alfa Romeo

Am Heck erscheint ein Element, mit dem das Cuore-Sportivo-Element der Front wieder aufgenommen wird: Hier ist das schwarze Dreieck aber extrem breit und stark abgerundet. Nach einem Teaserbild vom Dezember wird dieses Element von einer roten Lichtlinie eingerahmt, wie Motor1 Italien damals berichtete:

Teaserbild zum Alfa Stelvio von Weihnachten 2024
Bild von: Alfa Romeo

Direkt darüber gibt es offenbar eine Heckscheibe, großenteils unter dem tief herunter gezogenen Dachspoiler verschwindet. Letzterer dürfte die Sicht nach hinten deutlich einschränken – doch so hat zumindest der Scheibenwischer genug Platz zum Wischen. Die Rücklichter dürften links und rechts neben dem vertikalen Heckklappen-Ausschnitt sitzen. Der untere Bereich wird von viel schwarzem Plastik beherrscht.

Alfa Romeo Stelvio (2025)

Alfa Romeo Stelvio (2025)

Bilder von: Alfa Romeo
Aktueller Alfa Stelvio (nach dem Facelift von 2023)

Aktueller Stelvio (nach Facelift von 2023)

Gegenüber dem Auslaufmodell ändert sich die Optik deutlich. Auch die Abmessungen dürften um mindestens zehn Zentimeter wachsen. Denn die untere Grenze für Fahrzeuge auf Basis der Plattform STLA Large sind 4,76 Meter, und die aktuelle Version misst 4,68 m. Aus dem gleichen Grund wächst der Radstand von derzeit 2,82 m wohl auf mindestens 2,87 m. Das ist auch der Radstand des Jeep Wagoneer S, der auf der gleichen Plattform aufsetzt, während es beim Dodge Charger Daytona 3,07 m sind. 

Beide Fahrzeuge, der Jeep wie der Dodge, haben vermutlich die gleiche Batterie mit 94 kWh netto und 101 kWh brutto (Dodge gab 94 kWh an, Jeep 101 kWh). Die Architektur unterstützt sowohl 400 Volt als auch 800 Volt, doch die beiden genannten Fahrzeuge arbeiten mit 400 Volt. Die Vermutung liegt also nahe, dass der Alfa ebenfalls eine 94-kWh-Batterie mit 400 Volt erhält. Als maximale Reichweite der Plattform wurden 800 km angegeben (im Jahr 2021). Gut möglich, dass der Stelvio dank der großen Batterie in die Nähe dieses Wertes kommt.

Was die Antriebe angeht, so gibt es bei den schon präsentierten STLA-Large-Modellen ausschließlich Allradantriebe, und zwar mit 447 kW (Jeep) bzw. 370 und 500 kW (Dodge). Der Alfa dürfte eher darunter liegen, vermuten wir. Auch ein Heckantrieb würde Sinn ergeben. Damit könnte der Alfa Stelvio dann unter anderem gegen das Tesla Model Y (220 kW beim Basismodell, Allradmodell mit 158+220 kW) antreten. Zu den Premium-Konkurrenten könnten der Audi Q6 e-tron (zwischen 185 und 360 kW) und das Neue-Klasse-SUV von BMW gehören.

Unter dem Strich

Nach dem Junior rollt der nächste Alfa-Stromer an: der Stelvio. Das vermutlich rund 4,80 m lange Mittelklasse-SUV wird wohl noch 2025 enthüllt und dürfte die gleiche 94-kWh-Batterie bekommen wie seine Schwestermodelle Jeep Wagoneer S und Dodge Charger Daytona. Und die WLTP-Reichweite könnte an die 800 km heranreichen.