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Nissan Juke mit Elektroantrieb (2026): Neue Erlkönigbilder

Der 2026 startende Neuling basiert angeblich auf der gleichen Plattform wie der Renault Megane Electric.

Nissan Juke als Erlkönig
Bild von: Automedia

Der schon offiziell angekündigte Nissan Juke mit Elektroantrieb nimmt Gestalt an. Nachdem es im November erste Erlkönigbilder bei Motor.es und Autocar gegeben hatte, haben nun auch unsere eigenen Spezialisten das Auto fotografiert. Die Fotos bringen vor allem Aufschluss über die Karosserieform.

Die Silhouette des Neulings erinnert ein wenig an den Ford Puma Gen-E: Das Auto sieht nicht wie ein SUV aus, sondern eher wie ein Crossover. Die aktuelle (Verbrenner-)Version ist 4,21 Meter lang, aber 1,60 m hoch; der neue Juke wirkt eher niedriger. Auf den Bildern nur zu erahnen ist die von einem Teaserbild her bekannte, sechseckige Lichtsignatur vorne. Aber es gibt einen ersten Blick auf die Rückleuchten. Wenn es sich nicht um Fakes handelt, bekommen diese eine ziemlich komplizierte, kaleidoskopartige Form.

Bildergalerie: Nissan Juke als Erlkönig (12/2025)

Auf den Bildern wirkt der Juke gedrungener als auf dem Nissan-Teaserbild vom Mai 2025. Sie passen besser zu unserem Rendering. Hier die beiden Bilder im Direktvergleich:

Nissan Juke als Elektromodell (Teaserbild)

Nissan Juke als Elektromodell (Teaserbild)

Bild von: Nissan
Nissan Juke Electric als Rendering

Nissan Juke Electric als Rendering

Bild von: Motor1

Die scharfen Metallkanten an der Seite sind realistisch, was man erkennt, wenn man das Teaserbild durch die Bildverarbeitung jagt. Sie sind auch auf den neuen Erlkönigbildern von Automedia erkennbar. Die Lichtsignatur besteht aus drei LED-Balken in Form eines Sechsecks, die offenbar die eigentlichen Scheinwerfer einrahmen. Außerdem bekommt das Modell sehr ungewöhnliche Lichtleisten auf der Fronthaube.

Aktueller Nissan Micra (Facelift von 2024)

Aktueller Nissan Micra (Facelift von 2024)

Bilder von: Nissan
Nissan Juke als Elektromodell (Teaserbild)

Nissan Juke als Elektromodell (Teaserbild)

Bilder von: Nissan

Wie beim aktuellen Nissan Juke sind die hinteren Türgriffe optisch in die C-Säule integriert, die Seitenfenster laufen nach hinten coupéartig zusammen. Generell sind die Karosserie-Proportionen des Neulings ähnlich wie beim bekannten Modell.

Die sechseckigen Leuchten waren auch auf den von Autocar veröffentlichten Bildern zu erkennen. 

 

Eines der Bilder von Autocar zeigt den Wagen von schräg vorne. Darauf ist erkennbar, dass das Rendering auch die Rille unter den Scheinwerfern annähernd richtig wiedergibt, genauso wie den Lufteinlass unten an der Front. Die Windschutzscheibe liegt ebenfalls so flach wie auf unserem Rendering; auch die Seitenfenster mit ihren eckigen Formen und der hintere Türgriff in der C-Säule stimmen mit dem Rendering überein. Die vorderen Türgriffe sehen auf den Automedia-Bildern noch gefaked aus.

Motor.es hat ein Bild veröffentlicht, auf dem ein Teil des Cockpits zu erahnen ist. Für uns sieht es so aus, als würde der Wagen nur einen relativ großen Touchscreen bekommen, aber kein Instrumentendisplay. Oder zumindest keines, das genauso groß ist wie der Touchscreen, wie vom Micra, Leaf oder Ariya bekannt.

Obwohl die aktuelle, zweite Generation des Juke erst Ende 2019 startete, also vor sechs Jahren, steht jetzt ein Nachfolger an. Wie gehabt, soll das Modell im britischen Sunderland vom Band laufen, wo auch der Nissan Leaf entsteht. Das neue Auto soll gegen den Ford Puma Gen-E und den Kia EV3 antreten. Wie der bisherige Juke soll der Wagen mit seinem Design polarisieren, sagte der "Chief Performance Officer" von Nissan, Guillaume Cartier, gegenüber Autocar.

Der elektrische Juke soll auf CMF-EV alias AmpR Medium basieren, also der gleichen Plattform, die auch den Nissan Leaf und Ariya trägt, während der Nissan Micra auf der Kleinwagen-Plattform CMF-BEV alias AmpR Small beruht. Wenn das stimmt, tritt der neue Juke eine Etage höher als der Micra an, nämlich im C- statt im B-Segment. 

Dass die Plattform auch für Modelle mit rund 4,20 Meter Länge geeignet ist, zeigt der Renault Megane E-Tech Electric. Letzteren gab es bis kürzlich mit 40- oder 60-kWh-Akku sowie einem Frontantrieb mit 96 oder 160 kW. Die Versionen mit dem kleinen Akku und dem schwächeren Antrieb entfielen im März 2025.

Nissan ist in letzter Zeit wirtschaftlich arg in Bedrängnis geraten. Für das im März 2025 beendete Geschäftsjahr standen Verluste von umgerechnet über vier Milliarden Euro zu Buche. Ob Zufall oder nicht: Ende März zeigte Nissan auch drei neue Elektroautos. Neben den inzwischen gestarteten Modellen Micra und Leaf war darunter auch der elektrische Juke.

Nissan bezeichnete den Neuling explizit als Juke mit rein elektrischem Antrieb. Die genaue Modellbezeichnung und technische Details blieb die Marke allerdings schuldig. Der Wagen soll aber auch erst im Geschäftsjahr 2026 starten, also frühestens im April 2026:

"Die dritte Generation des Nissan Juke wird künftig als vollelektrisches Modell auf europäische Straßen rollen. Basis ist das Konzeptfahrzeug Hyper Punk, das im Oktober 2023 auf der Japan Mobility Show vorgestellt wurde. Der Marktstart ist für das Geschäftsjahr 2026 vorgesehen." (Nissan am 26. März 2025)

Nach einem Autocar-Bericht vom März soll der Elektro-Juke parallel zum aktuellen Verbrenner-Juke angeboten werden. Und Nissan will für die Elektroversion möglichst nicht mehr verlangen als für den Verbrenner. Das ist ein Wort, denn das aktuelle Verbrenner-Modell gibt es ab rund 25.000 Euro. Damit wäre der Neuling sogar günstiger als der Opel Frontera Electric (ab 29.000 Euro) und Citroen e-C3 Aircross (ab etwa 26.500 Euro). Den Renault Megane mit kleinem Akku und 96-kW-Antrieb gab es erst ab rund 41.000 Euro.

Unter dem Strich

Der Nissan Juke startet 2026 als Elektroauto. Technische Basis ist angeblich die Plattform CMF-EV alias AmpR Medium, die auch den Renault Megane, den Nissan Leaf, den Renault Scenic und den Nissan Ariya trägt. Wenn das stimmt, wechselt das Modell ins Kompaktsegment und könnte Akkus mit 40 und 60 kWh bekommen.

Die neuen Erlkönigbilder von Automedia bestätigen unser Rendering; zumindest die Karosserieform stimmt überein. Die sehr ungewöhnliche Lichtsignatur vorne ist nicht zu sehen, aber es gibt einen ersten Blick auf die Rückleuchten. Wir sind neugierig, ob es wirklich bei den Lichtstreifen auf der Fronthaube bleibt – die dürften technisch schwer zu verwirklichen sein. Vielleicht erfahren wir zum Brüsseler Autosalon mehr über den Nissan-Neuling.